Malerweg Etappe 6 – über die Elbe und Tafelberge nach Gohrisch

Die ersten Meter der 6. Etappe des Malerweges wurden wir ganz bequem befördert. Mit der Fähre „Lena“ ging es bei Schmilka über die Elbe. Der Käpt´n entließ uns dann mit scherzhaften Worten, irgendwie etwas mit „tausende Stufen aber tolle Aussicht“, und wünschte uns viel Spaß beim Wandern.

Mit der Fähre Lena über die Elbe

Kurz darauf wissen wir, was er meinte. Wir stapfen die Treppenstufen und Pfade steil bergauf und kommen direkt schon mal ins Schwitzen. Und unser Käpt´n hatte recht. Denn kurz vor Schöna lohnt sich der kurze Abstecher auf die Kaiserkrone. Schon hier zeigt sich eine Besonderheit des Malerwegs. Während wir auf den ersten Etappen sehen konnten, was auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe noch vor uns liegt, können wir jetzt sehen, was wir schon alles erwandert haben. Von der Kaiserkrone haben wir eine tolle Aussicht auf die Schrammsteine, auf Schmilka und auf den großen Winterberg.

Gipfelstürmer – auf der Kaiserkrone

Hier könnte man noch ewig schauen…. herrlich! Doch dann reißen wir uns schweren Herzens los und wandern weiter nach Schöna. Ein idyllisches Örtchen mit einer „historischen“ Shell-Tankstelle und einem kleinen Heimatmuseum. Aber hier haben wir auch kleinere Probleme weil die Ausschilderung dem von uns herunter geladenen Track widerspricht. Wir entschließen uns, der Ausschilderung zu folgen. Diese führt uns oberhalb des Dorfes entlang.

„Historische“ Shell-Tankstelle in Schöna

Auf dem Caspar-David-Friedrich-Rundweg kommen wir dann zum Wolfsberg. Im dortigen Restaurant holen wir uns unseren Etappenstempel. Die Stempelei macht Spaß. Wenn man so sieht, wie sich das DIN-A5 Blättchen nach und nach füllt ist das schon eine echte Motivationshilfe. Weiter geht es nach Reinhardtsdorf und immer wieder fällt unser Blick auf die Schrammsteine in der Ferne. In Reihnhardsdorf gehen wir an der schönen Dorfkirche vorbei und dann weiter über den Krippenberg.

Immer wieder tolle Ausblicke auf die Schrammsteine

An der Liethenmühle hätten wir gerne eine Pause eingelegt aber der Biergarten ist bereits brechend voll. So gehen wir an ihr vorbei und verlassen die kleine Ortschaft. Kleinhennersdorf umgehen wir westlich. Kurz vor den Wildgehegen sehen wir den Wegweiser zum Kleinhennersdorfer Stein mit seinen Höhlen. Sollen wir oder sollen wir nicht? Ja, wir sollen und den Besuch dieser gigantischen Höhlen möchten wir gerne weiterempfehlen.

Echt urig – die Kleinhennersdorfer Höhlen

Von den Kleinhennersdorfer Steinen führt eine kleine Abkürzung zurück auf den Malerweg. Aber Doris und ich sind wie immer ehrgeizig. Wir wollen keinen cm des Malerweges verpassen und so wandern wir zurück zum Wegweiser an dem wir vorhin den Malerweg verlassen haben.

So wandern wir um den Köhler Hübel (kein Tippfehler, es heißt nicht Hügel) herum, an den Wildgehegen vorbei wo wir schließlich die kleine Abkürzung zu den Kleinhennersdorfer Steinen von der anderen Seite her erreichen. Kleiner Tipp: von hier aus ist der Abstecher den man zu den sehenswerten Höhlen macht wesentlich kürzer.

Ausblick vom Köhler Hübel
Wildgehege – alle am pennen

Denn die Kraft hat man nun für den Anstieg über die Stufen zum Papststein bitter nötig. Dafür werden wir oben mit einer wunderschönen Aussicht und einem alkoholfreien Weizen in der Sonne belohnt. Herrlich, auf dem „Balkon“ des Hauses zu sitzen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.

Hinauf zum Papststein

Nach unserer etwas ausgiebigeren Pause geht es wieder Stufen herunter, wir queren einen Parkplatz und dann geht es abermals bergauf. Diesmal zum Gohrisch-Felsen, einem weiteren „Tafelberg“. Und das sind nochmal knapp 100 Höhenmeter… durch Felsspalten, über Holztreppen und Leitern. Oben angekommen dann ein Blick zurück zum Papststein. Wieder heißt es Felsen und Aussicht genießen bevor es dann hinunter und über den Muselweg in den Kurort Gohrisch zu wandern. Dort wartet unser Abholer Chris, den wir kurz vorher angerufen hatten.

Durch enge Felsspalten
Kurz vor dem Ziel noch ein Ausblick auf die morgige Etappe – Festung Königsstein

Fazit: Wieder eine sehr starke Malerwegetappe. Reich an Höhepunkten, das fängt schon mit der Überfahrt über die Elbe an. Tolle Felsen, die Kleinhennersdorfer Höhlen, die Stiege und Leitern. All das hat furchtbar  viel Spaß gemacht. Vielleicht waren es aber auch die tollen Blicke auf die andere Seite der Elbe die uns so begeistert haben. Wir vergeben  Outdoorsuchtfaktor „4 Sterne“. Eine fantastische Tour!

Übernachtet haben wir übrigens im Hotel Weißer Hirsch in Hohnstein! Hier wird eine Wanderpauschale angeboten, bei der man jeden Morgen zum Start gebracht und Abends am Ziel der Etappe abgeholt wird. Sehr praktisch!

Noch mehr Malerwegberichte? Die findet Ihr hier und auch im Blog vom HappyHiker! Ihr wollt bewegte Bilder sehen? Aber gerne… ein kleines Video habe ich im Anschluss auch noch für Euch. Weitere Videos findet Ihr im Outdoor-Kino!




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