Hitzeschlacht am Dahner Felsenpfad

Es war einer der heißesten Tage des Jahres… ja sogar der letzten Jahre insgesamt. Temperaturen bis 39 Grad waren angesagt. Aber wenn man einen Wanderurlaub gebucht hat, dann zieht  man das auch durch. Durch die weite Anreise können wir erst gegen Mittag am Wanderparkplatz in Dahn starten. Andere steigen verschwitzt ins Auto, sie haben die Tour schon hinter sich. Na ja, 12 km… und es geht ja viel durch den Wald. Das schaffen wir schon. Um es vorweg zu schicken: diese 12 km haben es bei der heutigen Hitze in sich.  Allerdings: die Mühe hat sich gelohnt, der Dahner Felsenpfad ist einer der schönsten Wanderwege, die wir je gelaufen sind.

Der Dahner Felsenpfad ist durchgängig gut ausgeschildert…
…und bietet Variationsmöglichkeiten

Am Campingplatz führt der Felsenpfad dann in den Wald hinein und hinauf zum Pfaffenfelsen. Von dort haben wir einen tollen Ausblick auf Dahn und die Felsen drum herum. Der Felsenpfad heißt nicht umsonst so, es reiht sich wirklich eine Felsformation an die andere. Fast weiß man nicht, wohin man seinen Blick zuerst und zuletzt lenken soll. Vom Pfaffenfels geht es durch lichten Wald hinunter zum Sportplatz Büttelwoog. Dieser erste Kilometer mit einigen Höhenmetern hat uns einen guten Vorgeschmack auf das gegeben, was uns noch erwartet.

Die erste tolle Aussicht vom Pfaffenfelsen

Hinter Büttelwoog wird es dann aber, zumindest bei dem Wetter, wieder richtig heftig. Am Schillerfelsen steigen wir aufwärts. Am Schwalbenfelsen erwartet uns dann auch gleich wieder die nächste spektakuläre Aussicht. Was uns unterwegs irritiert, sind die großen schwarzen Kästen mit den Holzpflöcken davor. Später wird uns klar, dass hier mit Pfeil und Bogen geschossen wird.

Blick am Schillerfelsen vorbei
Da muss man durch!

Nun wanderen wir auf einem etwas breiterem Weg zum Elwetritschfelsen. Für uns als Auswärtige ist es ein Problem, all die ganzen Felsen auseinander zu halten. Aber zum Glück sind sie alle beschildert, so wie auch der ganze Weg vorbildlich markiert ist. Was wir aber jetzt  auch bemerken ist, dass unser Zeitplan ganz schön aus dem Ruder gelaufen ist. Diese 12 km sind viel länger als wir ursprünglich dachten. So beeilen wir uns hinunter ins Moosbachtal zu kommen und machen auch an der wunderschönen Dahner Hütte des Pfälzerwaldvereines keine Rast. Obwohl es sehr verlockend erscheint.

Leider keine Zeit für eine Rast an der Dahner Hütte
Im idyllischen Moosbachtal

Auf einem etwas breiteren Weg geht es nun durch das Tal. Radfahrer kommen uns entgegen. Aber dann nehmen wir den schmalen Pfad der bergauf zum Hirschfelsen führt. Wir queren noch einige andere Felsen und kommen dann über einen schmalen Pfad zum Rothsteigbrunnen. Dieser kommt uns gerade recht um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Denn bei dieser Hitze haben wir ganz schön Flüssigkeit verbraucht. Das Wasser des Brunnens ist herrlich kühl und frisch. Stunden später schwärmen wir noch davon.

Der Rothsteigbrunnen bietet eine willkommene Erfrischung

Zumal ja auch die Anstrengung nicht geringer wird. Ok, im Tal entlang Richtung Dahn wandern wir leichter, aber dann geht es hinauf zum Büttelfels. Eine Leiter verführt uns zum Aufsteigen und wir  genießen die Aussicht auf den Lämmerfelsen durch ein Loch in der Felswand. Den Büttelfels durchqueren wir schließlich durch ein anderes Loch und nun geht es zum eben schon bewunderten Lämmerfelsen. Hier sind bereits einige Kletterer am Werk denen wir ein wenig zuschauen aber natürlich auch hier nochmal die Aussicht genießen. Der Lämmerfels ist eine meterlange Felswand, eine der schönsten Felsformationen im Dahner Felsenland.

Das Loch im Büttelfels
Es bietet eine tolle Aussicht…
…auf den Lämmerfelsen

Wir verweilen wieder nicht allzu lange…  ihr wisst schon, die Zeit drängt, denn in unserem Hotel gibt es nur  bis 19:3o Uhr Abendessen. Aber da kommt ja auch schon Dahn in Sicht, dann haben wir es ja gleich geschafft. Links herum würde es schneller gehen aber dann hätten wir die Aussicht vom Wachtfelsen verpasst. Und so steigen wir auch noch die Treppen zu diesem markanten Felsen empor. Erschöpft aber sehr glücklich über dieses gelungene Wandererlebnis erreichen wir danach schließlich unser Auto.

Am Lämmerfelsen
Aufstieg zum Wachtfelsen

Unser Fazit: Der Dahner Felsenpfad bekommt von uns aufgrund der herrlichen Landschaft und der gelungenen Wegführung die Höchstwertung „Outdoorsuchtfaktor 5 Sterne“! Ein echtes Erlebnis! Der Felsenpfad ist zwar „nur“ zwölf Kilometer lang, aber diese 12 Kilometer haben es in sich und bieten Felsformationen und Ausblicke „en masse“. Wir haben den Weg in knapp sechs Stunden erwandert. Sicherlich hat uns die Hitze gebremst. Dafür hätten wir uns gerne noch mehr Zeit genommen um alles ausgiebig zu genießen. Man sollte sich also einen ganzen Tag dafür freihalten und es langsam angehen lassen.

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4 Kommentare

  1. Meine Freunde haben vorgeschlagen, in den Sommerferien das Dahner Felsenland für 2 Wochen unsicher zu machen. Jetzt lese ich deinen Beitrag noch mal und sehe auch meinen Kommentar von damals dazu. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie tue ich mich auf einmal mit dem Gedanken schwer. Vielleicht kannst du mir die Gegend ja doch wieder schmackhaft machen.

    Liebe Grüße
    Silvana

  2. Tolle Eindrücke in Bild und Wort hast du vom Dahner Felsenpfad mitgebracht, Jörg. Das Dahner Felsenland ist ja zur Zeit in aller Munde. Irgendwann werde ich mir das auch mal mit Cabo vornehmen. Respekt für eure Leistung bei den Temperaturen!

    Viele Grüße
    Silvana

    1. Danke für den Kommentar Silvana. Ja, das Dahner Felsenland ist aber auch beeindruckend! Solltet Ihr Euch echt mal antun… Liebe Grüße!

      Jörg

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