Herbstliche Wanderung ins Val di Campo

Die Wanderung ins herbstliche Val di Campo ist unter Urlaubern wie Einheimischen gleichermaßen beliebt. Das Val di Campo liegt im südlichsten Zipfel des Kantons Graubünden und kann leicht vom Val Poschiavo (Puschlav) aus erreicht werden. Anfang Oktober hatte ich die Gelegenheit, dieses beeindruckende Hochtal mit dem wunderschönen See Lagh da Val Viola zu erwandern.

Anreise im Postbus

Das Val di Campo ist relativ leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. So steigen wir in Poschiavo in den Postbus den wir dann an der Postauto-Haltestelle Sfazù verlassen. Von hier aus geht es entweder zu Fuß oder mit einem kleineren Postbus, den man besser vorher reservieren sollte, weiter zur Alpe Campo. Hier endet dann aber wirklich die automobile Bequemlichkeit.

Mit dem Postbus zur Alpe Campo

Zauberhafter Bergsee – der Lagh da Val Viola

Von der Alpe Campo aus nehmen wir einen beschilderten Wanderweg in Richtung Lagh da Val Viola. Ist schon der Weg dorthin herrlich zu laufen, gehen uns am  See die Herzen auf! Irgendwo hatte ich es gelesen: der Lagh da Val Viola soll einer der schönsten Bergseen im Alpenraum sein. Bei dem heutigen goldenen Oktoberwetter kann ich das sehr gut nachvollziehen. Wir sind auf 2159 Höhe und am Ufer des Sees finden noch Eisreste. Die grünblaue Oberfläche des Sees harmoniert hervorragend mit dem gelb der Wälder und dem grau der Berge. Fast ein wenig wie der Indian Summer in Kanada finde ich…

Der Lagh da Val Viola ist einer der schönsten Bergseen im Alpenraum

Und so bleiben wir lange dort am See in der Sonne sitzen. Machen Fotos ohne Ende und genießen einfach die Natur und die wärmenden Sonnenstrahlen. Es fällt uns schwer, uns zu lösen aber schließlich brechen wir auf um uns den See noch einmal aus anderer Perspektive zu betrachten.

An diesem zauberhaften Bergsee lässt es sich aushalten.

Perspektiven – Hinauf zum Val Viola Pass

Denn wir wandern weiter hinauf in Richtung Val Viola Pass. Der Blickwinkel ändert sich. Die Landschaft wird immer karger. Wir bewunden den kleinen Bach „Val Viola“, der dem Pass, dem See und dem Tal den Namen gegeben hat, wie er sich über Steine ins Tal hinunter stürzt. Auf ca. 2350 Höhenmetern machen wir halt und kehren um, da uns die Zeit etwas drängt. Wir wollen das Postauto nicht verpassen.

Nun geht es hinauf in Richtung Pass – der kleine Bach stürzt sich in die Tiefe.
Von oben betrachtet – der Lagh da Val Viola

Und so wandern wir wieder zurück zur Alpe Campo. Jetzt sehen wir das Tal aus anderer Perspektive, blicken auf den alles überragenden Piz Palü an dem wir am Vortag mit dem Bernina Express vorbei gefahren sind. Dieser sagenhafte Tag klingt dann schließlich im Raselli Sport Hotel aus in dem wir übernachten.

Auf dem Rückweg blicken wir auf den legendären Piz Palü

Übernachten und speisen – 100 % Val Poschiavo

Bruno Raselli leitet das Hotel in Le Prese seit über 30 Jahren. Als passionierter Biker kennt er sich gut im Puschlav aus und gibt gerne Tipps. 100 % Val Poschiavo, das ist nicht nur Brunos Devise. Aber er war einer der Gründer der Idee, hinter der heute die ganze Region steht. Lokale Produkte sollen vom Feld auf den Tisch gebracht werden. Das wird hier und in anderen Gastronomiebetrieben des Puschlav umgesetzt. Eines der wohl erfolgreichsten Produkte ist der Raselli Tee, der in der gesamten Schweiz und darüber hinaus bekannt ist. Nach den Grundsätzen der Bio-Landwirtschaft produziert und mit höchster Sorgfalt verarbeitet. Der Betrieb wird von Bruno Rasellis Bruder, Reto Raselli geleitet.

Das Raselli Sport Hotel in Le Prese – Übernachtung 100 % Val Poschiavo

Und so verwundert es nicht, das der Raselli Tee auch im Hotel allgegenwärtig ist. Auf den Zimmern, beim Frühstück, beim Abendessen. Und das war dieses super lecker! Berühmt sind Brunos Pizzen. Im Vergleich zur übrigen Schweiz sind Unterkunft und Verpflegung im Val Poschiavo übrigens relativ günstig. Also ein echter „Geheimtipp“ für alle, die die Schweiz mal etwas anders erleben wollen.

Kräuter für Ricola – ein Edelweiß auf den Feldern des Raselli-Betriebes

Diaschau

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Disclaimer und Weggefährten

Outdoor Blogger Codex Siegel

Diese Reise fand auf Einladung der Tourismusregionen Davos-Klosters und Val Poschiavo statt und wurde von der Rhätischen Bahn, den Schweizerischen Bundesbahnen sowie der Deutschen Bahn unterstützt. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung aber in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikeln, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

Weitere Wandertipps in der Region findet Ihr auf der Seite von Davos Klosters und von Val Poschiavo.

Mit von der Partie waren:

Milos  von der Trendlupe

Andreas von Gipfelfieber und

Frank, Der Outdoor-Tester

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