Die Traumschleife Elfenlay im „Semi-Winter“

Ende Januar lockte uns kaltes aber sonniges Wetter auf die Traumschleife Elfenlay bei Boppard. Ich finde solches Wetter sehr reizvoll. Sieht eine Landschaft doch bei Schnee und Sonnenschein oft herrlich und ganz anders als im Sommer aus.

Traumschleife Elfenlay im „Semi-Winter“

In Boppard angekommen machen wir die Entdeckung, dass hier unten kein bzw. kaum Schnee mehr liegt. Im Verlaufe der Wanderung ändert sich das aber. Wir gehen die Schleife entgegen des Uhrzeigersinnes um nicht gleich am Anfang einen Mega-Anstieg zu haben. So geht es gemächlich bergauf, zunächst an der Hunsrückbahn entlang und mit Blick auf den Sessellift.

Gemächlich bergan

Die Hunsrückbahn wird uns noch ein paar mal begegnen. Die „steilste Eisenbahnstrecke Deutschlands“ sorgt für Fotomotive, so sind an einigen Punkten auf der Traumschleife Fahrpläne aufgehängt um die Züge abpassen zu können. Die Elfenlay gibt der Traumschleife den Namen, für uns ist sie schon das erste Highlight der Wanderung und begrüßt uns mit schöner Aussicht auf den Bopparder Hamm, eine imposante Rheinschleife.

Blick von der Elfenlay
Immer gut informiert

Von dort wandern wir wieder hinunter ins Mühltal. Das Wasser des Mühltalbaches ist zum Teil gefroren und unter dem Eis sieht und hört man das Wasser gurgeln. Schön! Im Mühltal kommen wir dann auch an der „Himmelsleiter“ vorbei. Da das Bild schon auf Facebook für Verwirrung gesorgt hat: Die Traumschleife führt NICHT ÜBER die Himmelsleiter. Wer mag, kann sich aber auch gerne mal die Stufen hinauf quälen.

Bizarr
Am Mühltalbach entlang
Die HImmelsleiter – die Traumschleife führt NICHT darüber

Für uns geht es jetzt aber auch wieder bergauf und zwar zum „Rauhen Berg“ wo wir zum ersten Mal oben erwähnten Fahrplan entdecken. Hier hat man einen Blick auf den Tunnel der Hunsrückbahn. Aber nicht nur deshalb ist die Aussicht von hier oben besonders schön. Wir machen ein wenig in der schon wärmenden Sonne Pause.

So langsam kommt doch etwas Winterstimmung auf
Wo die Sonne hinkommt ist allerdings kein Schnee mehr
Fahrplan mitten mitten im Wald?

Durch den Stadtwald geht es hinauf zu Liesenfelds Hütte. Schnee! Winter! Sonnenschein… das ist herrlich und so wie wir es uns erhofft hatten. Wir genießen ein wenig die Aussicht und stapfen durch den doch noch recht hohen Schnee weiter. An der Quelle des Kalmutbaches haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht.

Schwer, sich von solchen Ausblicken zu lösen (Rauher Berg)
Doch Winter?
Ausblick auf das Viadukt der Hunsrückbahn
Liesenfelds Hütte
Nochmal das Viadukt
Richtig Winter!
So gefällt es uns

Von hier aus geht es fast nur noch bergab hinunter nach Boppard. Der mit Sicherheit etwas unspektakuläre Teil des Weges. Dafür haben wir am Sabelskopf nochmal eine schöne Aussicht und werden dann kurz vor Boppard von echten „Weinbergziegen“ begrüßt. Etwas durchgefroren erreichen wir dann wieder unseren Parkplatz an der Bahnlinie in Boppard.

Treppe im Hang
Wir stapfen durch den Schnee
Bopparder Hamm
Blick auf Boppard
Kurz vorm Ziel
„Weinbergziege“

Fazit: eine kurze und kurzweilige Wanderung mit einigen knackigen Anstiegen und einigen schönen Aussichten. Keine ganz großen Highlights aber die Tour hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Wir vergeben daher den Outdoorsuchtfaktor 3 Sterne. Die Elfenlay kann somit nicht ganz mit anderen Traumschleifen mithalten. Trotzdem sprechen wir eine Empfehlung aus. Die Traumschleife ist in der Grund- (und ausgeschilderten) Form 10,2 Kilometer lang. Outdooractive bietet außerdem noch eine Verlängerung auf 20 km an. Aufgrund des „Semi-Winters“ war diesmal für uns die normale Traumschleife vollkommen ausreichend.





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