Einmal rund um das schwäbische Meer: Meine Bodensee-Radreise mit Radweg-Reisen 🚲🌊

Werbung* Es gibt Radstrecken, die stehen einfach auf jeder Bucket List. Die klassische Bodensee-Rundfahrt gehört definitiv dazu! In Kooperation mit den Profis von Radweg-Reisen habe ich mich auf das Abenteuer begeben, den drittgrößten Binnensee Mitteleuropas komplett aus der Sattelperspektive zu erkunden. Vor mir lagen weit über 200 Kilometer asphaltiertes Glück, drei Länder im fliegenden Wechsel, majestätische Alpengipfel am Horizont und jede Menge unvergessliche Momente. Packt die Fahrradtaschen, wir starten das nächste große Outdoorsüchtig-Abenteuer!

Fahrrad von Radweg-Reisen vorm Bodensee
Mit Radweg-Reisen einmal rund um den Bodensee

🚉 Anreise & Warm-up in Konstanz

Meine Reise beginnt mit einer etwas staureichen Autofahrt über Pforzheim nach Konstanz. Nachdem das Gepäck im traditionsreichen Hotel Halm direkt am Bahnhof sicher verstaut ist, mache ich mich mit Vorfreude auf den Weg zur Einsatzzentrale von Radweg-Reisen. Die schiere Dimension beeindruckt sofort: Stolze 1.000 Leihräder stehen hier in der Hochsaison für Radler bereit, wenn alle da sind. Ein super freundlicher Mitarbeiter zeigt mir die Werkstatt, gibt mir eine professionelle Einweisung in mein E-Bike und zeigt mir den dauerhaften Parkplatz, auf dem mein Auto die ganze Woche über deutlich günstiger steht als in den städtischen Parkhäusern.

Blick in das Radlager von Radweg-Reisen in Konstanz
Das Fahrrad-Lager von Radweg-Reisen in Konstanz
E-Bike von Radweg-Reisen
Mein Begleiter für die nächste Woche

Um das Urlaubsgefühl perfekt einzuläuten, zieht es mich am Abend in die historische Altstadt, die mich mit ihren mittelalterlichen Fassaden sofort verzaubert. Im gemütlichen Wirtshaus Bürgerstuben gönne ich mir erst einmal eine Portion herrlich frische, hausgemachte Spätzle. Ein kleiner, nächtlicher Verdauungsspaziergang direkt am glitzernden Seeufer rundet den Anreisetag ab. Ich schlafe tief und fest im Hotel und träume schon von den kommenden Kilometern.

Stadtbummel mit Rad: Konstanz wird erkundet
Imperia im Hafen Konstanz
Die Imperia – Das Konstanzer Wahrzeichen
Informationsmaterial von Radweg-Reisen
Meine Bettlektüre – das Informationsmaterial von Radweg-Reisen

Wissenswerter Fakt am Rande: Konstanz ist die größte Stadt am Bodensee und blieb im Zweiten Weltkrieg als eine der ganz wenigen deutschen Städte aufgrund ihrer unmittelbaren Grenznähe zur Schweiz komplett von Bombardierungen verschont. Deshalb ist die wunderschöne historische Substanz der Altstadt bis heute so lückenlos erhalten geblieben.


🥦 Tag 1: Die Gemüseinsel Reichenau und der gigantische Rheinfall

Der Tag startet mit einem echten Wow-Effekt: Das Frühstück wird im prunkvollen, maurischen Saal des Hotel Halm serviert – was für eine majestätische Atmosphäre! Gut gestärkt packe ich meine Satteltaschen, wobei man strategisch vorgehen sollte, da das eigene Hauptgepäck dank des inkludierten Transfers manchmal erst nach einem selbst im nächsten Hotel ankommt. So steht es im Informationsmaterial von Radweg-Reisen. Auf meiner Reise wird das aber nicht passieren. Über eine geniale, zweispurige Radfahrbrücke mit eigenem Kreisel pedaliere ich aus Konstanz heraus, lasse ein kurzes Stück Industriegebiet hinter mir und folge den Bahnschienen zum ersten echten Natur-Highlight: dem malerischen Schilfgürtel des Wollmatinger Rieds.

Der maurische Saal des Hotel Halm in Konstanz
Der maurische Saal des Hotel Halm in Konstanz
Radfahrer-Zähler in Konstanz
Konstanz ist eine radfahr-freundliche Stadt
Durchs Wollmatinger Ried auf die Insel Reichenau

Wenig später erreiche ich die geschichtsträchtige Insel Reichenau, die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe gehört. Da meine Fähre nach Gaienhofen erst um 12:08 Uhr ablegt, bleibt reichlich Zeit, das Kloster Reichenau und die romanische Kirche St. Peter und Paul zu besichtigen. Ich sauge das entspannte Inselflair zwischen Blumen- und Gemüsefeldern förmlich auf. Nach einer kurzen Pause am Schiffsanleger und der folgenden Schifffahrt mit weitem Blick über den Bodensee verlasse ich in Gaienhofen das Schiff. Übrigens braucht man keine Panik beim Zu- und Ausstieg zu haben. Das freundliche Personal ist total hilfsbereit. Ab Gaienhofen bin ich dann das erste Mal richtig froh, mich für das E-Bike entschieden zu haben, denn es warten ein paar knackige, spürbare Steigungen auf dem Weg Richtung Schaffhausen.

Blick auf das Kloster Reichenau
Das Kloster Reichenau
Fahrräder von Radweg-Reisen auf dem Schiff
Auf dem Schiff bin ich nicht der einzige, der mit Radweg-Reisen reist
Schifffahrt Reichenau Gaienhofen
Ich genieße die Schifffahrt von Reichenau nach Gaienhofen

In Öhningen nutze ich den letzten Lidl vor der Grenze, um mich noch einmal günstig mit Proviant einzudecken, bevor ich die Schweiz erreiche. Kurz darauf erreiche ich Stein am Rhein, ein absolutes Bilderbuch-Städtchen mit einer malerischen Fußgängerzone und bunt bemalten, historischen Rathausfassaden. Auf einem hügeligen Abschnitt des Radweges passiere ich Diessenhofen und erreiche Schaffhausen so früh, dass ich direkt zum weltberühmten Rheinfall weiterfahren kann. Nach diesem ohrenbetäubenden Naturschauspiel – immerhin stürzen hier im Sommer rund 600.000 Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe – checke ich im Hotel Kronenhof ein, wo ich super freundlich empfangen werde und den Tag beim Altstadtbummel ausklingen lasse.

Stein am Rhein
Stein am Rhein – ein malerisches Städtchen
Rheinfall von Schaffhausen
Der berühmte Rheinfall von Schaffhausen
Festung Munot
Blick von der Festung Munot auf Schaffhausen

🦅 Tag 2: Flussromantik, Störche und das erste Alpenpanorama

Nach dem erstklassigen Frühstück im Kronenhof zieht es mich zunächst wieder zum Schiffsanleger. Da am frühen Morgen noch herrlich wenig los ist, genieße ich die beschauliche Fahrt den Rhein entlang in vollen Zügen, während über mir majestätisch ein Zeppelin am Himmel kreuzt. Eigentlich sollte die Bootsfahrt bis Stein am Rhein gehen, aber das aktuelle Niedrigwasser zwingt mich zu einem verfrühten Ausstieg in Diessenhofen. Was wie ein kleiner Dämpfer klingt, entpuppt sich als absoluter Glücksfall: Ich wechsle spontan auf die andere Rheinseite und werde mit einer traumhaften Kulisse aus riesigen Sonnenblumenfeldern und wunderschönen Flussblicken belohnt.

Voucher Radweg-Reisen Schifffahrt
Schifffahren inklusive
Idylle auf dem Rhein
Rheinidylle
Bilder Blogger-Radreise am Bodensee vom 20. – 27.07.2026

Gegen Mittag erreiche ich nach den ersten 21 Kilometern erneut Stein am Rhein und rolle über die bekannte Grenze zurück nach Gaienhofen. Vor mir liegt nun ein komplett neuer, gut 40 Kilometer langer Abschnitt, den ich noch nicht kenne. Der Radweg führt mich durch ein Bilderbuchidyll: Bunte Sommerwiesen, klappernde Störche im Schilf und einladende Strandbäder säumen den Trail bis nach Radolfzell, wo ich mir eine wohlverdiente Kaffeepause gönne. Danach geht es ein kurzes Stück unspektakulärer an Straßen und großen Obstplantagen entlang, bis sich hinter Bodman plötzlich wieder der See vor mir öffnet.

Marktplatz Stein am Rhein, Bodensee, bemalte Häuser
Wieder in Stein am Rhein
Kantonsgrenze Schweiz Schaffhausen
Zurück nach Deutschland
Bilderbuchidyll

Genau in diesem Moment traue ich meinen Augen kaum, denn im Hintergrund ragen zum allerersten Mal die hohen Gipfel der Alpen empor! Mit diesem Blick auf die beeindruckenden Felsformationen erreiche ich schließlich mein Tagesziel Überlingen. Mein Quartier, das komfortable Bad Hotel, liegt genialerweise direkt am Radweg und unmittelbar am See. So bleibt mir vor dem Abendessen noch jede Menge Zeit für einen gemütlichen Stadtbummel und ein eiskaltes Bier an der wunderschönen Uferpromenade, während mein Blick sehnsüchtig zum Schweizer Hausberg Säntis hinüberschweift.

Kurpark, direkt vorm Hotel
Blick über den Bodensee zum Säntis
Blick über den See zum Säntis
Kurpark Überlingen
Spaziergang durch Überlingen

🏰 Tag 3: Barockjuwele, eine geschichtsträchtige Burg und ein strenges Ordnungsamt

Heute steht ein extrem entspannter Genuss-Tag auf dem Programm, denn die Etappe nach Friedrichshafen ist gerade einmal etwas über 30 Kilometer lang. Direkt nach dem reichhaltigen Frühstück geht es vom Hotel aus auf den Sattel. Der Weg führt mich immer flach am glitzernden Wasser entlang, vorbei an idyllischen Bootsliegeplätzen. Unterhalb des auf einem Weinberg thronenden Klosters Birnau lege ich einen kurzen Stopp ein, um die Sonnencreme nachzulegen. Kurz darauf entscheide ich mich spontan für den knackigen Aufstieg hinauf zur barocken Basilika. Die Mühe lohnt sich, denn die Aussicht von der dortigen Klosterterrasse über den gesamten Überlinger See ist einfach atemberaubend.

Kloster Biernau bei Überlingen
Kloster Birnau
Blogger Jörg Thamer auf der Klosterterasse Biernau
Zufriedener Radblogger auf der Klosterterasse

Für die Weiterfahrt ignoriere ich die offizielle Fahrradstraße und wähle stattdessen die Route in direkter Ufernähe, die mich mitten durch ein herrlich ruhiges Naturschutzgebiet führt. Die berühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen verpasse ich dabei irgendwie, darüber ärgere ich mich heute noch wenn ich die Bilder im Netz sehe. Dafür nehme ich mir aber umso mehr Zeit für das absolute Highlight des Tages: Meersburg. Die Stadt mit ihrer imposanten alten Burg und dem barocken Neuen Schloss ist ein absoluter Traum. Mein Outdoorsüchtig-Tipp für euch: Lasst das Fahrrad unbedingt unten in der Stadt stehen und schlendert ganz gemütlich zu Fuß durch die steilen, kopfsteingepflasterten Gassen!

Fischermuseum Öhningen
Die Pfahlbauten in Unteruhldingen habe ich leider verpasst. Hier ein Bild eines Nachbaus in Öhningen
Burg Meersburg über dem Bodensee
Burg Meersburg über dem Bodensee
Neues Schloss Meersburg
Neues Schloss Meersburg

Hinter Meersburg radle ich entspannt zwischen weiten Weinbergen und dem plätschernden Seeufer weiter, wo ausreichend Bänke zu einer Rast mit Aussicht einladen. Die Wellen klatschen an die Steine und es fühlt sich fast an wie am echten Meer. Ab Immenstaad verläuft der Radweg leider ein Stück direkt neben der Hauptstraße, lässt sich aber dennoch super flüssig fahren, während man an den riesigen Werkshallen von Airbus und Rolls-Royce vorbeirollt. Ein wichtiger Überlebens-Tipp für die Einfahrt nach Friedrichshafen: Benutzt dort auf keinen Fall den Gehweg, denn das lokale Ordnungsamt greift hier erbarmungslos durch und bittet Radfahrer sofort zur Kasse! Ich erreiche mein Ziel sehr früh, checke im modernen Hotel City Krone ein und nutze den Nachmittag für das faszinierende Zeppelin-Museum sowie ein deftiges Essen im schattigen Biergarten.

Bank am Bodensee
Rastbank am „schwäbischen Meer“
Blick auf Friedrichshafen
Blick auf Friedrichshafen
Zeppelin-Museum in Friedrichshafen
Der Besuch des Zeppelin-Museums ist Pflicht
Dachterrasse Hotel City Krone Friedrichshafen
Blick von der Dachterrasse des Hotels City Krone

🇦🇹 Tag 4: Lindauer Trubel und alpines Gipfelglück in Österreich

Nach dem hervorragenden Frühstück im Hotel City Krone verlasse ich die Zeppelinstadt durch die Fußgängerzone. Schnell umfängt mich wieder die pure Natur: Kilometerweit geht es schnurgerade vorbei an fruchtbaren Obstwiesen. Der See versteckt sich zwar kurzzeitig hinter den Bäumen, aber das macht gar nichts, denn die mächtigen Berge im Hintergrund scheinen mit jedem Tritt in die Pedale näher zu rücken, während im azurblauen Himmel wieder ein Zeppelin seine Kreise zieht. In Langenargen genieße ich den herrlichen Seeblick inklusive Schloss (Montfort), bevor ich im wunderschönen Seepark Kressbronn eine ausgiebige Panoramarast einlege.

Zeppelin Europa Park
Zeppeline waren rund um Friedrichshafen mein Begleiter
Strand Seewiesen bei Langenargen am Bodensee
Seewiesen bei Langenargen
Schloss Montfort Langenargen
Schloss Montfort Langenargen

Auf bestens ausgebauten Radwegen durchquere ich beschauliche kleine Orte, bis ich die bayerische Inselstadt Lindau erreiche. Um auf die berühmte Insel zu gelangen, gibt es verschiedene Wege, unter anderem einen mit und einen ohne Bahnschranke. Ich erwische zielsicher den mit Schranke und stelle mich auf 15 Minuten Wartezeit ein, was dann zum Glück doch viel schneller geht. Auf der Insel selbst steppt sprichwörtlich der Bär, aber die weltbekannte Hafeneinfahrt mit dem bayerischen Löwen und dem Leuchtturm muss man einfach gesehen haben. Wer danach wie ich etwas Ruhe sucht, findet im Toskanapark auf dem Festland die perfekten, schattigen Rückzugsorte.

Hafeneinfahrt Lindau
Lindau – die bekannte Hafeneinfahrt mit dem bayrischen Löwen
Hafen Lindau
Im Hafen von Lindau

Weiter geht es auf einer breiten Fahrradstraße, bis mich kurz nach Mittag ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen in Lochau“ begrüßt. Ich habe Österreich und das Bundesland Vorarlberg erreicht! Im Bregenzer Hotel Messmer steht mein Gepäck dank des perfekten Radweg-Reisen-Services bereits im Zimmer bereit. Nach einer schnellen Dusche hält es mich nicht auf dem Bett: Ich starte zu einer knackigen Wanderung hinauf zur 1.064 Meter hohen Pfänderspitze. Von hier oben hat man den ultimativen Dreiländerblick über den gesamten Bodensee und die Schweizer, deutschen und österreichischen Alpen. Ein absolut würdiger, grandioser Abschluss für einen perfekten Radtag!

Radfahrerzählung Vorarlberg
Auch in Österreich zählt man Radfahrer
Blick auf den Bodensee vom Pfänder
Blick auf den Bodensee vom Pfänder
Blick vom Pfänder auf die Insel Reichenau
Auch die Insel Lindau ist von hier gut zu erkennen

🇨🇭 Tag 5: Über das Rheindelta grenzenlos in die Schweiz

Dass das Frühstück im Hotel Messmer in Bregenz ebenfalls absolute Spitzenklasse war, muss ich wohl kaum erwähnen. Direkt nach dem Start rolle ich ufernah aus der Stadt heraus und passiere noch einmal die gigantische Bregenzer Seebühne. Einen ersten Fotostopp lege ich an der rauen Bregenzer Ach ein. Hier regiert die Natur pur. Besonders gut gefällt mir kurz darauf die historische Holzbrücke, die über die Dornbirner Ach Richtung Fußach führt. Schließlich überquere ich den mächtigen Alpenrhein und radle auf den erhöhten Polterdämmen bis zum Altrhein. Oben auf dem Damm zu fahren ist ein echter Geheimtipp: Es ist viel weniger los und man genießt die weitaus bessere Aussicht über das gesamte, artenreiche Rheindelta.

Seebühne Bregenz - La Traviata
Die Seebühne in Bregenz – hier lief gestern Abend „La Traviata“
Bregenzer Ach
Die Bregenzer Ach
Holzbrücke über die Dornbirner Ach
Holzbrücke über die Dornbirner Ach

Bei Rheineck überquere ich den Altrhein und erkunde das hübsche Schweizer „Städtli“. Grenzkontrollen oder Zöllner gibt es hier weit und breit nicht zu sehen. Bei einer kurzen Rast am Wegesrand werde ich prompt von ein paar zutraulichen Meisen überrascht, die frech versuchen, mir ein paar Brotkrümel direkt aus der Hand abzuluchsen. Hinter Rheineck verändert der Bodenseeradweg schlagartig seinen Charakter. Vorbei ist es mit der unberührten Natur, ab jetzt bestimmen schicke Marinas, edle Segelyachten und schon fast mondäne Luxushotels das Bild am Schweizer Südufer.

Momentan kein Thema – aber Hochwasser gibt es auch am Altrhein
Meise am Bodenseeradweg
Gibst Du mir etwas von deinem Proviant ab?
Im Altrheindelta
Im Altrheindelta

Viel zu schnell verfliegen die Kilometer und ich erreiche das schmucke Städtchen Arbon, wo ich im schnuckeligen und unheimlich charmanten Hotel de Charme Römerhof einchecke. Arbon weiß mit seinem historischen Kern, dem alten Schloss und der ehemaligen Klosteranlage sofort zu begeistern und lädt zu einem entspannten Abendspaziergang ein.

Hotel de Charme Römerhof
Hotel de Charme Römerhof
Fachwerk in Arbon
Auch Arbon ist ein schmuckes Städtchen
Einzelzimmer Hotel de Charme Römerhof Arbon
Und hier werde ich richtig gut schlafen

🏁 Tag 6: Mit Gegenwind ins Finale – der Kreis schließt sich in Konstanz

Der finale Tag meiner Bodensee-Rundreise beginnt mit den ersten spärlichen Regentropfen der Woche. Doch der Wettergott meint es gut mit dem Outdoorsüchtigen: Kaum habe ich meine Regenjacke mühsam aus den Tiefen der Packtasche hervor gekramt, verziehen sich die Wolken auch schon wieder und es bleibt trocken. Der Weg bis Romanshorn verläuft weitestgehend unspektakulär flach entlang der Bahnschienen. Ein echter Hingucker am Wegesrand ist die Autobau Erlebniswelt in Romanshorn, ein genialer Zwischenstopp für Autofans. Da das Museum aber leider erst um 10:00 Uhr seine Pforten öffnet, nutze ich die Zeit stattdessen für eine erste ausgiebige Pause direkt am Hafen.

Autobau Erlebniswelt Romanshorn
Autobau Erlebniswelt Romanshorn
Bodenseeufer Romanshorn
Pause am Bodenseeufer

Weiter geht es immer an der Bahnlinie entlang, wobei man ab und zu wunderbare Ausblicke auf den weiten See erhaschen kann. In der Nähe des Kantonsspitals Thurgau lege ich eine erneute kurze Rast ein. Obwohl die heutige Schlussetappe mit knapp über 30 Kilometern recht kurz ist, verlangt sie mir noch einmal alles ab: Ein ständiger, unerbittlicher Gegenwind bläst mir ins Gesicht und macht das Treten unerwartet anstrengend. Umso lustiger ist es zu beobachten, dass mir die Radler aus der Gegenrichtung mit bestem Rückenwind fröhlich pfeifend entgegenkommen. Nach einem kurzen Stopp an der sehenswerten Marina von Kreuzlingen ist das Ziel endlich in Sicht und Konstanz liegt direkt vor mir.

Marina Romanshorn
Schicke Marinas säumen den Weg – hier: Romanshorn

Ein bisschen Wehmut mischt sich in die Freude, als ich durch das nicht mehr betriebene Zollamt Emmishofer Tor zurück nach Konstanz rolle. Was für herrliche, erlebnisreiche Tage liegen hinter mir! Ich checke ein zweites Mal im nun schon vertrauten Hotel Halm ein. Da mir noch etwas Zeit bleibt, nutze ich das im Reisepaket inkludierte Ticket für das Rosgartenmuseum. Die zahlreichen regionalen Exponate lassen mich noch einmal gedanklich an die vielen schönen Stationen unserer Reise zurückdenken. Auch die tief bewegenden Erläuterungen zu den Schicksalen Konstanzer Bürger während der Zeit des Nationalsozialismus beeindrucken mich sehr. Nun hat sich der Kreis geschlossen. Diese durch Radweg-Reisen perfekt organisierte Tour war einfach ein rundum gelungenes Abenteuer!

Zollamt Emmishofer Tor
Zollamt Emmishofer Tor
Zahlreiche regionale Exponate im Rosgartenmuseum Konstanz
Rückblick auf das Schicksal Konstanzer Bürger zu Zeiten des Nationalsozialismus

ℹ️ Lust auf dein eigenes Bodensee-Abenteuer?

Wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, das schwäbische Meer ganz entspannt aus der Sattelperspektive zu erkunden, kann ich euch den Bodensee-Radweg mit Radweg-Reisen nur wärmstens empfehlen. Damit ihr seht, wie perfekt organisiert und komfortabel so eine Reise abläuft, habe ich euch hier die von mir getesteten Unterkünfte, Highlights und genialen Services übersichtlich zusammengefasst!

🛌 Meine Unterkünfte auf der Tour

🎯 Must-Sees & Erlebnisse am Wegesrand

  • UNESCO-Welterbe Insel Reichenau: Berühmt für das historische Kloster, die romanische Kirche St. Peter und Paul und die weiten Gemüsefelder.
  • Der Rheinfall bei Schaffhausen: Der größte Wasserfall Europas ist ein absolutes Pflichtprogramm auf der Tour.
  • Meersburg: Die wunderschöne historische Unter- und Oberstadt mit der ältesten bewohnten Burg Deutschlands
  • solltet ihr unbedingt zu Fuß erkunden.
  • Zeppelin-Museum (Friedrichshafen): Ein faszinierendes Highlight, das euch tief in die Geschichte der Luftschifffahrt eintauchen lässt und direkt an der Uferpromenade liegt.
  • Pfänderspitze (Bregenz): Der 1.064 Meter hohe Hausberg bietet den ultimativen Dreiländerblick über Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wer nicht wandern möchte: es gibt auch eine Seilbahn!
  • Rosgartenmuseum (Konstanz): Ein faszinierendes Regionalmuseum, dessen Eintritt im Programm von Radweg-Reisen bereits inkludiert war.

💡 Warum mit Radweg-Reisen? Und ein paar ernst gemeinte Tipps für den Bodenseeradweg

Eine Radreise in die Hände von Radweg-Reisen zu legen, bedeutet schlichtweg Genuss ab der ersten Minute. Der größte Pluspunkt ist das absolute Rundum-sorglos-Gefühl: Ihr müsst euch weder um die Hotelbuchungen noch um den täglichen Gepäcktransport kümmern. Eure Taschen oder Koffer warten abends einfach schon im nächsten Hotel. Dazu kommt der unschlagbare Service beim Start in Konstanz mit günstigem Parkplatz und einer professionellen Einweisung in die top gepflegten Leihräder. Und falls unterwegs doch mal eine Panne passiert? Radweg-Reisen hat zwar kein eigenes Werkstattnetz um den See, liefert im Begleitheft aber eine Liste lokaler Fahrradwerkstätten mit. Das Beste daran: Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt der Veranstalter am Ende unkompliziert die Reparaturrechnung. Man schaltet den Kopf also trotzdem ab und tritt einfach nur in die Pedale.

Gepäcktransport Radweg-Reisen
Mit Gepäcktransport – das Gepäck wurde immer zuverlässig von Hotel zu Hotel transportiert
Radstation am Bodenseeradweg
Schnelle Hilfe – dank perfekt gepflegtem Rad habe ich sie aber nicht benötigt

Damit eure eigene Tour ein voller Erfolg wird, möchte ich euch aber noch ein paar ernst gemeinte und ehrliche Tipps mit auf den Weg geben. Der Bodenseeradweg ist wunderschön, kann in der Hochsaison aber auch richtig voll werden.

  • Tragt bitte immer einen Helm! Ich spreche hier aus eigener, schmerzhafter Erfahrung: Vor ein paar Jahren bin ich auf einer ähnlichen Tour schlimm gestürzt. Mein Helm hat mir damals sprichwörtlich das Leben gerettet. Macht hier keine Kompromisse – Sicherheit geht immer vor!
  • Nehmt aufeinander Rücksicht! Der Radweg gehört uns allen: Pendlern, Genussradlern, Familien und Rennradfahrern. Fragt euch selbst: Muss man wirklich immer zu zweit nebeneinander fahren und den Weg blockieren? Hintereinander fahren entspannt die Lage oft ungemein und sorgt dafür, dass alle sicher und stressfrei ans Ziel kommen.
  • Unterschätzt die Sonne nicht! Durch den ständigen, erfrischenden Fahrtwind merkt man oft gar nicht, wie intensiv die UV-Strahlung am Wasser ist. Packt euch unbedingt eine gute Sonnencreme in die Lenkertasche und cremt euch regelmäßig nach – ein fieser Sonnenbrand verdirbt schnell den Spaß am nächsten Radtag.
Markierung Bodenseeradweg
Gut markiert – aber bitte nehmt Rücksicht aufeinander!
Blogger Jörg Thamer mit Radhelm
Seit meinem schlimmen Radunfall gilt für mich: immer mit Helm!

* Zu dieser Radreise am Bodensee wurde ich von Radweg-Reisen eingeladen. An dieser Stelle möchte ich mich dafür herzlich bedanken!

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung bei allen meinen Berichten und Produkttests.


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