Das etwas “ausgefallene” Training am Wasgau-Felsenweg

Eigentlich war der Tag ja als Training für den Oxfam-Trailwalker Deutschland gedacht. Diese 100k Marathonwanderung durch den Spessart ist ja nun, wie Ihr schon auf meiner Seite gelesen habt, ausgefallen. Aber wir waren uns einig, dass sich unser “Wrightsock-Team” wenigstens dieses eine Mal zum wandern trifft.  Training? Nein, es sollte ein gemütlicher Spaziergang werden. So hatten wir jedenfalls vorher ausgemacht.

Blick von der Burgruine Lindelbrunn – im Vordergrund der Cramerhof

Unser Teammitglied Jeanette (Wanderscha) hatte leider kurzfristig absagen müssen. Schade, dass Du nicht dabei sein konntest Jeanette! So bestand unser Team noch aus den Supportern Günter und Fabian, Daniela und mir. Übernachtet hatten wir im Cramerhaus und leider gab es dort vor 08:30 kein Frühstück. Am Abend vorher hatten die ganz Wandersüchtigen unter uns ausgemacht, uns noch vor dem Frühstück die Burgruine Lindelbrunn anzuschauen um dort den “Sonnenaufgang” zu erleben. Und so stapften wir dann unter fachmännischer Führung der Wanderreporterin Daniela den Berg hinauf. Schöne mystische Aussichten gab es, die Sonne ließ sich aber nicht blicken.

Nichts zu sehen vom Sonnenaufgang
Dafür mystischer Nebel
Die Burgruine Lindelbrunn
Jetzt geht es erstmal wieder hinunter zum Frühstücken

Aber jetzt erstmal in Ruhe frühstücken. Pünktlich um 08:30 Uhr öffnet sich die Tür zum Frühstücksraum. Was fehlt, sind die Brötchen. Der Bäcker hatte sie doch tatsächlich einfach vergessen. Na ja, so sitzen wir da und quatschen, die Brötchen kommen auch irgendwann und wir haben gar keine Eile. Doch plötzlich steht ein voll bepackter, hoch motivierter Wandersmann vor uns und fragt, ob wir etwas mit dem Oxfam-Training zu tun haben!  Und draußen steht, ebenfalls hoch motiviert, sein Team “Walk 4 World”.  Tja, was nun… natürlich: wir trainieren!

Lindelbrunn ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen
Wir suchen uns den Wasgau-Felsenweg aus (FW)

Und so machen wir uns dann auf den Wasgau-Felsenweg. Wir gehen den Weg von Lindelbrunn nach Vorderweidenthal hinunter, also im Uhrzeigersinn. Das Team “Walk 4 World” ist eine lustige, muntere Truppe! Wandern ist schon toll, da kommt man gleich mit jedem ins Gespräch, hat viele gemeinsame Themen. Und so vergeht die Zeit wie im Flug. Bergab ging ganz gut aber nun geht es steil bergauf zum Puhlstein. Das nächste Highlight ist dann der Löffelberg zu dem wir wieder steil bergauf steigen müssen. Schließlich gelangen wir zur Bühlhofschänke. Dort kehren wir ein und stärken uns.

Steinmännchen

Nach der Pause geht es weiter den Wasgau Felsenweg entlang. Das Wetter kann man mittlerweile sogar als gut bezeichnen und ab und an zeigt sich die Sonne kurz am Himmel. Kurz hinterm Schindberg ein Wegweiser – Hühnerstein – das ist der mit der tollen Leiter. Da war ich im letzten Urlaub schon mal, als meine Frau und ich den Hauensteiner Schusterpfad gegangen sind. Die Jungs (und das Mädel) von Walk 4 World sind noch unternehmungslustig und so entschließen wir uns den kurzen aber heftigen Abstecher zu machen.

Die Bühlhofschänke

Und es lohnt sich, alleine schon wegen des Erlebnisses diese Leiter zu bezwingen. Oben auf dem Felsen wird man mit einer tollen Aussicht belohnt. Den gleichen Weg geht es im Anschluss wieder zurück zum Abzweig. Über Oberschlettenbach erreichen wir dann wieder die Burgruine Lindelbrunn… und na ja, weil die Walk 4 World – Truppe da heute morgen noch nicht dort oben waren, geht es natürlich nochmal hinauf. Jetzt dürften wir so knapp 30 km und um die 1100 Höhenmeter in den Knochen haben und Ermüdungserscheinungen machen sich bemerkbar. Es geht schon ganz schön auf und ab im Pfälzer Wald.

Stairway to heaven! Da geht es hinauf
Die Wanderung endet, wo sie begonnen hat… wieder an der Burgruine

Und so fallen wir hungrig und durstig ins Cramerhaus ein. Genießen pfälzische Spezialitäten und gepflegtes Bier. Das Cramerhaus ist auch eine gute Übernachtungsempfehlung. Ruhig, idyllisch und ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Und auch den Wasgau-Felsenweg empfehle ich gerne weiter. Ein etwas “ausgefallenes” Training, welches richtig  Spaß gemacht hat. Viele Grüße an alle, die dabei waren!  Und vielen Dank an Wrightsock für die Einladung! Einmal mehr haben mich Eure Socken überzeugt… mit den Füßen hatte ich gar keine Probleme.

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