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Hitzeschlacht am Dahner Felsenpfad

Posted on Juli 21, 2015 By admin 6 Kommentare zu Hitzeschlacht am Dahner Felsenpfad
Allgemeines, Pfälzer Wald, Wandern

Es war einer der heißesten Tage des Jahres… ja sogar der letzten Jahre insgesamt. Temperaturen bis 39 Grad waren angesagt. Aber wenn man einen Wanderurlaub gebucht hat, dann zieht  man das auch durch. Durch die weite Anreise können wir erst gegen Mittag am Wanderparkplatz in Dahn starten. Andere steigen verschwitzt ins Auto, sie haben die Tour schon hinter sich. Na ja, 12 km… und es geht ja viel durch den Wald. Das schaffen wir schon. Um es vorweg zu schicken: diese 12 km haben es bei der heutigen Hitze in sich.  Allerdings: die Mühe hat sich gelohnt, der Dahner Felsenpfad ist einer der schönsten Wanderwege, die wir je gelaufen sind.

Felsenpfad 127
Der Dahner Felsenpfad ist durchgängig gut ausgeschildert…
Felsenpfad 003
…und bietet Variationsmöglichkeiten

Am Campingplatz führt der Felsenpfad dann in den Wald hinein und hinauf zum Pfaffenfelsen. Von dort haben wir einen tollen Ausblick auf Dahn und die Felsen drum herum. Der Felsenpfad heißt nicht umsonst so, es reiht sich wirklich eine Felsformation an die andere. Fast weiß man nicht, wohin man seinen Blick zuerst und zuletzt lenken soll. Vom Pfaffenfels geht es durch lichten Wald hinunter zum Sportplatz Büttelwoog. Dieser erste Kilometer mit einigen Höhenmetern hat uns einen guten Vorgeschmack auf das gegeben, was uns noch erwartet.

Die erste tolle Aussicht vom
Die erste tolle Aussicht vom Pfaffenfelsen

Hinter Büttelwoog wird es dann aber, zumindest bei dem Wetter, wieder richtig heftig. Am Schillerfelsen steigen wir aufwärts. Am Schwalbenfelsen erwartet uns dann auch gleich wieder die nächste spektakuläre Aussicht. Was uns unterwegs irritiert, sind die großen schwarzen Kästen mit den Holzpflöcken davor. Später wird uns klar, dass hier mit Pfeil und Bogen geschossen wird.

Blick am Schillerfelsen vorbei
Blick am Schillerfelsen vorbei
Felsenpfad 033
Da muss man durch!

Nun wanderen wir auf einem etwas breiterem Weg zum Elwetritschfelsen. Für uns als Auswärtige ist es ein Problem, all die ganzen Felsen auseinander zu halten. Aber zum Glück sind sie alle beschildert, so wie auch der ganze Weg vorbildlich markiert ist. Was wir aber jetzt  auch bemerken ist, dass unser Zeitplan ganz schön aus dem Ruder gelaufen ist. Diese 12 km sind viel länger als wir ursprünglich dachten. So beeilen wir uns hinunter ins Moosbachtal zu kommen und machen auch an der wunderschönen Dahner Hütte des Pfälzerwaldvereines keine Rast. Obwohl es sehr verlockend erscheint.

Leider keine Zeit für eine Rast an der Dahner Hütte
Leider keine Zeit für eine Rast an der Dahner Hütte
Im idyllischen Moosbachtal
Im idyllischen Moosbachtal

Auf einem etwas breiteren Weg geht es nun durch das Tal. Radfahrer kommen uns entgegen. Aber dann nehmen wir den schmalen Pfad der bergauf zum Hirschfelsen führt. Wir queren noch einige andere Felsen und kommen dann über einen schmalen Pfad zum Rothsteigbrunnen. Dieser kommt uns gerade recht um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Denn bei dieser Hitze haben wir ganz schön Flüssigkeit verbraucht. Das Wasser des Brunnens ist herrlich kühl und frisch. Stunden später schwärmen wir noch davon.

Der Brunnen bietet eine willkommene Erfrischung
Der Rothsteigbrunnen bietet eine willkommene Erfrischung

Zumal ja auch die Anstrengung nicht geringer wird. Ok, im Tal entlang Richtung Dahn wandern wir leichter, aber dann geht es hinauf zum Büttelfels. Eine Leiter verführt uns zum Aufsteigen und wir  genießen die Aussicht auf den Lämmerfelsen durch ein Loch in der Felswand. Den Büttelfels durchqueren wir schließlich durch ein anderes Loch und nun geht es zum eben schon bewunderten Lämmerfelsen. Hier sind bereits einige Kletterer am Werk denen wir ein wenig zuschauen aber natürlich auch hier nochmal die Aussicht genießen. Der Lämmerfels ist eine meterlange Felswand, eine der schönsten Felsformationen im Dahner Felsenland.

Felsenpfad 103
Das Loch im Büttelfels
Felsenpfad 108
Es bietet eine tolle Aussicht…
Felsenpfad 109
…auf den Lämmerfelsen

Wir verweilen wieder nicht allzu lange…  ihr wisst schon, die Zeit drängt, denn in unserem Hotel gibt es nur  bis 19:3o Uhr Abendessen. Aber da kommt ja auch schon Dahn in Sicht, dann haben wir es ja gleich geschafft. Links herum würde es schneller gehen aber dann hätten wir die Aussicht vom Wachtfelsen verpasst. Und so steigen wir auch noch die Treppen zu diesem markanten Felsen empor. Erschöpft aber sehr glücklich über dieses gelungene Wandererlebnis erreichen wir danach schließlich unser Auto.

Felsenpfad 117
Am Lämmerfelsen
Felsenpfad 122
Aufstieg zum Wachtfelsen

Unser Fazit: Der Dahner Felsenpfad bekommt von uns aufgrund der herrlichen Landschaft und der gelungenen Wegführung die Höchstwertung „Outdoorsuchtfaktor 5 Sterne“! Ein echtes Erlebnis! Der Felsenpfad ist zwar „nur“ zwölf Kilometer lang, aber diese 12 Kilometer haben es in sich und bieten Felsformationen und Ausblicke „en masse“. Wir haben den Weg in knapp sechs Stunden erwandert. Sicherlich hat uns die Hitze gebremst. Dafür hätten wir uns gerne noch mehr Zeit genommen um alles ausgiebig zu genießen. Man sollte sich also einen ganzen Tag dafür freihalten und es langsam angehen lassen.

Das Wichtigste in Kürze - Dahner Felsenpfad

 

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6 thoughts on “Hitzeschlacht am Dahner Felsenpfad”

  1. Silvana sagt:
    August 1, 2015 um 2:03 p.m. Uhr

    Tolle Eindrücke in Bild und Wort hast du vom Dahner Felsenpfad mitgebracht, Jörg. Das Dahner Felsenland ist ja zur Zeit in aller Munde. Irgendwann werde ich mir das auch mal mit Cabo vornehmen. Respekt für eure Leistung bei den Temperaturen!

    Viele Grüße
    Silvana

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      August 1, 2015 um 8:46 p.m. Uhr

      Danke für den Kommentar Silvana. Ja, das Dahner Felsenland ist aber auch beeindruckend! Solltet Ihr Euch echt mal antun… Liebe Grüße!

      Jörg

      Antworten
  2. Silvana – Kalte Schnauze Blog sagt:
    März 2, 2016 um 9:11 p.m. Uhr

    Meine Freunde haben vorgeschlagen, in den Sommerferien das Dahner Felsenland für 2 Wochen unsicher zu machen. Jetzt lese ich deinen Beitrag noch mal und sehe auch meinen Kommentar von damals dazu. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie tue ich mich auf einmal mit dem Gedanken schwer. Vielleicht kannst du mir die Gegend ja doch wieder schmackhaft machen.

    Liebe Grüße
    Silvana

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      März 2, 2016 um 9:15 p.m. Uhr

      Na, dann warte mal den Bericht vom nächsten Wochenende ab! Ich mag die Gegend einfach sehr…

      Liebe Grüße!

      Jörg

      Antworten
  3. Alexander sagt:
    Mai 16, 2021 um 1:38 p.m. Uhr

    Hallo Jörg,

    danke für diese Wanderung! Endlich kommen wir mal dazu, eine deine Wanderungen nachzulaufen. Recht spontan sind wir abends Mitte Mai 2021 zum Parkplatz an der PWV-Hütte und haben dort im Bus geschlafen. Das war auch dringend nötig, da uns zu Hause das Dach auf den Kopf fällt.

    Am nächsten Morgen (gegen 10 Uhr) konnten wir direkt loslaufen. Mit dabei waren auch 4 Kinder von 2 bis 10 Jahren, eine Kraxe oder ähnliches zum Tragen der Kleinen ist aber Pflicht!

    Nach den ersten Metern auf breiten Wegen ging es dann auf kleinen Wegen weiter, jeder Fels wurde erklommen und inspiziert. Trotz vieler Höhenmeter haben alle gut mitgemacht. Aussicht, kleine Höhlen, geheime Wege und die Mistkäfer halten alle bei Laune. Gebremst haben uns die langen Strecken auf breiten langweiligen Wegen, da war die Motivation schnell verschwunden. Trotz Büttelfels und toller Aussicht am Lämmerfelsen war dann aber der halben Strecke bzw. nach 6 Stunden die Kraft vorbei.

    Dankbar sind wir für die vielen Variationsmöglichkeiten und die vorbildlich ausgeschilderten Wege! So waren es bei Abbruch der Wanderung nur 2,4 km zurück zum Auto auf direktem Weg. Die eigentliche Felsentour hätte noch 6km gehen sollen.

    Das Wetter war durchwachsen. Wind, Sonne und Regen waren sicher der Grund, weshalb es angenehm leer war. Mit maximal 13 Grad war das Wetter zum Wandern auch für die Kinder angenehm.

    Bis zum nächsten Feedback!
    Grüße Alex und Familie

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      Mai 16, 2021 um 2:41 p.m. Uhr

      Hallo Alex,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen und lieben Kommentar! Schön, dass es Euch gefallen hat. Und vor allem Respekt dafür, dass Eure Kids so gut durchgehalten haben. Der Weg ist ja tatsächlich nicht ohne.

      Herzliche Grüße aus Limburg an der Lahn,
      Jörg

      Antworten

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