Malerweg Etappe 8: Eierschecke in Pirna!

Am sechsten Tag war es dann soweit. Die letzte Etappe stand an. Die 8. Etappe des Malerweges sollte mit 12,4 Kilometern, von Weißig nach Pirna, nach den vielen Kilometern der letzten fünf Tage eigentlich nur noch lockeres Auslaufen sein. Doch Ihr könnt es Euch denken, am Ende qualmten uns wieder die Socken.

Zunächst mal wieder Treppen! Hoch zum Rauenstein

Zunächst einmal geht es natürlich wieder über steile Treppen aufwärts. Und zwar zum Rauenstein. Oben erwartet uns eine tolle Aussicht, unter anderem auf den gegenüberliegenden Basteifelsen. Meine Videokamera schafft es, die Betriebsamkeit auf der Basteibrücke einzufangen. Da ist schon wieder ganz schön was los. Aber hier oben auch. Man merkt, dass Wochenende ist und das heute mehr Wanderer unterwegs sind als unter der Woche.

Doch natürlich wird das auch diesmal mit einer schönen Aussicht belohnt
Sogar die Basteibrücke kann man sehen

Und die meisten Leute laufen wahrscheinlich von Wehlen hinauf zum Rauenstein. Jedenfalls kommt es uns auf dem Gratweg so vor. Die Menschenmassen sind sehr „entgegenkommend“. Durch den Wald geht es hinunter nach Wehlen. Von Wehlen führt der Malerweg dann nach Naundorf. Uns fehlt noch der letzte Stempel auf unserere Stempelkarte und so entschließen wir uns den Abstecher zum Robert-Sterl-Haus zu machen. Das Robert-Sterl-Haus ist ein Kunstmuseum und dort bekommen wir den letzten noch ausstehenden Stempel aufgedrückt… auf die Karte natürlich 😉

Angekommen in Naundorf

Dieser Umweg war so nicht eingeplant. Wir wandern nun wieder hinunter nach Naundorf. Im Ortszentrum halten wir uns in Richtung Königsnase. Oberhalb von alten Steinbrücken geht es immer der Elbe entlang. Die vier Kilometer bis zu Königsnase zieht sich allerdings gewaltig. An der Königsnase, einem Felsvorsprung über der Elbe, angekommen machen wir erst mal ausgiebig Pause. Es ist schön hier oben!

Auf dem Weg zur „Königsnase“

Und jetzt hinunter zur Elbe und ebenerdig bis nach Pirna!? Ja, aber nicht ganz, denn kurz vor Pirna weicht die Ausschilderung plötzlich vom Track ab. Wir sollen nach links abbiegen und hinauf zum Panoramaweg. Wollen wir uns das noch antun? Die vielen Kilometer der letzten Tage haben doch Spuren hinterlassen. Aber Doris ist wie immer unnachgiebig. Wenn das doch zum Weg gehört, dann müssen wir das nun auch noch machen… ja aber, der Track… kein aber, wir quälen uns wieder einmal den Berg hinauf. Und noch dazu entfernen wir uns wieder vom Ziel!

Ebenerdig der Elbe entlang… aber nicht lange

Aber der Panoramaweg (Canaletto-Weg) ist lohnenswert. Wir machen noch einen Abstecher in den Schlosspark. Im Biergarten der Schlossschänke, dem „wahrscheinlich ältesten Biergarten Deutschlands“, genehmigen wir uns zwei große Radeberger. Das haben wir uns verdient. Und dann setzen wir ein letztes Mal unseren Rucksack auf und wandern hinunter in die Stadt wo an der Tourist-Info die 112  wunderschönen Kilometer des Malerweges enden.

Ein verdientes Radeberger in der Schlossschänke
Eierschecke – ein Muss wenn man hier ist!

Die Tourist-Info hat leider schon geschlossen, so müssen wir unsere Stempelkarten per Post einschicken. Wir gönnen uns noch einen Kaffee und eine Eierschecke, sind unglaublich stolz auf unsere Leistung und lassen den Tag dann ganz gemütlich in unserem Hotel ausklingen.

Dokumentiert – der Beweis!

Fazit: die achte Etappe des Malerweges erreicht nicht ganz das Niveau des übrigen Weges aber macht trotzdem Spaß. Darum vergeben wir den Outdoorsuchtfaktor 3 Sterne. Damit steht Etappe 8 auf einer Stufe mit Etappe 5. Alle anderen Etappen des Malerweges sind aus unserer Sicht fantastische Touren. Die Etappen 2 und 4 stufen wir sogar als „5 Sterne – Oberhammer“ ein. Bei wenig Zeit also 2 und 4 machen, ansonsten ist natürlich auch der komplette Malerweg empfehlenswert. Die Einteilung in sechs Tagesetappen, so wie wir es gemacht haben, ist schon ziemlich heftig, zumal wir uns dann auch noch die Sehenswürdigkeiten rechts und links des Weges nicht entgehen lassen wollten.

Übernachtet haben wir übrigens im Hotel Weißer Hirsch in Hohnstein! Hier wird eine Wanderpauschale angeboten, bei der man jeden Morgen zum Start gebracht und Abends am Ziel der Etappe abgeholt wird. Sehr praktisch!

Noch mehr Malerwegberichte? Die findet Ihr hier und auch im Blog vom HappyHiker! Ihr wollt bewegte Bilder sehen? Aber gerne… ein kleines Video habe ich im Anschluss auch noch für Euch. Weitere Videos findet Ihr im Outdoor-Kino!




6 Kommentare

  1. Hallo, und das haben wir nun jedes Wochenende, ich denke den Malerweg bin ich zwar noch nicht gewandert, kenne aber alle Hochlichter und wichtige Stellen.
    Ich habe mir aber bei deiner Rumänien-Tour einige Empfehlungen geholt, danke dafür.
    Gruß aus Dresden
    Axel

    1. Hallo Axel. Der Malerweg war einer der schönsten Wanderwege die wir gewandert sind. Und Rumänien wird Dich auch nicht enttäuschen! Viel Spaß dort und Grüße aus Limburg!

      Jörg

  2. Ich gebe zu, ich mag da gar nicht hinschauen. Hoffentlich schaffe ich noch das ein oder andere Vorhaben umzusetzen. Anregungen gibt es ja wirklich genug.
    Ich wünsche Dir eine tolle Woche lieber Jörg und, auf bald!
    Elke

    1. Hallo liebe Elke,

      ja, das Internet ist wirklich ein nie versiegender Quell an Inspirationen. Das geht auch mir so. Es muss ja nicht darum gehen, alles umsetzen zu wollen… ab und zu mal einen kleinen Traum erfüllen, das wär´s… Dir auch eine wunderschöne Woche Man sieht sich!

      Jörg

    1. Hallo Claudia, lieben Dank für Deinen Kommentar. Ja, den Malerweg können wir mit sehr gutem Gewissen empfehlen. Wir waren selten so beeindruckt von einem Wandergebiet!

      Liebe Grüße, Jörg

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