Clermont-Ferrand… Vercingetorix, Volvic und Vulkane

Clermont-Ferrand ist eng verbunden mit seinen Vulkanen und dem französischen Nationalhelden Vercingetorix. Asterix-Fans wissen Bescheid: Was für die Deutschen Hermann der Cherusker, ist für die Franzosen der keltische Arvernerfürst Vercingetorix. Vercingetorix wurde 82. v. Chr. in Gergovia, der damaligen Hauptstadt des Arvernerreiches und Ursprung der heutigen Auvergne, geboren. Gergovia lag beim heutigen Gergovie, einem kleinen Ort in der Nähe von Clermont-Ferrand. Im Jahre 52 v. Chr. versuchte Julius Cäsar in der Schlacht von Gergovia Vercingetorix zu schlagen und die Hauptstadt der Arverner einzunehmen… erfolglos und unter erheblichen Verlusten.

Vercingetorix – französischer Nationalheld

Clermont-Ferrand

Heute ist Clermont-Ferrand, das früher übrigens auch mal Arvernis hieß, die Hauptstadt des französischen Départements „Puy de Dôme“ in der Region „Auvergne-Rhônes-Alpes“. Und beim Denkmal für den oben erwähnten Vercingetorix treffen wir Jérôme, unseren Stadtführer. Jérôme spricht fließend Englisch und wir erfahren, dass der Name Clermont (früher Clairmont) von den hell gebauten Fassaden der Stadt abgeleitet wurde. Clermont-Ferrand war als Bischofssitz durchaus reich und bedeutend und das wollte man auch nach außen hin kund tun.

Notre-Dame-de-l´Assomption

Zwei doch recht unterschiedliche Kirchen muss man sich auf jeden Fall anschauen, wenn man in Clermont-Ferrand ist: die romanische Basilika Notre-Dame du Port und die gotische Kathedrale Notre-Dame-de-l’Assomption. Beeindruckend… aber auch die kleinen Gässchen der Altstadt können sich sehen lassen. Cafés, Metzgereien, Käsehändler, die Markthalle – da läuft einem das Wasser im Munde zusammen.

Notre-Dame du Port

Puy de Dôme

Überragt wird Clermont-Ferrand vom erloschenen Vulkan Puy de Dôme. Den kann man zu Fuß erwandern, was ich auch gerne gemacht hätte. Aber aus Zeitgründen und weil das Wetter nicht so optimal war (um nicht zu sagen besch…), haben wir die Zahnradbahn genommen die alle 40 Minuten zum Gipfel startet. War Vercingetorix bei Gergovia noch erfolgreich so musste er sich dann bei Alesia doch geschlagen geben.

„Alesia? Ich kenne kein Alesia! Ich weiß nicht, wo Alesia liegt! Niemand weiß, wo Alesia liegt!“(Zitat Majestix im Comic „Asterix und der Avernerschild“)

Der Puy de Dôme

Und so kam es, dass die Arverner sich doch den Römern ergeben mussten. Zu Ehren des Gottes Merkur bauten diese im ersten Jahrhundert auf dem Gipfel des Puy de Dôme einen Tempel. Dessen gefundenen Überreste sind heute teilweise restauriert. Daneben gibt es ein hoch interessantes Infozentrum.

Der Tempel des Merkur (teilweise restauriert)

Der Puy de Dôme bietet sich natürlich auch hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Vulkankette des Zentralmassivs an. Schon bald hat man einen tollen Blick auf den Puy du Pariou dessen Anblick wohl vor allem durch das Etikett des berühmten Volvic-Wassers bekannt geworden ist.

Vulcania

Jetzt sind wir auf die Vulkane neugierig  geworden und statten noch dem Themenpark Vulcania einen Besuch ab. Wir beginnen mit dem Rundweg auf den „Spuren der Dinosaurier“. Auge in Auge mit Tyrannosaurus und Co. Für Kinder ganz bestimmt ein besonderes Erlebnis. Am „Geysir“ spielen auch Erwachsene gerne. Mit den Knöpfen des Schaltpults kann man hier die Wasserspiele „dirigieren“. Mit einem Ballon kann man 150 m in die Höhe steigen. Und danach geht es hinab in den 38 m tiefen Krater mit dem goldenen Kegel, dem Aushängeschild des Parkes.

Vulcania

Auf zwei Ebenen kann man dort zahlreiche Attraktionen genießen, darunter 5D-Filme, interaktive Ausstellungen und noch viel mehr.  Mit dem U-Boot erkundet man die Vulkane am Meeresgrund und bekommt als „Expeditionsmitglied“ das Erwachen der Vulkane hautnah mit. Durchaus möglich, dass dies irgendwann passiert, ich möchte aber ehrlich gesagt lieber nicht dabei sein.

Packende „5D-Filme“

Im Sommer gelten verlängerte Öffnungszeiten. So kann man den Zauber von „Vulcania by night“ genießen und Abendshows mit Straßentheater, Drachenparaden und Sonderveranstaltungen erleben die dann mit einem 20 minütigem Feuerwerk enden. „Um alle Attraktionen von Vulcania zu besichtigen reicht ein ganzer Tag kaum aus!“ heißt es auf der offiziellen Webseite des Parkes – und nach meinen Eindrücken glaube ich das gerne.

Imposante Architektur

Outdoor Blogger Codex Siegel

Diese Reise fand auf Einladung von Atout France und den Tourismusregionen  statt. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung aber in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikel, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.


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