Rheinsteig Etappe 11 – Lahnstein bis Braubach

Vor ein paar Tagen haben wir es endlich mal wieder geschafft am Rheinsteig zu wandern. Ausgesucht haben wir uns die Etappe von Niederlahnstein bis Braubach. Für das Auto findet man hinter dem Bahnhof von Niederlahnstein leicht einen kostenlosen Parkplatz und von Braubach verkehren Busse und Bahnen regelmäßig zurück nach Niederlahnstein. Wir hatten am Ende sogar noch so viel „Wanderlust“ übrig, dass wir von Braubach nach Niederlahnstein den Rhein entlang zurück gelaufen sind.

Der Rheinsteig war heute unser Ziel

Vom Bahnhof Niederlahnstein folgen wir den gelben RS-Zubringerschildern. Dabei geht es nach kurzer Zeit ziemlich steil bergauf. Schon bald haben wir einen schönen Blick auf die Burg Lahneck. Noch ein Stückchen weiter durch den Ort und dann erreichen wir den Rheinsteig. Ab jetzt werden wir von den blauen RS-Schildern begleitet.

Burg Lahneck
Blick vom Friedlandblick – Burg Lahneck und Kloster Allerheiligenberg

Wir wandern ein Stückchen durch den Wald und biegen dann rechts ab in Richtung Friedlandblick. Wie immer: wo eine Relaxliege steht, müssen wir sie natürich ausprobieren. Wir lassen den Blick in die Ferne schweifen. Dort sehen wir wieder die Burg Lahneck und auch das Kloster Allerheiligenberg. Und natülrich.. nein, nicht den Rhein sondern die Lahn! Im ersten Teil der Etappe kommt es einem eher so vor, als ob man auf einem „Lahnsteig“ unterwegs wäre. Aber egal… denn wir lieben natürlich auch die Lahn.

Weiter geht es oberhalb der Lahn duch den Wald und schließlich erreichen wir die Schutzhütte am oberen Zugang zur Ruppertsklamm. Ein schöner Platz um unsere Brote auszupacken. Nach einer kurzen Pause geht es die Klamm hinab. Die haben wir jetzt schon mehrfach erwandert und sind immer wieder begeistert. Gut, dass es hier Halteseile gibt. Es ist zwar heute trocken aber bei etwas feuchterem Wetter geht es nicht ohne.

Der obere Zugang zur Ruppertsklamm
Nun wird es wildromantisch
Gut gesichert

Am Fuße der Ruppertsklamm müssen wir leider ein Stück der Straße entlang laufen, bis wir dann diese überqueren und der Lahn entlang zurück in Richtung Campingplatz Wolfsmühlen wandern. Das kleine Restaurant „zum Schleusenhäuschen“ sieht sehr einladend aus, kann aber von uns nicht getestet werden, da es wegen Ruhetag geschlossen ist (immer Montags).

Leider geht es am Fuße der Ruppertsklamm ein Stück der Straße entlang
An der Lahn
Einladend aber leider Ruhetag (Montags)
Und noch ein Blick auf die Lahn und Kloster Allerheiligenberg

Nun folgt ein anstrengender und fordernder Abschnitt der Strecke. Denn es geht wieder steil hinauf zum Kurpark Lahnhöhe.  Schon lange hatten wir uns über die riesigen Gebäudekomplexe hoch über der Lahn gewundert. Nun die Auflösung: Ein Hotel und Kliniken. Hinter den Kliniken geht es hinunter in die „Aspich-Klamm“. Weit weniger spektakulär als die Ruppertsklamm aber der Weg ist idyllisch.

Blick von den Lahnhöhen
Blick Richtung Niederlahnstein

Schließlich durchqueren wir noch eine kleine Ortschaft und es geht schon wieder steil bergauf. Der Abstieg den Fladenberg hinunter sieht wegen der Sicherung gefährlicher aus als er eigentlich ist. Aber nun sehen wir auch mal den Rhein wieder!

Der Rhein in Sicht
Gut gesicherter Abstieg am Fladenberg
Keine Angst, sieht gefährlicher aus als es ist
Und natürlich geht es auch immer mal wieder bergauf

Wir wandern wieder durch den Wald bergauf, biegen rechts in Richtung Braubach ab und plötzlich taucht die Marksburg in unserem Blickfeld auf. Die Marksburg ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Höhenburg und die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein. Wir genießen eine kurze Rast in der Sonne und dann geht es hinunter zum Rhein… nach Braubach.

Die Marksburg taucht auf
Romantischer Rhein 😉
Und auch Braubach ist zu sehen

In Braubach genehmigen wir uns Kaffee und Kuchen. Sollen wir nun, wie empfohlen, mit Bus oder Bahn nach Niederlahnstein zurück fahren? Die Sonne scheint so schön. Wir schauen auf unser GPS.. rund 6,5 Kilometer Fußweg den Rhein entlang wären es. Und so entschließen wir uns, diese 6,5 Kilometer noch auf die schon absolvierten gut 15 km der Rheinsteigetappe drauf zu packen.

Kurz vor Braubach
Gleich sind wir da!
Etappenziel Braubach

Fazit: Den Rheinsteig sind wir nun insgesamt von Bonn bis Braubach gelaufen. Neben den Etappen im Siebengebirge, welche uns auch sehr gut gefallen haben, war dieser sehr abwechslungsreiche Abschnitt eine der schönsten Etappen. Waldpassagen, Panoramablicke, durch Ortschaften… dann natürlich noch die Durchquerung der Ruppertsklamm und das Finale grandioso mit dem sagenhaften Blick auf die Marksburg – wir vergeben Outdoorsucht-Faktor 4 Sterne!

 

P.S.: Diese und alle übrigen von uns erwanderten Etappen des Rheinsteiges findet Ihr, mit Zusatzinformationen für Geocacher, auch in unserem Geocaching-Teamblog unter dem Label Rheinsteig.