Aussichtsreich – Der Rheinsteig von Braubach bis Kamp-Bornhofen

Wandern auf dem Rheinsteig von Braubach nach Kamp-Bornhofen: ein aussichtsreicher Genuß! Unsere Leidenschaft für den Rheinsteig entstand im Jahre 2012 als wir uns auf einer Geocaching-Tour „kurz mal rheingesteigert“ hatten. Damals starteten wir in Bonn. Die Etappen im Siebengebirge haben uns unheimlichen Spaß gemacht. Seitdem nehmen wir uns immer mal einen Abschnitt des Rheinsteiges vor und sind mit der jüngsten Wanderung in Kamp-Bornhofen angelangt.

Die Marksburg beherrscht lange diese Etappe des Rheinsteiges

Und dieser Abschnitt, den wir bei frühlingshaftem Wetter in Braubach begonnen haben, ist einer der bislang schönsten Rheinsteig-Etappen. Das beginnt schon mit dem Weg hinauf zur Marksburg. Und der tollen Aussicht, die man auf der einzigen nie zerstörten Höhenburg am Mittelrhein hat.

Aus der Nähe noch Imposanter
Leider war für eine Führung keine Zeit

Die 50 Minuten für eine Führung auf der Marksburg sollte man eigentlich unbedingt einplanen. Wir sind uns allerdings nicht sicher, ob wir dann nicht zeitlich in Verzug kommen. Denn die Geocaching-Etappen sind etwas länger als die normalen Rheinsteig-Etappen. So verlassen wir die Marksburg nach relativ kurzem Aufenthalt.

Auf dem „Zecherweg“ geht es hinauf zum „Lusthäuschen“. Immer wieder wenden wir unseren Blick zurück in Richtung Marksburg. Sollte man hier nicht eigentlich lieber in die entgegengesetzte Richtung wandern? Dann hätte man die Marksburg als Ziel immer vor Augen. Aber wir haben uns damals entschlossen, den Rheinsteig von Nord nach Süd zu gehen. Und so behalten wir natürlich die Richtung bei.

Umdrehen lohnt sich!
Höhenmeter inklusive

Am „Lusthäuschen“ herrscht bereits Betrieb. Radler, Wanderer, Spaziergänger… alle schauen in die Ferne. Und so gehen wir dann weiter, eine tolle, ca. 2 Kilometer lange Panoramastrecke entlang bis es schließlich zum Sauerbrunnen hinunter geht. Tipp: das Wasser dort einfach mal probieren!

Ausblicke die begeistern
Am Sauerbrunnen
Kipplei – nur nicht runterkippen

Was nun folgt ist ein relativ heftiger Anstieg zum Drinkholder Berg. Fast 200 Höhenmeter gilt es hier am Stück zu überwinden. Und vom Drinkholder Berg geht es wieder bergab bis zur Kipplei. Wir erfreuen uns immer wieder an den schönen Panoramablicken.

Auch die Rheinsteighütte Osterspai wird schon gut von Wanderern in Beschlag genommen. Wir finden aber ein Bänkchen mit toller Aussicht. Wieder blicken wir zurück zur Marksburg und genießen unser Picknick in der Sonne.

Richtige „Frühlingsgefühle“ befallen uns dann kurz vor Filsen. Wir bemerken, dass hier die Natur schon etwas weiter ist als zuhause in Limburg. Die Kirschbäume blühen schon so wunderbar. Sogar Doris lässt sich verleiten mit dem Smartphone ein paar Fotos für die Familie zu schießen. Und dann etwas, was uns auf vielen Wanderungen einfach fehlt: der Nachmittagskaffee!

Frühling wir kommen!
Herrlich, oder?
Kurz vor Filsen

Denn am Ortseingang Filsen verweist ein Schild hinauf zum Café Haus Elch. Dort sitzen wir auf der Terrasse mit herrlichem Blick auf das gegenüberliegende Boppard. Da die Terrasse zwar wunderschön aber nicht sehr groß ist, kommen wir rasch mit anderen Gästen ins Gespräch. Es ist interessant zu hören, was sie vom Rheinsteig halten, wer von wo nach wo wandert und und und… So verfliegt die Zeit und wir müssen uns schließlich aufraffen um unser Tagespensum zu erreichen. Später treffen wir einen der Gäste auf dem Rheinsteig wieder und wandern ein Stück mit ihm zusammen. Wandern ist klasse, da lernt man Leute kennen!

Der Weg ist das Ziel – einfach klasse
Diese Treppe hat uns fasziniert
Warum ist es am Rhein so schön – darum!

Hinter Filsen ändert sich die Landschaft. Der Blick ist noch offener. Wir durchwandern Kirschplantagen. Eine lange Holzbrücke begeistert uns. Wir  genießen die Aussichtspunkte an der Marienkapelle und vor allem an der Filsener Lei. Es ist einfach irre schön hier!

Filsener Lei – Ich konnte mich nicht satt sehen

Schließlich wandern wir hinunter nach Kamp-Bornhofen. Auf den Zug für die Rückfahrt müssen wir nicht lange warten, er verkehrt stündlich. Und so kommen mit vielen tollen Eindrücken wieder in Braubach an. Ein toller Wandertag den wir mit einem Abendessen im Restaurant „Zum goldenen Schlüssel“ in Braubach beschließen. Auch dieses empfehlen wir gerne weiter.

Unser Fazit: Für diese tolle Wanderung vergeben wir den Outdoorsuchtfaktion 4 Sterne! Denn die vielen Aussichten, die Marksburg und die Einkehrmöglichkeiten haben uns besonders gefallen. Alles ist, wie es sich für einen Premiumweg gehört, bestens ausgeschildert und unterwegs findet man viele Möglichkeiten zum Rasten. Absolute Empfehlung!

Solltet Ihr jetzt noch ca. 4 Minuten Zeit haben, empfehle ich Euch ein kleines Youtube-Video, welches auf unserer Wanderung entstanden ist:




4 Kommentare

  1. Jörg der Hunger ist jetzt auch für den Rheinsteig geweckt, welch ein Genuss Deine Bilder zu schauen und zu erkennen: „JA, das kenne ich“ Und wieder einmal stelle ich fest, ich bin verflixt neidisch auf Deine frühe Verrentung! 😉

    Liebe Grüße
    Elke

    1. Lach… da wir das an einem Sonntag gelaufen sind, zählt Dein Argument mit der „frühen Verrentung“ nicht – da hätte ich sowieso frei gehabt. Aber hast recht, ist schon prima solche Möglichkeiten zu haben. Schön, dass Dir der Beitrag gefällt!

      Liebe Grüße,
      Jörg

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.