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Von Meran an den Gardasee – parli italiano?

Posted on September 14, 2017 By admin 6 Kommentare zu Von Meran an den Gardasee – parli italiano?
Featured, Neue Artikel, Special Meran - Gardasee, Südtirol, Wandern

Auf dem ersten Teil unserer Wanderung von Meran an den Gardasee ist es eigentlich kaum zu spüren, dass wir uns in Italien befinden. Mit Überschreiten des Mendelpasses ändert sich das schlagartig. Ab jetzt begrüßen uns die Wanderer mit „Buongiorno“ oder „Salve“.  Italienisches Flair genießen, das ist das Motto auf unserem Weg von Kaltern nach Molveno.

Von Meran an den Gardasee
Herrliches Wetter und Traumhafte Aussichten

Gut geschlafen haben wir im Hotel Masatsch. Und nach dem reichhaltigen Frühstück versorgt man uns mit allen notwendigen Informationen. Ob wir wirklich nach Kaltern wandern möchten, oder nicht doch lieber den Bus nehmen wollen, werden wir gefragt. Nein, wir wandern natürlich. Und 5 Minuten später wissen wir, dass dies eine gute Entscheidung ist. Denn durch die Weinberge geht es hinab nach Kaltern. Wir genießen die morgendliche Sonne und die frische Luft.

Von Meran an den Gardasee
Durch die Weinberge hinunter nach Kaltern

In Kaltern ist Markttag. Das trifft sich gut denn so können wir unseren Proviant mit Leckereien aus der Region auffüllen. Die Standseilbahn am Mendelpass bringt uns dann schnell und  bequem von 510 auf 1364 m Höhe. Die Tickets für die Bergfahrt sind übrigens bei Eurohike im Reisepreis enthalten. Oben angekommen heißt es erstmal Aussicht genießen und dann schlendern wir über die kleine „Shopping-Meile“ am Mendelpass.

Von Meran an den Gardasee
Marktzeit in Kaltern
Von Meran an den Gardasee
Talstation der Mendelbahn
Von Meran an den Gardasee
All inklusive bei Eurohike

Vom Mendelpass ins „Italienische“ hinab folgen wir dem „Sentiero Margeritha“. Deutsch ist jetzt auch auf den Wegweisern und Hinweisschildern immer weniger zu lesen. Wir genießen die Ausblicke auf die kleinen Dörfchen auf der gegenüberliegenden Seite des kleinen Tales und ein Sonnenbad an einem Rastplatz.

Von Meran an den Gardasee
Sentiero Margeritha
Von Meran an den Gardasee
Idyllische Dörflein
Von Meran an den Gardasee
Auf dem Höhenweg
Von Meran an den Gardasee
So macht Wandern Spaß

Weiter geht es auf einem idyllischen Höhenweg. Bei Cavareno finden wir einen idealen Platz unseren Proviant zu uns zu nehmen. Mit Blick ins Tal und in die Bergwelt können wir hier sogar an einem Brunnen unseren Wasservorrat wieder auffüllen. Denn das Wetter ist wieder einmal genial und wir trinken viel. In Don angekommen suchen wir die in unserem Tourenbuch empfohlene kleine Bar auf und bestellen italienisch radebrechend einen Cappuccino.

Von Meran an den Gardasee
Kurz vor Don
Von Meran an den Gardasee
Don – italienisches Flair
Von Meran an den Gardasee
Wer traut sich?
Von Meran an den Gardasee
Der Weg ist sehr abwechslungsreich

Wir lassen uns wieder die Sonne ins Gesicht scheinen und fast sind wir versucht, einfach hier sitzen zu bleiben. Aber wir wollen ja auch noch weiter. Gemächlich aber stetig abwärts geht es nun hinab zum Kloster San Romedio. Dort steigen wir die Treppen empor und werden tatsächlich von echten Mönchen empfangen. Im Kloster herrscht reger Touristenverkehr. Das Kloster, welches auf einem 70 m hohen Kalkfelsen erbaut wurde, ist ein beliebter Wallfahrtsort. Auch wir schauen hinein, gehen ganz bis oben und werden dort mit einem gigantischen Ausblick in eine kleine Schlucht belohnt.

Dieser zauberhafte und spirituelle Ort ist rund um die Figur des Heiligen Romedius entstanden. Es gibt einige Legenden des Eremiters Romedius und die wohl bekannteste davon ist jene mit dem Bären. Man erzählt, dass Romedius auf dem Weg nach Trient einen Bären geritten haben soll, den er wundersamer Weise gezähmt hatte… (Quelle: trentino.com)

Von Meran an den Gardasee
Kloster San Romedio
Von Meran an den Gardasee
Innerhalb der Klostermauern
Von Meran an den Gardasee
Titanic?

Und so sehen wir ihn hier auch… unseren Bären! Die Begegnung mit ihm ist allerdings nicht gefährlich für uns, denn der Braunbär wird in einem abgezäunten Gehege am Kloster gehalten. Er ist heute allerdings recht faul und will sich leider nicht ins Blickfeld der Kamera bewegen. Darum halten wir uns nicht lange auf. Ein gutes Stück weiter bergauf erreichen wir den Lago di Tavon und sind alsbald am Ziel der heutigen Etappe, dem Hotel Miraval in Coredo. Auch hier werden wir überaus freundlich und empfangen. Man zeigt uns unser Zimmer. Super modern und komfortabel eingerichtet. Auf den einladenden Wellnessbereich verzichten wir heute allerdings und decken uns stattdessen in einem  kleinen Lebensmittelgeschäft im Ort mit dem Proviant für morgen ein.

Von Meran an den Gardasee
Lago di Tavon
Von Meran an den Gardasee
Im Hotel Miraval
Von Meran an den Gardasee
Das Hotel Miraval in Coredo

Vom Balkon des Hotel Miraval haben wir übrigens wieder einen tollen Blick in die Berge. Obwohl wir ja durch die Standseilbahn in Kaltern eine Menge Höhenmeter gespart haben, war die heutige Tour recht anstrengend. Fast 30 Kilometer, das ist nicht ohne. Und so schlafen wir wie die Babys.

Von Meran an den Gardasee
Ausblick vom Balkon

Der nächste Tag beginnt viel entspannter. Nach einem ausgiebigen Frühstück werden wir von unserem Transfertaxi abgeholt uns bis Spormaggiore gefahren. Dort beginnt unsere Wanderung mitten im Ortskern. Auch hier in den engen Gässchen ist das italienische Flair zu spüren.

Von Meran an den Gardasee
Spormaggiore
Von Meran an den Gardasee
Der Zahn der Zeit

Gleich zu Beginn machen wir einige der heute über 700 Höhenmeter. Wir wandern durch Apfelplantagen, unser Blick schweift in die Ferne und zum gegenüberliegenden Castel Belfort. Es geht weiter steil bergauf und an der Kirche Chiesa di San Tommaso haben wir eine herrlichen Ausblick ins Val di Non.

Von Meran an den Gardasee
Mit freiem Blick geht es weiter
Von Meran an den Gardasee
Blick auf die Bergwelt
Von Meran an den Gardasee
Blick ins Val di Non
Von Meran an den Gardasee
Chiesa di San Tommaso

Und nochmal geht es 200 Höhenmeter bergauf, diesmal durch den Wald. Doch bald wandern wir entspannt durch Wiesen und erreichen den Lago di Andalo. Bei Andalo steht uns die letzte Steigung bevor. Und es geht auf Holzstegen durch ein zerklüftetes Karstgebiet. Wir erreichen Madonnina die Loreto, ein beliebtes Ausflugsziel mit Möglichkeit zur Einkehr. Jetzt sind wir quasi „übern Berg“. Nur noch hinunter nach Molveno… nur noch? Es geht recht steil hinunter. Dann plötzlich: der Blick auf den Lago die Molveno! Irre schön.

Von Meran an den Gardasee
Richtung Lago die Andalo
Von Meran an den Gardasee
Über Holzpfade…
Von Meran an den Gardasee
…durch zerklüftetes Karstgebiet
Von Meran an den Gardasee
Der Lago di Molveno
Von Meran an den Gardasee
Alpotel Venezia

Heute kommen wir sehr früh an unserem Ziel an. Wir beziehen unser Zimmer im Alpotel Venezia und genießen einen Cappucino am See. Dabei ist uns ziemlich italienisch zumute. Wir schlendern noch ein wenig durch Molveno. Immer wieder schauen wir hoch zu den Gipfeln der Brenta-Dolomiten. Dorthin nehmen wir Euch dann im dritten und letzten Teil unseres Reiseberichts mit. 77 Kilometer auf unserem Weg zum Gardasee liegen hinter uns. Und die Vorfreude auf Riva del Garda steigt!

Von Meran an den Gardasee
Molveno mit Blick in die Brenta Dolomiten
Von Meran an den Gardasee
Klares Wasser
Von Meran an den Gardasee
Die Brenta Dolomiten – unser morgiges Ziel
Von Meran an den Gardasee
Molveno

Auch diesmal wieder zwei abwechslungsreiche Etappen. Der Weg ist nicht zu unterschätzen. Es sind doch einige Höhenmeter, sowohl bergauf als auch bergab. Hier die wesentlichen Infos:

  • Streckenprofil Oberplanitzing – Coredo:                      29 km, + 440 m, – 945 m
  • Streckenprofil Spormagggiore – Molveno:                  16 km, +  738 m, – 438 m
  • Unterkunft Hotel Masatsch
  • Unterkunft Hotel Miraval
  • Unterkunft Alpotel Venezia
  • Kloster (Wallfahrtskirche) San Romedio
  • Kirche Chiesa di San Tommaso
  • Wandern ohne Gepäck mit Eurohike

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Outdoor Blogger Codex Siegel

Bei dieser Reise wurden wir von Eurohike unterstützt. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung jedoch in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikel, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.




Schlagwörter: Eurohike von Meran an den Gardasee Wandern mit Eurohike Wandern ohne Gepäck Wandern Südtirol Wandern von Meran an den Gardasee Wanderreise Eurohike

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6 thoughts on “Von Meran an den Gardasee – parli italiano?”

  1. Aurora sagt:
    September 14, 2017 um 7:03 p.m. Uhr

    Wow, so schöne Fotos von einer so schönen Gegend! Das wär tatsächlich auch mal was für mich!
    Gab es kritische Passagen für Menschen mit Höhenschwindel?

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      September 14, 2017 um 7:09 p.m. Uhr

      Am 5ten Tag geht es in die Berge. Da waren schon ein paar Passagen dabei wo man sich an Seilen festhalten muss und wo es nebendran steil runter geht. Kommt im dritten Teil meines Berichts!

      Danke für den Kommentar und liebe Grüße, Jörg

      Antworten
  2. Labby sagt:
    September 16, 2017 um 11:03 a.m. Uhr

    Das ist ja eine traumhafte Tour. Vielen Dank für die schönen Bilder.

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      September 18, 2017 um 6:19 p.m. Uhr

      Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ja, einfach großartig!

      Antworten
  3. Simone Mantel-Wolf sagt:
    April 18, 2023 um 1:59 p.m. Uhr

    Hallo,
    wirklich eine traumhafte Tour. Davon inspiriert mache ich diese Tour jetzt Ende Mai mit einer Freundin.
    Allerdings nach dem kürzlichen Vorfall mit dem Bären ist es uns schon etwas mulmig zumute.
    Wie ist es tatsächlich wenn man durch dieses Gebiet wandert, indem die Bären angesiedelt sind.
    Müssen wir uns Gedanken machen?

    Antworten
    1. Jörg sagt:
      April 18, 2023 um 6:25 p.m. Uhr

      Hallo Simone,

      schön, dass Euch mein Artikel gefällt. Als ich von dem Vorfall mit dem Jogger und dem Bären im TV sah und hörte, musste ich auch gleich an unsere Tour denken, die nun aber auch schon ein paar Jährchen zurück liegt. Damals haben wir uns über Bären noch keine Gedanken gemacht, obwohl ab und an schon mal ein Warnschild zu lesen war. Es ist so eine Sache hier was über die aktuelle Gefahr zu schreiben… wenn es dann doch passiert? Also kurzum: ich kann Euch da leider keinen Tipp geben. Die Tour ist klasse, das auf jeden Fall.

      Herzliche Grüße, Jörg

      Antworten

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