Warum ist es am Rhein so schön? Die Traumschleife Rheingold

Viel Gutes hatte ich schon in anderen Blogs über diesen Wanderweg gelesen und so machten wir uns am Sonntag trotz der kritischen Wettervorhersage auf den Weg an den Rhein um die Traumschleife Rheingold zu erwandern. Wie empfohlen parken wir unser Auto am empfohlenen Wanderparkplatz Patelbach. Hier stehen schon einige Autos, auch bei angekündigtem schlechten Wetter ist hier also ganz schön was los.

Da geht es lang

Aber noch ist das Wetter ganz passabel und so geht es auf das erste Teilstück Richtung Holzfeld. Schon auf dem Weg dorthin eröffnet sich am Kalkofen die erste schöne Aussicht. Außerdem fällt uns auch hier schon auf, wie gut der Weg beschildert und die markanten Punkte beschrieben sind. Wir durchqueren die kleine Ortschaft Holzfeld und erreichen schließlich eine kleine Häusergruppe, die in der Karte als Wochenendsiedlung beschrieben wird. Kurz  danach befinden wir uns direkt oberhalb des Rheins. Nun reiht sich Aussicht an Aussicht. Namentlich sind dies Wingertsberg, Wilpertskopf und Elberheide. Der Weg ist hier noch breit und nicht besonders anspruchsvoll.

 

 Vom Aussichtspunkt Elberheide verläuft der Traumpfad dann hinunter in das Tal des Tempusbaches und weiter zur Hütte an der Europakuppel. Auch hier wieder Infotafeln, eine liebevoll geschnitzte Holzfigur und ein toller Platz zum Ausruhen. Dieses Verschnaufpause sollte man sich auch gönnen, denn nun geht es ans Eingemachte. Man steigt eine kleine Weinbergtreppe hinauf und auf einem schmalen Pfad geht es steil nach oben. Und schon wieder eine schöne „Relax-Bank“ zum Ausruhen. Bänke gibt es auf dieser Tour wirklich sehr viele. Durch den Wald wandern wir nun leicht bergab in das Tal des Patelsbaches um dort die Kreisstraße zu überqueren und dann wieder durch den Wald hinauf zur Aussicht Probstberg zu laufen. Vom Probstberg führt ein kleiner Pfad durch den Wald zum Bocksberg. Insgesamt ist dieses Teilstück bis zur Ploweslay und zur alten Keltensiedlung Ginsterstück sehr anspruchsvoll was die Höhenmeter betrifft.

Zeit und Gelegenheit zum Ausruhen

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 Noch dazu ist es bislang die ganze Zeit schwülwarm und so sind wir ganz schön ins Schwitzen gekommen. Kurz vor der Ploweslay setzt er dann ein, der angekündigte Regen. Da es durch den Wald geht, benötigen wir unsere Schirme hier noch nicht. Aber am Ginsterstück geht man dann über eine Freifläche und wir spannen die Regenschirme doch lieber mal auf. Am Ginsterstück gibt es dann auch eine Schutzhütte an der wir uns erst einmal unterstellen und erneut eine schöne Aussicht genießen können.

 

Doch wer meint, die spektakulären Ausblicke wären hier zu Ende der irrt sich. Am Keltenringwall kann man Richtung Boppard und auf die „feindlichen Brüder“ (die Burgen Liebenstein und Sterrenberg werfen. Weiter bergauf schreiten wir nun dem Höhepunkt der Wanderung entgegen. Dieser ist 315 Meter hoch und etwas später kann man auf fast genau dieser Höhe den Edgar-Reitz-Blick genießen. Hier wurde die berühmte Picknickszene aus dem Film „Heimat “ gedreht. Leider können wir diesen Blick nicht vollends auskosten, denn der Regen ist sehr hartnäckig. Also machen wir uns auf, durch den Wald hinunter unserem Parkplatz entgegen. Weitere Informationen zu dieser Tour findet Ihr übrigens auf outdooractive.com:

 

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Fazit: Dieser Wanderweg hat das Prädikat „Traumschleife“ wahrlich verdient. Auch wenn wir aufgrund des Wetters das letzte Stück nicht richtig genießen konnten war es für uns einer der schönsten Wege die wir bislang gegangen sind. Er ist abwechslungsreich, mal breit, mal schmaler Pfad, mal durch die Ortschaft mal durch den Wald und dann auch wieder über Freiflächen. Immer wieder Ruhebänke und Relaxliegen, alles gut beschildert, ausgezeichnet und bestens gepflegt. Schade, dass die Traumschleife Rheingold mit 10,7 km nur sehr kurz ist. Sonst hätten wir mit Sicherheit zur Höchstnote 5 Sterne gegriffen! Und wir wissen jetzt: Darum ist es am Rhein so schön!

 

 

4 Kommentare

    1. Da hast Du recht Silvana, es gibt noch so viel zu entdecken! Die Traumschleife Rheingold ist aber wirklich außergewöhnlich schön.

      Liebe Grüße, Jörg

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