Schönheiten Nordrumäniens – der Toaca im Ceahlău-Massiv

Auch am siebten Tag unserer Tour durch die Karpaten ging es hoch hinaus. Diesmal war der Vârful (Gipfel) Toaca im Ceahlău Massiv unser Ziel. Dafür starten wir früh morgens in Durau (840 m über NN). Dieses kleine Dörfchen ist beliebte touristische Basis und so sind wir beim Aufstieg nicht alleine. Dafür haben es die Steigungen natürlich wieder in sich.

In Durau geht es los
Die Cabana Fantanele ist bald erreicht
Unser Ziel vor Augen

Durch den Wald wandern wir hinauf zur Cabana (Hütte) Fantanele auf 1220 m Höhe.  Hier versorgen wir uns mit dem nötigsten für den Aufstieg zum Toaca, also hauptsächlich mit Flüssigkeit (ok, das eine oder andere Bier ist auch dabei). Gut gelaunt geht es weiter. Schon bald wird der Wald etwas lichter und schon wie an der Cabana eröffnen sich uns tolle Aussichten. Wir genießen den Blick auf den Cununa Zimbrului, den „Kranz des Wisents“ (sorry, ich habe keine bessere Übersetzung gefunden).

Alles gut ausgeschildert
Am „Kranz der Wisente“

Nun geht es weiter dem Gipfel des Toaca entgegen. Dabei umrunden wir fast den Panaghia-Felsen um den sich wie auch um den Kranz der Wisents Legenden ranken. Auf jeden Fall sehr imposant. Schließlich schlagen wir einen felsigen Weg steil hinauf ein, der uns bis zur Wetterstation auf dem Toaca (1904 m) führt. Nicht ganz einfach, aber es schaffen tatsächlich auch Kinder in Leinen-Schühchen hier herauf. Der Toaca ist der zweithöchste Berg des Ceahlău Massivs.

Der Panaghia Felsen
Hier geht es hoch hinauf
Oben angekommen

Oben angekommen ist es Zeit für eine lange Pause. Ich erfreue mich an der Aussicht und an dem Radler welches ich auf der Cabana Fantanele gekauft habe. Es gibt einfach kein schöneres Gefühl als ganz oben auf einem Berg anzukommen. Und beim Abstieg gibt es ja diesmal noch ein paar Highlights zu sehen.

Schöner Platz zum pausieren, aber irgendwann muss man wieder hinunter

Da wäre zunächst einmal die Cabana Dochia. Hier gönne ich mir einen Kaffee. Dochia ist auch gleichzeitig der Name eines nahen Felsens über den sich die Legende von Baba Dochia erzählt wird. Von der Cabana gehen wir noch ein Stück hinüber zum Kloster „Schimbarea la Faţă“. Wie andere Krichen in Rumänien auch wirkt die kleine Klosterkirche durch ihre Holzvertäfelung sehr warm und angenehm. Hier oben am Berg bestimmt auch angenehm für die Mönche.

Pause an der Cabana Dochia
Kloster „Schimbarea la Faţă“

Noch eine Felsformation tut sich vor uns auf: der Badeplatz des Adlers. Und Beeren gibt es hier jede Menge. Wir setzen unseren Weg durch die Beeren weiter fort und erreichen schließlich einen Wald in dem es dann sehr sehr steil bergab geht. Nach einigen Kilometern dann die nächste Sehenswürdigkeit: der Duritoarea Wasserfall. Der Wasserfall liegt auf 1250 m Höhe.

Links der „Badeplatz des Adlers“, rechts oben der Toaca, im Vordergrund das Kloster
Beeindruckende Felsformationen
Ein Paradies für Beerenfans
der Duritoarea Wasserfall

Bis nach Durau geht es mal bergauf aber überwiegend bergab durch den Wald. Dort angekommen liegen insgesamt ca. 1250 Meter Auf- und Abstieg hinter uns. Ich freue mich sehr aufs Abendessen.

Durau ist wieder erreicht

Und dank „Thiede-Pictures“ gibt es auch wieder ein schönes Video:

Fazit: Eine tolle Tour die sehr viel Spaß gemacht hat und die einige Highlights zu bieten hat. Dementsprechende eigentlich schon kein „Geheimtipp“ mehr, es war doch einiges los unterwegs. Deshalb vergebe ich den Outdoorsuchtfaktor 4 Sterne. Eine schöne Karte der Region mit Wanderwegen habe ich auf www.dana.acvaria.com gefunden. Ich habe die Reise bei adventureslovakia gebucht, unser Reiseleiter Fedor hat sich um alles gekümmert. Einfach hinterher wandern und genießen. Wer mehr über Land und Leute erfahren möchte, dem empfehle ich den Reiseführer Siebenbürgen. Außerdem gibt es in der folgenden Diashow noch weitere Bildchen.

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