Mega Feeling! Mein MegaMarsch in Frankfurt

Die Frage nach dem warum beschäftigt wohl fast jeden, der am Start einer 24-Stunden-Wanderung steht. So erging es jedenfalls mir kurz vor dem Megamarsch Frankfurt. 100 km in 24 Stunden zu wandern ist ja eigentlich wirklich schon ein wenig verrückt.

Zuversicht am Start

Aber mitgefangen, mitgehangen – als Mitglied des Wrightsock Teams gab es für mich kein zurück mehr. Ich wusste: schaffe ich es, werde ich mega stolz auf meine Leistung sein, schaffe ich es nicht, so werde ich zumindest ein wenig enttäuscht sein. Die Rahmenbedingungen waren bestens. Sonnenschein und kein Regen in Sicht. Und mit Günter von Wrightsock einen Supporter, der uns die Sache viel annehmlicher machen würde. So hatte ich am Tag vorher entschieden, mit ganz leichtem und kleinen Gepäck los zu gehen.

Die Zeit bis zum Start

Treffpunkt des Wrightsock Teams ist das Tobacoon Hotel in Heppenheim. Hier sind für uns für den Notfall auch zwei Zimmer reserviert. Kurzes Hallo und Lagebesprechung. Wo sind unsere zusätzlichen Versorgungspunkte, wie erreichen wir uns gegenseitig. Und schon sitzen wir im Transporter Richtung Frankfurt. Wir, das sind die Wanderreporterin Daniela, Michaela von Curly läuft, Bianca von lebedraußen, Chris der Krümelhüpfer und ich. Ergänzt wird unser Bloggerteam von Brigitte und Rudolf, deren Aktion Laufend helfen Wrightsock mit 1 km pro gelaufenen Kilometer unterstützen wird. Günter steuert. In der Nähe der Commerzbank Arena findet Günter einen Parkplatz und wir betreten das kleine „Eventgelände“. Hier könnte man sich noch mit so manch nützlichem Utensil eindecken. Vor allem aber bekommen wir hier unsere Startarmbändchen.

Das Wrightsock-Team auf dem Weg zum Start!
Meine „Marschtabelle“

Wir haben noch Zeit und trinken noch etwas. Auf der Terrasse des Vereinsheimes des ESV Blau Gold Frankfurt entwickeln sich die ersten netten Gespräche mit anderen Teilnehmern des Marsches. So ein Megamarsch ist ein Gemeinschaftserlebnis. „Ihr werdet am Ende neue Freunde gefunden haben“ verspricht Marko Kamischke, einer der Veranstalter als wir schließlich am Start stehen. Vorher beschleicht mich aber noch ein ungutes Gefühl, da ich als einziger im Team ohne Stöcke auflaufe. Ich weiß zwar, dass ich mit Stöcken nicht zurecht komme, aber irgendwie hat man dann doch das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben. Bedenken beiseite, es geht gleich los.

Hier gibt es die Startarmbändchen

Der Start und die ersten Kilometer

Punkt 16:00 Uhr – die Teilnehmer beenden den Countdown mit einem lauten „Nuuuuuull“ und unter Beifall geht es los. Unser Team reiht sich nicht ganz aber doch ziemlich weit vorne ein. Die ursprüngliche Taktik, in der Gruppe zusammen zu bleiben, hat sich für mich aber schon ziemlich bald erledigt. Erst einmal soll sich das Feld ein wenig auseinander ziehen. Einige Läufer sind mir viel zu langsam, ich überhole… dadurch verliere ich aber auch wieder den Kontakt zu Daniela, Michaela, Bianca und Chris. Nur Brigitte und Rudolf sind noch bei mir. Gemeinsam bringen wir die ersten Kilometer hinter uns. Die Stimmung unter den Teilnehmern ist prächtig, es wird gescherzt, gelacht, gealbert… Und hier auf dem flachen Stück schmelzen die Kilometer geradezu dahin.

Gleich geht es los!

Kurz bevor wir die erste Verpflegungsstation erreichen wird es dunkel doch bis dorthin werden wir es noch ohne Stirnlampe schaffen. An der Verpflegungsstation erwartet uns Günter. Kurzer Abgleich… wo ist der Rest des Teams. Auch Brigitte ist inzwischen etwas weiter hinten. Wir überlegen, ob es sich lohnt auf die anderen zu warten und entschließen dann, dem inzwischen an der Verpflegungsstation entstandenen „Tohuwabohu“ zu entfliehen. Zudem ist mir kalt wenn ich stehe, also los, bewegen…

An der Verpflegungsstation

Die Nacht

Wir marschieren weiter, jetzt im Licht unserer Stirnlampen, und wir wollen jetzt als Trio zusammen gehen. Auch ich will etwas Tempo herausnehmen, da mir die ersten 20 Kilometer doch recht schnell vor kamen. Ich horche in mich herein. Und da ist es zum ersten Mal – das erste leise Gefühl, dass ich die 100 Kilometer schaffen werde. Denn ich fühle mich fit, konditionell alles bestens, Beine und Füße funktionieren. Noch keinerlei Schmerzen. Im Moment habe ich das Gefühl, das Rudolf Tempo macht. Und diesmal lasse ich mich mitziehen. Also werden wir doch nicht wesentlich langsamer. Ein Tempo, dass Brigitte offensichtlich nicht mitgehen kann. Rudolf lässt sich deshalb immer mal zurückfallen, kurze Zeit später höre ich ihn und seine Stöcke aber schon wieder von hinten heraneilen.

Das war mir dann doch zu viel Tohuwabohu

Das Wandern im Dunkeln macht mir Spaß. Aber es erschwert natürlich auch die Orientierung. Die auf den Boden gezeichneten Pfeile sind nicht immer gleich sichtbar. Aber gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und unseren GPS-Tracks klappt es doch ganz gut. Kurz vorm Jagdschloss Kranichstein erwartet uns Günter mit dem Supportfahrzeug. Er bietet uns einen Stuhl an, aber Rudolf und ich wollen eigentlich schnell weiter. Brigitte überlegt, den Marsch hier zu beenden. Aber dann können wir sie dazu überreden, noch bis zur nächsten offiziellen Verpflegungsstation bei ca. Kilometer 40 mitzukommen.

Dort kommen wir nach ca. 7 Stunden Laufzeit an, also so gegen 23:00 Uhr. Wahnsinn, wir sind quasi von Frankfurt nach Darmstadt gelaufen! Hier ist es schon etwas ruhiger als an VPS 1. Es gibt Kaffee und Brühe! Und Schokobrötchen! Brigitte beendet hier den Marsch. Respekt für diese Leistung. 40 Kilometer Wandern, dass ist mehr als sich manch Einer vorstellen kann.

So eine heiße Brühe bewirkt Wunder

Rudolf und ich wandern weiter. Wieder höre ich in meinen Körper. Alles ok. Klar, ein wenig müde und erschöpft bin ich, aber das ist nicht dramatisch. Das kenne ich ja von vergangenen Veranstaltungen und so überrascht mich das nicht sonderlich. Nein, es läuft alles nach Plan. Und so setzte ich einen Fuß vor den anderen… „atemlos durch die Nacht“. Kurz vor Ober-Ramstadt geht es einen feuchten Wiesenweg hinunter. Hoffentlich bleiben meine Lowas von innen trocken. Bleiben sie… Meine Lieblingskombi „Lowa RenegadeWrightsock (Affiliate-Links)“ funktioniert wie immer prima. Ich werde die Wechselschuhe genauso wenig brauchen wie das zweite Paar Wrightsock welche ich bei Günter im Auto deponiert habe.

Andere haben nicht so ein Glück. Als wir nach Ober-Ramstadt kommen, bemerken wir drei Megamärschler am Wegesrand, einer scheint echte Probleme mit seinen Füßen zu haben. Wir fragen, ob wir helfen können. Die drei kommen aber alleine zurecht. Am Bahnhof Ober-Ramstadt wollen wir uns wieder mit Günter treffen. Wir müssen ein wenig auf ihn warten. Als Günter schließlich kommt, füllen wir unsere Flüssigkeitsvorräte auf und rasten noch ein wenig. Die drei Teilnehmer von vorhin vermuten einen offiziellen Versorgungspunkt und kommen zu uns. Wie es scheint, wollen sie den Marsch hier beenden, wissen aber nicht, wie man von hier weg kommt.

Einer der drei, Marc, entschließt sich doch noch ein paar Kilometer mit uns weiter zu gehen, die beiden anderen bleiben zurück. Was die Höhenmeter betrifft, ist jetzt „Schluß mit lustig“. Die ersten 50 Kilometer waren sehr moderat, jetzt geht es in den vorderen Odenwald. Die Megamarsch-Strecke hat einen Gesamtanstieg von ca. 2000 m und die macht man vor allem in der zweiten Hälfte.

Kurz vor 04:00 Uhr kommen wir an der Kuralpe an. Hier ist die dritte offizielle Verpflegungsstation eingerichtet, knapp 60 Kilometer liegen hinter uns. Meine Zuversicht wird immer größer. Immer wieder rechne ich: die Zeit reicht locker aus. Noch 12 Stunden, nur noch 42 Kilometer. Nur noch? Ja,  es ist schon faszinierend. 42 Kilometer, das ist ein Wandermarathon und den macht man nicht mal nur so mit links. Aber jetzt stehe ich hier und sage mir „nur noch“ 42 Kilometer. Das ist es, was eine solche Megawanderung ausmacht. Die Grenzen verschieben sich, Kilometer relativieren sich. Und: immer positiv denken ist wichtig!

An der Kuralpe – Verpflegungsstation 3
Schokobrötchen!

Im Dunkeln durch das Felsenmeer

Wir brechen an der Kuralpe auf, auch Marc will noch bis zur nächsten Verpflegungsstation mit gehen. Was jetzt kommt, ist aber ein echter Hammer. Denn es geht richtig steil bergauf bis zum Felsberg. Und von dort aus durch das Felsenmeer hinunter bis nach Lautertal. Der Weg die Naturtreppen hinunter ist anstrengend und fordert höchste Konzentration. Bloß nicht umknicken. „Das Du hier ohne Stöcke herunter gehst“ meint Marc. Da fällt es mir wieder ein. Ich habe die Stöcke bislang nicht vermisst. Und auch hier komme ich ganz gut ohne sie zurecht.

Das Felsenmeer kündigt sich an

Wir laufen durch Lautertal, eine Ortschaft im Tiefschlaf. Warum laufen wir durch die Nacht? Könnte man jetzt nicht auch noch gemütlich im Bettchen liegen? Aber ich freue mich auch schon auf den Sonnenaufgang. 05:00 Uhr, die Nacht ist so gut wie geschafft.

Dafür geht es nun ein weiteres Mal steil bergauf. Noch dazu stimmt hier irgendwie der heruntergeladene Track nicht mehr mit den Wegen überein. Es herrscht Verwirrung, Marc und Rudolf sind nicht mehr zu sehen. Ob sie falsch (oder richtig) abgebogen sind? Aber ich finde eine neue Gruppe die ganz froh ist, dass ich mein Garmin Oregon dabei habe. Denn so kommen wir schließlich wieder auf den richtigen Track. Ich lerne Dietmar kennen der schon einige Märsche dieser Art hinter sich hat. Aber die Jungs haben ein ganz schönes Tempo, da kann ich nicht mehr mithalten und so lasse ich sie kurz vor dem Abzweig zum Verpflegungspunkt 4 ziehen.

Der Weg hinunter zum Verpflegungspunkt ist ein echter Charaktertest. Denn es geht 1,5 km ins Tal hinunter und den gleichen Weg wieder zurück. 3 Kilometer, die man sich ja eigentlich sparen könnte. Aber mein Gewissen lässt kein Schummeln zu. Auf dem Weg zur Verpflegungsstation wird es langsam hell. Plötzlich tauchen Dietmar und die anderen wieder aus einer anderen Richtung auf, sie hatten sich ein wenig verlaufen.

Es wird hell!

Die Sonne geht auf!

So sitze ich schließlich am Sportplatz des SV Mittershausen und genieße einen herrlichen Kaffee. Daniela, die den Marsch zusammen mit Bianca bei 45 Kilometer beendet hat, verstärkt inzwischen den Support (DANKESCHÖN!) und besucht mich am Verpflegungspunkt. Auch Michaela „Curly“ läuft inzwischen nicht mehr höre ich. Ob ich weiter gehen möchte fragt Daniela. Was für eine Frage! 29 Kilometer noch und ich habe noch ca. 10 Stunden dafür Zeit. Zur Not krieche ich!

Aber das muss ich gar nicht, denn ich fühle mich körperlich und mental immer noch fit. Als ich aufbreche kommen Marc und Rudolf zum Verpflegungspunkt. Für die beiden ist aber hier Schluss. Meinen höchsten Respekt. 70 Kilometer geschafft. Das ist irre!

Dietmar wartet auf mich als ich mich von den beiden und von Daniela verabschiede. Das finde ich echt klasse, denn wir haben in etwa ein Tempo und zu zweit läuft es sich doch besser. Und dann wandern wir den Weg hinauf zu  dem Punkt, an dem wir vor ca. einer Stunde schon mal waren. Die Sonne geht auf und beleuchtet den Nebel im Tal. Herrliche Aussichten und die Laune wird immer besser. Die leichte Müdigkeit, die mich die Nacht über begleitet hat, ist wie weg geblasen.

Wanderer über dem Nebelmeer

Wir wandern jetzt Richtung Juhöhe. Diesen Abschnitt kenne ich schon von unserer Trainingswanderung. Und daher weiß ich auch, dass dies noch nicht das Ende der Steigungen ist. Aber wir halten unser Tempo weiter. Daniela hat noch einmal eine Wrightsock-Spezial-Verpflegungsstation aufgebaut. Aber außer sicherheitshalber noch einmal Flasche auffüllen, benötige ich nichts. Daniela verteilt unsere „Reste“ (es war wirklich viel zu viel, das konnten wir nicht alles trinken und aufessen) an alle vorbeikommenden Teilnehmer des Marsches. Viele rechneten hier mit einer „echten“ Verpflegungsstation des MegaMarsch-Teams und waren froh, hier nochmal etwas zu beißen zu bekommen.

Wrightsock „Spezial“ Verpflegungsstation
Immer dem Dietmar hinterher

Zieleinlauf!

Nun geht es weiter Richtung Birkenau. Immer noch herrliche Aussichten. Eine tolle Gegend. In Birkenau ein Verkehrsschild: Weinheim 3 km. Aber das ist nicht unser Weg. Wir müssen zunächst nochmal steil hinauf nach Buchklingen. Diesen Anstieg merke ich. Es deutet sich so etwas wie ein Muskelkrampf an. Aber irgendwie und mit einem Riegel überstehe ich den Berg. Dietmar marschiert immer voran, immer noch im unverminderten Tempo.

Was dann kommt ist mein einziger aber großer Kritikpunkt an der Megamarsch-Strecke. Von Buchklingen bis nach Weinheim hinunter marschieren wir auf der Gorxheimer Talstraße. Die letzten 8 Kilometer durchgehend auf Teer. Jetzt fangen meine Füße doch noch an zu brennen. Aber das ist nicht das Schlimmste. In den zahlreichen Kurven kommen uns Autos und Motorräder im Tiefflug entgegen. Es gibt keinen Seitenstreifen auf den wir uns flüchten können. Hoffentlich passiert hier niemanden etwas. Liebe Macher vom Megamarsch: das ist wirklich lebensgefährlich!

Muss das sein? Hier habe ich mich nicht wohl gefühlt
Weinheim – endlich! So gut wie geschafft!

Dann passieren Dietmar und ich das Ortsschild von Weinheim. Wir müssen noch bis zum Schloß. Es gibt endlich wieder einen Gehweg. Und so langsam macht sich bei mir die Euphorie breit. Ja, wir sind gleich da! Gleich ist die Anstrengung vorbei. Fast unwillkürlich gehe ich wieder aufrechter, mein Schritt wird wieder fester. Ich lächle den Passanten zu. Einige klatschen Beifall. Mir läuft es sogar jetzt beim Schreiben wieder kalt den Rücken herunter. Es ist ein Mega Feeling als wir gegen 12:30 Uhr auf den Schloßpark einbiegen. Da ist der schwarze Torbogen der das Ziel markiert! Ich schreite durch den Bogen, bekomme die Finisher-Medaillie umgehängt. Ich bekomme gratuliert: Herzlichen Glückwunsch, starke Leistung!

Das Ziel aller Träume
So sehen Sieger aus!
Nun bin ich offiziell MEGA!

Wir Finisher klatschen uns gegenseitig ab, gratulieren uns ebenfalls. Dietmar und ich werden für die „Hall of fame“ fotografiert. In dieser wird dann später dokumentiert, dass von den 1000 gemeldeten Teilnehmern 256 die vollen 100 Kilometer absolviert haben. Von diesen 256 bin ich als 23. ins Ziel gegangen. 20 Stunden, 30 Minuten habe ich gebraucht. Und laut Urkunde bin ich jetzt offiziell MEGA! Auch Chris gehört zu den 256 Finishern. Als er ins Ziel kommt, freue ich mich ein zweites Mal. Herzlichen Glückwunsch auch Dir Chris!

Aber mein Respekt gilt allen, die sich der Herausforderung gestellt haben. Egal wie lange Ihr durchgehalten habt: Ihr seid weiter gekommen als alle, die es nicht gewagt haben!

Der Tag danach

Ach herrje, am Sonntag Nachmittag war ich noch total aufgedreht. Obwohl ich etwas unrund gelaufen bin, hatte ich nicht wirklich Schmerzen. Doch dann hab ich mich irgendwann aufs Sofa gelegt und weg war ich. Als ich wach wurde, fiel es mir schwer mich umzudrehen und aufzustehen. Das setzt sich dann in der Nacht fort. Aber trotzdem schlafe ich wie ein Baby. Über den Montag morgen schweige ich jetzt mal. Am Montag Nachmittag habe ich mich dann aber zu einem Spaziergang gezwungen. Und dabei gemerkt, wie es von Meter zu Meter besser ging. Probleme mit Blasen hatte ich keine (ich hatte halt auch die richtigen Socken an den Füßen). Und am Dienstag war auch der Muskelkater vergangen. Der Stolz jedoch ist auch heute, über zwei Wochen später, noch da. Warum ich das gemacht habe? Darum…

Zu guter Letzt

Da war doch noch… richtig: die Spendenaktion. 100 Kilometer bin ich gewandert. 50 Cent je Kilometer habe ich laufendhelfen.de versprochen. Diese Versprechung habe ich inzwischen gerne eingelöst und 50 Euro überwiesen. So bleibt auch das tolle Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Vielen Dank für den Wrightsock-Support. Ihr habt vor allem auch den Anstoß gegeben, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe. Und vielen Dank an die Organisatoren des Megamarsches! Macht weiter! Lasst Euch von Kritik nicht unterkriegen. Nehmt die berechtigte zum Anlass Euch zu verbessern und ärgert Euch nicht über einige dumme Aussagen, die man auf Facebook so liest. Ich fand das Event MEGA! Ein Mega Feeling, dass ich Euch allen zu verdanken habe.

Outdoor Blogger Codex Siegel

Als Mitglied des Wrightsock Blogger Teams musste ich keine Startgebühren zahlen. Außerdem hat Wrightsock kostenlosen Support in Form von Transport und Verpflegung beigesteuert. Natürlich habe ich im Vorfeld des Marsches auch kostenlose Wandersocken erhalten. Für alles meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit Wrightsock hat meine Berichterstattung jedoch in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder. Einige meiner Links sind sogenannte Affiliate-Links. Solltet Ihr über diese Links etwas bestellen, bekomme ich dafür eine kleine Vergütung.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikel, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

11 Kommentare

  1. Hallo Jörg,
    dieser Post lässt mich nicht los. 100 km!!! Für mich, die höchstens 19 km am Stück gelaufen ist, ist das nicht nur eine großartige Leistung und eiserner Wille, sondern ein Stück Verrücktheit. Aber beim Lesen konnte ich deine Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Du hast sehr gut geschrieben, was dir durch den Kopf ging, was du und wie du die gefühlt hast. Das machte es mir einfacher dich besser zu verstehen. Wie du in dich hineingehörst hast… da wird einem klar, wie bewusst du gewandert bist, und ich als du das erste Mal schreibst, das du das Gefühl hast, es zu schaffen, da habe ich ich mich so gefreut, wie beim Lesen von einem spannenden Buch, wenn man dem Held den Erfolg von ganzem Herzen gönnen will… Aber auch für andere Wanderer empfinde ich große Hochachtung. Für mich sind alle, die angetreten sind, mutige Menschen, die über sich hinauswachsen wollen und können.
    Liebe Grüße
    Natalia

    1. Hallo liebe Natalia!

      Vielen Dank für Deinen wunderbaren Kommentar! Es ist echt außergewöhnlich, dass sich jemand so intensiv mit einem Blogartikel befasst. Ja, ich hab einfach versucht, meine Gefühle während des Marsches mit hinein zu packen. Meine Medaille hängt immer noch hier im Wohnzimmer und von Zeit zu Zeit schaue ich drauf und freue mich immer noch über das, was ich gepackt habe. Aber Du? Mit 19 km am Stück liegst Du doch auch schon ganz gut. Für meine Frau und ich sind Wanderungen um die 20 km die schönsten.

      Liebe Grüße aus Limburg an der Lahn,
      Jörg

  2. Lieber Jörg

    auch von mir ein herzliches „Dankeschön“ für diese emotionale Beschreibung.
    Mich fasziniert mit wie viel Freude du so eine lange Strecke angehst, im Ziel kaum ein Erschöpfungszeichen, auch wenn die Folgetage dann von dem belohnenden Schmerz begleitet sind.

    Noch immer ist es für mich unvorstellbar so eine Strecke zu laufen, und das auch noch in einer ziemlich feschen Zeit. Wahnsinn!!!! Einen lieben Gruß vom Rhein sendet Dir
    Elke

    1. Liebe Elke,

      danke für Deinen Kommentar. Die Erschöpfung im Ziel ist da, aber das Adrenalin lässt sie einen nicht so richtig wahr haben. Aber tatsächlich habe ich die Strecke mit Freude angegangen und sogar genießen können. Ich glaube, das ist auch das Geheimnis des Erfolgs.

      Liebe Grüße von der Lahn! Jörg

  3. Hallo Jörg,

    selten ein Bericht, über den ich mich SO gefreut habe. Am Ziel hatte ich eine Teilnehmerin gehört, die sagte, sie habe alle Emotionen in diesen Stunden erlebt. Ich glaube das sofort.
    Auch wenn ich es diesmal nicht geschafft habe: Kommendes Jahr im Juni versuche ich es nochmal mit den 100 km. Dann aber so „in-sich-hineinhörend“ wie Du es gemacht hast! 🙂

    Liebe Grüße,
    Bianca

    1. Hallo liebe Bianca,

      ja, ich denke man muss schon ein wenig „in sich hineinhören“ und auf die Signale des Körpers achten. Alle Emotionen habe ich nicht erlebt. So hatte ich nie das Gefühl, ich müsste aufgeben. Wenn ich es so richtig bedenke, war ich die ganze Zeit sehr gut gelaunt. Klar, körperlich schon ganz schön irgendwie erschöpft aber immer zuversichtlich.

      Ich finde es gut, dass Du im Juni nochmal angreifst und ich drücke Dir alle Daumen die ich habe!

      Liebe Grüße!
      Jörg

  4. Tja. Ich habe mich in vielen Dingen wiedergefunden. Besonders haben mir die „nur noch 42km“ gefallen. Denn an dieser Stelle hat man wirklich die Grenzen verschoben, ist über sich hinausgewachsen. Ich viel nach der Wanderung in einem 14stündigen Komatösen Schlaf. Zwar hatte ich keinen Muskelkater allerdings musste ich mit Blasen kämpfen. Aber am besten hilft eine Konterwanderung. Sonntag Zieleinlauf und am Dienstag mit der Frau im Ahrtal wandern gegangen. So als sei nichts gewesen. Bis auf die 100km die man ohne Schlaf und gößere Pausen erwandert hat.

    Liebe Grüße und MEGAmäßige Glückwünsche
    Jürgen (das Mammut)

    1. Hallo Jürgen, altes Mammut! 😉

      Ja, vor ein paar Wochen hab ich Dich noch beneidet weil Du den Mammut-Marsch so gut hinter Dich gebracht hast. Und dann war es bei mir selbst so weit. Konterwanderung ist gut, so ähnlich wie Konterbier, gelle?

      Danke für deinen lieben Kommentar! Viele Grüße aus Limburg, der Mega-Jörg 😉

  5. Lieber Jörg,
    meinen herzlichen Glückwunsch und den allergrößten Respekt für diese Leistung! Als 23. von 1000 Teilnehmern – wow!!
    Wie schön, dass du dich nicht (nur) gequält, sondern Freude am Megamarsch gehabt hast und allen Teilnehmern, auch denen, die nach beachtlichen 40 Km aufgehört haben, Anerkennung zollst. Sehr fair!
    Es hat Spaß gemacht, deinen Bericht zu lesen!

    Aurora

    1. Hallo liebe Aurora,

      Danke für Deinen tollen Kommentar. Ja, eigentlich ging es nicht um Zeiten und Reihenfolgen sondern nur ums „Durchkommen“. Die „23“ hat mich dann aber doch selbst so beeindruckt, dass ich das unbedingt in den Bericht bringen musste. Freude am Megamarsch hab ich tatsächlich gehabt. Und jeder, der mitgemacht hat ist schon gleich von Beginn an ein Gewinner.

      Liebe Grüße! Freue mich auch immer über Berichte von Dir!

      Jörg

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