Malerweg Etappe 3 – von Hohnstein nach Altendorf

Am Dienstag morgen starteten wir direkt an unserem Hotel in Hohnstein. Wir hatten uns eine Menge vorgenommen. Denn an die dritte Etappe des Malerweges wollten wir gleich einen großen Teil der vierten Etappe mit anhängen. Und später haben wir dann überlegt, diesen Plan doch zu verwerfen. Warum? Lest selbst:

Beschilderung Malerweg – leider gibt es auch hier Schmierfinken und Spaßvögel

Im offiziellen Wanderguide ist Etappe 3 mit 11,7 km angegeben und damit eine der kürzesten Etappen. Es sollte also doch eigentlich kein Problem sein, kurz nach dem Mittag am Etappenziel Altendorf anzukommen, oder? Vom Hotel aus gehen wir einen schmalen Pfad in Richtung Tal hinunter. Hier beginnt die Etappe dann offiziell. Und das gleich mit einem Highlight. Denn die Gautschgrotte beeindruckt uns sehr. Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und die paar Meter vom Malerweg abweichen. Dafür befindet man sich plötzlich in einer ganz anderen Welt. Ich sag nur: wild-romantisch!

Viel zu bestaunen – auf dem Weg zur Gautschgrotte

Aber der Malerweg an sich ist natürlich auch eine Show. Durch den Wald geht es auf dem Brandweg der Brandscheibe entgegen. Hier befindet sich neben der imposanten Aussicht noch ein urgemütliches Ausflugslokal. Für die Pause ist es uns allerdings wieder einmal noch zu früh. So genießen wir den Blick auf die Tafelberge jenseits der Elbe. Die Festung Königsstein können wir erkennen. Und auch auf Wehlen können wir einen Blick zurück werfen. Gigantisch!

Die Brandscheibe

Hinter der Brandscheibe geht es nun auf Treppen steil bergab. Ein toller Abschnitt des Weges. Unten angekommen müssen wir allerdings ein Stück der zum Glück wenig befahrenen Schandauer Straße entlang gehen. Und nun geht es wohl steil bergauf nach Waitzdorf – 50 min steht am Abzweig geschrieben. Ein wenig graut uns davor, allerdings sind wir in 20 min oben. Die Beschilderung: wenn es einen Kritikpunkt am Malerweg gibt, dann ist es die Beschilderung. Von Kilometerangaben hält man nichts und die Zeitangaben haben wir mal weit über- aber auch manchmal weit unterschritten. So fällt die Kalkulation recht schwer. Dazu kommt, dass die Entfernungsangaben mal auf den Malerweg, mal auf andere Wanderwege bezogen sind, die Schilder aber zumeist gleich aussehen.

Die Brandstufen hinunter ins Tal

Hinter Waitzdorf genießen wir noch die „Waitzdorfer“ Aussicht. Dann wandern wir über den Mühlweg bis zur Ortschaft Kohlmühle. Der Kilometerzähler hat schon längst die 12 km überschritten und uns wird langsam aber sicher klar, dass wir uns sehr sputen müssen um unser Tagesziel am Beuthenfall im Kirnitzschtal zu erreichen. Denn bis Altendorf ist es auch noch mal ein ganz schönes Stück.

Waitzdorfer Aussicht

Kurz nach zwei sind wir dann dort. Das hat länger gedauert als wir ursprünglich dachten. Wir machen Pause und beratschlagen uns. Gehen wir die Kirnitzsch entlang bis zu den Wasserfällen? Aber dann würden wir einen großen Teil des Malerweges abkürzen und uns würden die Schrammsteine entgehen. Also nein, wir ziehen durch und beginnen die vierte Etappe. Kurz nach 19:00 Uhr werden wir dann unser Ziel erreicht  haben… aber dazu später mehr. Fortsetzung folgt!

Fazit: Die dritte Etappe ist nicht ganz so spektakulär wie die beiden Vorgänger. Aber sie bietet doch einige Highlights. Wenn wir da so an die Gautschgrotte und die Brandscheibe zurück denken. Damit hat sie sich knapp den Outdoorsuchtfaktor „4 Sterne“ verdient. Fantastisch!

Übernachtet haben wir übrigens im Hotel Weißer Hirsch in Hohnstein! Hier wird eine Wanderpauschale angeboten, bei der man jeden Morgen zum Start gebracht und Abends am Ziel der Etappe abgeholt wird. Sehr praktisch!

Ihr wollt bewegte Bilder sehen? Aber gerne… ein kleines Video habe ich im Anschluss auch noch für Euch. Weitere Videos findet Ihr im Outdoor-Kino!




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