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Schönheiten Nordrumäniens: Durch die wilde Maramureș

Posted on September 17, 2015 By admin 3 Kommentare zu Schönheiten Nordrumäniens: Durch die wilde Maramureș
Rumänien

Ganz im Norden Rumäniens, dicht an der Grenze zur Ukraine, liegt liegt die Maramureș (auch: Maramuresch, Marmarosch). Diese bäuerlich geprägte Region wird vom gleichnamigen Gebirge überragt und ist touristisch weitgehend noch unerschlossen. Ich hatte im August das Glück auf meinem Rumänientrip in dieser wunderschönen Region wandern zu dürfen.

Maramures 005
Ganz im Norden Rumäniens
Maramures 007
Abenteuerliche Anreise mit dem Kleinbus
Maramures 009
Jedes Dorf hat seine Kirche, manchmal sogar mehrere.

Zusammen mit unserem Wanderführer Fedor von adventureslovakia starten wir zu elft in der Nähe von Repedea. Gleich zu beginn eine der für diesen Teil des Landes üblichen Holzkirchen. Wir schlendern ein wenig durch das kleine, ursprüngliche Dörfchen Poieline de sub Munte. Doch das sind die letzten Meter Zivilisation und ebene Strecke. Denn direkt hinter der Ortschaft geht es steil bergauf. Zunächst an kleinen Berghütten vorbei und dann durch ein Waldgebiet. Aber eben immer bergauf.

Maramures 020
Irgendwo dort oben liegt unser Ziel
Maramures 023
Und deshalb geht es auch gleich steil bergauf.
Maramures 038
Wir durchqueren ein idyllisches Waldstück

Nach der Durchquerung des Waldgebietes stoßen wir auf eine Schäferhütte. Der Schäfer bittet uns hinein. Hier wird auf ursprüngliche Art Käse hergestellt. Leider hat der Schäfer gerade keine Probe vorrätig. Schade. Aber von hier haben wir auch schon eine tolle Aussicht und genießen die Sonne.

Maramures 065
In der Schäferhütte. Leider war der Käse „ausverkauft“!
Maramures 066
Hier ist noch alles ursprünglich.
Maramures 070
Wir genießen die Sonne und den Blick auf die Berge

Doch Fedor schont uns nicht lange, wir müssen weiter ziehen. Der Weg ist ab hier nicht mehr gut ausgezeichnet, wir orientieren uns an den Pfaden der Schafe. Die kommen uns dann auch zuhauf entgegen. Gut, dass man die Schäfer nach dem Weg fragen kann. Wir wollen weiter hinauf zum Mihailecu und orientieren uns in Richtung Farcău. Mir brennen schon die Oberschenkel aber es geht noch weiter bergauf.

Maramures 073
Dem blauen Himmel entgegen.
Maramures 104
Oft war der Weg nicht zu erkennen.
Maramures 103
Aber man kann ja mal den Schäfer fragen.

Schließlich erreichen wir einen Grat mit atemberaubender Aussicht. Diesen Grat wandern wir entlang. Die Steigungen sind nicht mehr so heftig aber ich bin froh, dass wir eine etwas längere Pause einlegen. Frisch gestärkt geht es nun dem Gipfel des Mihailecu (1918 m) entgegen. Von hier aus sehen wir den Farcău (1957 m) und den etwas niedriger gelegenen Vinderel-See.

Maramures 113
Am Kamm angekommen, das Ziel im Blick.
Maramures 139
Vorne der Vinderel-See, hinten der Berg Farcău.
Maramures 141
Die Wildpferde passen einfach in diese zauberhafte Landschaft.

Wir haben es geschafft und es hat sich gelohnt! Von nun an geht es fast nur noch bergab. Aber das kommt mir fast noch anstrengender vor. Wilde Pferde gibt es hier oben, die interessieren sich aber nicht für unser Treiben. Am Vinderel-See  vorbei geht es nochmal ein ganz klein wenig bergauf aber dann umso steiler hinunter ins Tal in Richtung Repedea.

Maramures 146
Ich ganz oben.
Maramures 157
An Pferden vorbei hinab ins Tal.
Maramures 163
Da liegen einige Bergabkilometer vor uns.

Der Weg ist jetzt breit, hier fahren auch Fahrzeuge. Uns kommt allerdings nur ein einziges Mal ein Quad entgegen. wir sind vorher 1450 Höhenmeter bergauf gelaufen, die müssen wir nun hinunter. Und wieder brennen meine Oberschenkel. So bin ich froh Repedea wieder zu sehen. Und das Bier im Magazin (so nennen sich hier die kleinen Lädchen die einfach alles haben) schmeckt mir heute Abend besonders gut.

Maramures 173
Die Schafe werden gut behütet.
Maramures 185
In Repedea angekommen – auf dem Weg zum „Magazin“!

Fazit: eine beeindruckende Tour, die aber in meinen Augen noch nicht die schönste auf meinem kleinen Rumänien-Trip ist. Was aber absolut toll ist, ist die Ruhe die man auf der Wanderung hat. Hierher verirrt sich (noch) kaum ein Tourist. Deshalb vergebe ich hier den Outdoorsüchtig-Faktor vier Sterne. Leider habe ich die gpx-Datei nicht mehr. Es waren auf jeden Fall 22,5 km mit 1450 m Höhenunterschied. Ich habe die Reise bei adventureslovakia gebucht, unser Reiseleiter Fedor hat sich um alles gekümmert. Einfach hinterher wandern und genießen. Wer mehr über Land und Leute erfahren möchte, dem empfehle ich den Reiseführer Siebenbürgen. Und jetzt für Euch nochmal das Wichtigste in Kürze und eine kleine Diashow mit noch mehr Bildern! Und ein ganz besonderer Dank an Thiede-Pictures! Jetzt gibt es hier sogar bewegte Bilder.

Das Wichtigste in Kürze - Maramures

 

 

 

 




Schlagwörter: Berge Bergwandern Farcaul Maramures Nordrumänien Outdoor Rumänien Touren Vinderel-See Wildpferde

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3 thoughts on “Schönheiten Nordrumäniens: Durch die wilde Maramureș”

  1. Thiede-Pictures sagt:
    Oktober 6, 2015 um 7:13 p.m. Uhr

    Hallo Jörg,

    ein feiner Bericht, ich habe mal noch die bewegten Bilder beigefügt.

    Gruß
    Lutz

    Antworten
  2. Andreas Holtmann sagt:
    Januar 12, 2020 um 7:00 p.m. Uhr

    Hallo Jörg, zusammen mit meinen beiden besten Wanderfreunden wollten wir im kommenden Sommer eigentlich Rumänien bzw. die Karpaten erwandern. Es scheint nun aber daran zu scheitern, dass es keine ausgewiesenen (Fern)Wanderwege gibt. Selbst einschlägige Reiseagenturen konnten uns bislang nicht weiterhelfen. Wir hatten angefragt, ob man für uns eine Wanderroute erstellen könnte, da wir nicht unbedingt mit einer Gruppe unterwegs sein wollen. Alle unsere Versuche blieben bislang erfolglos. Wir wurden nur vor den Bären gewarnt! … Du berichtest hier von einer Tageswanderung in Nordrumänien u dass diese noch nicht die schönste im Rahmen deines Rumänientrips gewesen sei. Vielleicht hast du ja noch einige Tipps, auch wie wir eine eventuelle Reise am besten planen können. Vielen Dank. Beste Grüße aus Köln. Andreas

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      Januar 13, 2020 um 7:30 a.m. Uhr

      Guten Morgen Andreas. Tja, das ist so eine Sache mit den Wanderwegen dort. Wir waren ja in 2015 in Rumänien und die Ausschilderung der Wege war dort wirklich ziemlich schlecht. Von daher war ich froh, das ganze mit Wanderführer gemacht zu haben, der sich zudem um Unterkünfte und alles weitere gekümmert hat. Habe ich ja im Text beschrieben. Alle Wanderungen, die wir damals unternommen haben, findest Du unter folgendem Link: https://outdoorsuechtig.de/category/wandern/rumaenien/

      In den Berichten habe ich, soweit vorhanden, auch die Tracks eingebunden, die Du Dir herunterladen kannst. Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter.

      Beste Grüße aus Limburg an der Lahn, Jörg

      Antworten

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