Wälder und Täler: der Traumpfad Waldschluchtenweg bei Vallendar

Zunächst einmal: unsere Wanderung beginnt chaotisch aber das liegt nicht etwa an der schlechten Ausschilderung des Weges. Weil es für uns fahrtechnisch besser scheint, parken wir unser Auto nicht am angegebenen Parkplatz des Traumpfades Waldschluchtenweg in der Nähe von Vallendar sondern in der Schweitzer Straße in Höhr-Grenzhausen. Den Track hatten wir uns heruntergeladen und nun suchen wir zunächst einen Geocache und dann den Zugang zum Weg. Beides finden wir auch recht schnell, glauben wir zumindest. Beim Cache liegen wir mit unserer Vermutung richtig aber der heruntergeladene Track erweist sich als „Falle“. Wir finden tatsächlich ein Wanderwegzeichen und folgen diesem und dem Track. Irgendwann landen wir im Nirgendwo. Die Kennzeichnung endet, der Weg verläuft ebenso im Dickicht. Wir entschließen uns zur Bembermühle hinunter zu gehen um die Fährte wieder aufzunehmen.

Die Streckenführung – wir haben allerdings oben in Höhr-Grenzhausen begonnen

Von dort aus folgen wir der Beschilderung wieder hinauf nach Höhr-Grenzhausen. Ein Abschnitt, den wir heute zweimal gehen werden.  Aber nun kann uns nichts mehr ablenken, wir bemerken, dass der herunter geladene Track in diesem Bereich leider nicht mit dem ausgeschilderten Weg überein stimmt. Die zunächst gefundene Wegemarkierung ist bestimmt noch ein Relikt der ursprünglichen Wegführung gewesen. Schade, dass hier wie auch bei anderen Wanderwegen der Track nicht mit aktualisert wurde. Aber na ja, zwei Extra-Kilometer, der Traumpfad gehört ja sowieso nicht zu der langen Sorte.

Deshalb waren wir schon zu Beginn der Wanderung am römischen Wachtposten

Jetzt läuft es aber wie am Schnürchen. Die Beschilderung ist topp und wir wandern in Richtung Saustallkopf. An einem Rastplatz packen wir unsere Brötchen und unseren Tee aus und genießen die Stille der Natur. Es ist sogar noch weihnachtlich geschmückt!

Rasten mit „nachweihnachtlichem“ Ambiente
mit schönem Blick ins Tal

Frisch gestärkt geht es am Saustallkopf die Serpentinen hinunter ins Feisternachttal. Unserer Ansicht nach eine der schönsten Abschnitte des Weges. Richtig schön wildromantisch. Wir gönnen uns eine kurze Pause an einer Relaxliege. Rast- und Ruheplätze gibt es auf dieser Wanderung ausreichend. Ein besonders schöner findet sich auch an der Seehütte.

Der Weg hinab ins Feisternachttal

 

 

Die Seehütte bietet einen idyllischen Rastplatz

Hinter der Seehütte beginnt ein breiterer Weg hinunter zum angegeben Start der Tour. Hier gibt es ausreichend Parkplätze, die „Traumpfad-typsichen“ Elemente wie Fahne, Schautafel und Schuhputzstation und wieder einen Picknickplatz. Hier beginnt man also normalerweise die Wanderung was den Vorteil gehabt hätte zuerst bergauf und dann bergab zu gehen. Der Weg führt ab hier den Hillscheider Bach entlang. Es gibt viele Fischteiche zu entdecken, leider verläuft auf der anderen Seite des Baches auch die L309 so dass man die Ruhe nicht wirklich genießen kann. Aber landschaftlich ist es schön. Rechts vom Weg darf man einige Felswände bewundern.

 

 Wir überqueren die Landstraße und nun wandern wir über den Kuckucksberg durch den Kathedralenwald der Bembermühle entgegen. Leider haben wir die Pedelhütte ausgelassen. Erstens hätte dort noch ein Cache gelegen und zweitens wurde in der Tourbeschreibung auf outdooractive.com der Abstecher zur Hütte empfohlen. Beides haben wir leider erst später bemerkt. Die alte Wegführung wäre übrigens dort entlang gekommen!

 

Leider geschlossen, aber ab dem 07.03. geht es weiter!

An der Bembermühle hätten wir gerne noch einen Kaffee getrunken, sie ist aber noch bis zum 07.03.15 in der Winterpause. Dieses wurde auch unterwegs an entsprechenden Stellen so angekündigt. Über den eingangs erwähnten doppelt gelaufenen Wegabschnitt wandern wir nun wieder hinauf nach Höhr-Grenzhausen.

 

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Unser Fazit: Sicher kein absolutes Muss oder gar besonderes landschaftliches Highlight! Aber es hat Spaß gemacht. 13 km (inklusive unseres Umweges) liegen hinter uns. Outdoorsuchtfaktor: drei Sterne.

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