Rund um Eppstein: Der Richard-Hofmann-Weg

Auch fernab von den touristisch oft überlaufenen Ausflugszielen Feldberg und Altkönig kann man im Taunus erstklassig wandern. Etwas unbekannter aber deshalb nicht weniger attraktiv ist der Richard-Hofmann-Weg, ein 21,4 km langer Rundweg, der um Eppstein führt. Wir sind den Weg entgegengesetzt der Beschreibung des Verschönerungsvereins Eppstein gelaufen und haben ihn mit einem Abstecher zum Atzelbergturm und einem abschließenden Aufstieg zum Kaisertempel auf etwa 30 km verlängert.

Der stilisierte Kaisertempel kennzeichnet den Richard-Hofmann-Weg

Start und Ziel war der Bahnhof in Eppstein. Dort findet man in der Regel genügend Parkplätze. Vorbei an dem 1889 von Mainzer Soldaten gebauten „Pioniertempel“, von dem aus wir erstmals eine schöne Aussicht auf Eppstein hatten, ging es leicht aber stetig bergan in Richtung Bremthal. Diesen Ortsteil von Eppstein durchquert man dann und gelangt durch ein kleines Waldstück nach Niederjosbach.

 

Hinter Niederjosbach überquert man ein freies Feld sowie ein Waldstück mit weiten Aussichten. Immer wieder fiel uns der Atzelberg mit seinen beiden Türmen ins Auge. Einer der beiden Türme ist ein Aussichtsturm und wir beschlossen schon hier, diesen in die Wanderung irgendwie mit einzubeziehen. Oberjosbach wird nur am Rande durchwandert und durch ein weiteres Waldstück und Passagen mit immer wechselnden Aussichten erreichten wir schließlich die Ortschaft Ehlhalten nach deren Durchquerung es hinauf nach Eppenhain ging.

 

Immer wieder wechselnde Aussichten auf sanfte Hügel

In Eppenhain war dann der große Augenblick gekommen. Wir entschieden uns, von hier aus zum Atzelberg hinauf zu wandern um dort den Aussichtsturm zu besteigen. Zum Glück war ausreichend Kartenmaterial vorhanden, denn ausgeschildert war der Weg leider nicht. Später wurde klar, dass man sich einfach an den Schinderhannes-Steig halten kann, ein sehr treffender Name denn es ging schon ein gutes Stück hinauf. Aber die Aussicht vom Atzelberg lohnt die Mühen. Von dort aus kann man wunderbar das Rhein-Main-Gebiet überblicken, Königsstein und auch den Feldberg sehen.

 

Wieder zurück nach Eppenhain und von dort aus wanderten wir durch den Wald wieder zurück Richtung Eppstein. Dabei folgt man auch immer noch dem Schinderhannespfad sowie natürlich dem Richard-Hofmann-Weg. Ca. 1,5 km vor Eppstein fiel uns dann ein Wegweiser Richtung Kaisertempel auf. Da wir diesen schon kannten und der Richard-Hofmann-Weg uns nicht dort vorbei führen würde, entschlossen wir uns dem Wegweiser zu folgen. Wenn der Kaisertempel schon das Symbol für diesen Wanderweg ist, müssen wir auch dorthin, dachten wir uns. Doch dann wurden wir von einem heftigen Regenschauer überrascht und zogen es vor, die Straße entlang zurück nach Eppstein zu laufen. Schließlich klarte es auf und wir nahmen von Eppstein noch den Weg hinauf zum Kaisertempel. Nach der Einkehr in das dortige, sehr gute Restaurant, wanderten wir gut gesättigt den Berg hinunter und durch die schöne Burgstadt Eppstein wieder zurück zum Bahnhof.

 

Fazit: Diese Strecke ist etwas für Wanderer, die Ruhe suchen. Die Steigungen sind nicht zu arg und die Wege bequem zu gehen. Zahlreiche Aussichten und viel Abwechslung machen die Wanderung zu einer kurzweiligen Angelegenheit. Sollte man Zeit und Lust haben, sind die beiden von uns gemachten Abstecher zum Atzelberg und zum Kaisertempel ein absolutes Muss. Dadurch erhöht sich allerdings die Wegstrecke auf fast 30 Kilometer.

Schon alleine die Burgstadt Eppstein ist den Besuch wert!

 

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