Auszeit mit Kellerführung in Oppenheim

Am vergangenen Freitag haben wir uns mal eine kleine Auszeit im rheinland-pfälzischen Oppenheim genommen. Diese kleine Stadt liegt im Landkreis Mainz-Bingen und gehört zum malerischen Rheinhessen. Wir waren auf der Durchreise, das Wetter super und wir wollten uns noch ein wenig die Zeit vertreiben. Das Kellerlabyrinth Oppenheim war uns von Bekannten empfohlen worden.

Die Skyline von Oppenheim

Schon morgens hatten wir versucht telefonisch eine dieser mittlerweile sehr bekannten Kellerführungen zu bekommen, doch es war noch nicht klar, ob an diesem Tag überhaupt eine Führung stattfinden würde. Aber schau´n wir mal. Als waschechte Touris folgen wir der Beschilderung Richtung Zentralparkplatz und parken auch auf diesem. Später bemerken wir, dass es ein paar Meter weiter gegenüber des Friedhofes ein paar kostenlose und freie Parkplätze gegeben hätte. Aber egal, am Ende sind es nur 3,50 Euro, die wir berappen müssen.

Der Frühling lässt grüßen
Malerische Straßen und Gassen

Als allererstes suchen wir die Touristinfo auf um uns zu erkundigen, ob sich inzwischen weitere Besucher für die Kellerführung angemeldet haben. Leider sind wir immer noch die einzigen beiden Interessenten und für zwei Mann lohnt sich das natürlich nicht. Aber wir bekommen ein paar gute Tipps zur Stadtbesichtigung und zum Wandern. Die erste Empfehlung ist die Katherinenkirche die uns dann auch sehr gut gefällt.

Katerinenkirche

Hinter der Katherinenkirche gibt es das Oppenheimer Beinhaus zu bestaunen in dem sich die Gebeine von 20.000 Oppenheimer Bürgern und Bürgerinnen stapeln. Damit ist dieses Beinhaus das größte in Deutschland. Wir verlassen diesen etwas gruseligen Ort und schnuppern an den Pflanzen im Kräutergarten. Spätestens jetzt ist es eine kleine Auszeit vom Alltag. Es ist Frühling eingekehrt. Und plötzlich meldet sich mein Smartphone. Es haben sich noch weitere Besucher für die Kellerführung gefunden, so dass diese um 15:00 stattfinden kann.

Das Beinhaus – schon ein wenig gruselig

Fast bedauern wir es ein wenig, bei diesem herrlichen Wetter nachher in die Keller hinabsteigen zu müssen. Aber wenn man schon mal hier ist… Aber vorher schlendern wir noch hinauf zur Burgruine Landskron von wo aus wir einen imposanten Blick über die Rheinebene und in den gegenüber liegenden Odenwald haben. Super!

Die Burgruine Landskron

Doch nun ruft die Kellerführung. Das Oppenheimer Kellerlabyrinth lässt den Besucher in 1000 Jahre Stadtgeschichte eintauchen. Rund um den Marktplatz sind mittlerweile circa 600 Meter Kellergänge in zwei unterschiedlichen Gänge- und Kellersystemen touristisch erschlossen. Wir entscheiden uns für Labyrinth 1, die etwas bequemere Variante, aber auch hier bekommen wir als allererstes einen Helm verpasst.  Und das ist auch gut so, denn im Mittelalter waren auch die Oppenheimer Bürger nicht unbedingt groß, so dass man in den Kellergängen teilweise nicht aufrecht stehen kann.

Auf geht´s abwärts in die Keller
600 Meter sind touristisch erschlossen
Beeindruckend

Wir erfahren vieles über die frühere Nutzung der Keller, über das schwere Leben der Oppenheimer Bürger im Mittelalter, über riesige Löcher in Oppenheims Straßen in der jüngsten Vergangenheit und noch vieles mehr. So vergeht die Stunde wie im Flug und wir erblicken das immer noch vor Sonne strahlende Tageslicht. Unseren kleinen Besuch lassen wir bei einem Cappuccino auf dem Marktplatz ausklingen. Sicherlich bietet die Stadt auch ansonsten einiges an kulinarischen Genüssen aber wir müssen uns schweren Herzens trennen und unsere Reise fortsetzen.

Informationen:

Oppenheim (offizieller Internetauftritt der Stadt)

Oppenheim (Wikipedia)

Die unterirdische Stadt Oppenheim (Buchempfehlung –  Amazon-Partnerlink)

Rheinterassenweg (Wandertipp)