Das Wandern ist des Müllers Lust – auf der Wiesengänger Route zur Katzbrui Mühle

Nein, nicht nur als Müller kann man Lust aufs Wandern bekommen… die Wandertrilogie Allgäu hat für jeden etwas zu bieten. Und die Wiesengänger Route spricht speziell die sogenannten „Genußwanderer“ an. Nur moderate Steigungen, Wiesen, Wälder…

Das Wandern ist des Müllers Lust

Der Wandertag beginnt in der Villa Hofmann in Bad Wörishofen. Was gibt es schöneres als im Urlaub ausgiebig zu frühstücken? Das genieße ich immer sehr. Doch es liegen auch noch ein paar Wanderkilometer vor uns und so heißt es auschecken. Heute wandern wir auf der dritten Etappe der Wiesengänger Route von Bad Wörishofen zur Kratzbrui Mühle.

Im Dreiklang mit der Natur – das Motto der Wandertrilogie

Los geht es wo wir gestern unsere Wanderung beendet haben. Im Kurpark. Erinnerungen an den Barfußpfad werden wach. Ob das den Füßen gut getan hat? Ich fühle mich auf jeden Fall fit und zu weiteren Untaten bereit. Der Kurpark von Bad Wörishofen ist echt Idylle pur. Am Ende des Kurparks erwartet uns ein sogenannter „Schaupunkt“. Hier schaut man auf das versunkene Schloss welches man natürlich nicht sieht weil es ja versunken ist.

Saline im Kurpark Bad Wörishofen
Vergesst mir die Seele nicht!
Dort hinten ist das versunkene Schloss (nicht) zu sehen

Warum man es nicht sieht, sehen wir ein paar hundert Meter weiter. Der Burgstall, die Reste einer hochmittelalterlichen Burganlage, liegt jetzt mitten im Wald. Früher hätte man von hier aus „weite Sicht“ gehabt, heißt es auf einer Schautafel.

Schautafel „versunkenes Schloss“

Diese „weite Sicht“ bleibt uns heute leider auch wieder verwehrt. Es gibt viele Stellen auf der Wiesengänger Route, von denen man die Alpen sehen kann. Doch leider nicht heute. Obwohl das Wetter eigentlich gar nicht so schlecht ist. Und so genießen wir einfach die sanfte Wiesenlandschaft, die vielen interessanten Schautafeln am Wegesrand und das Vogelzwitschern im Wald.

Bei Helchenried öffnet sich dann der Blick wieder und wir wandern über eine weite Ebene. Ich mag diese bayrischen Kirchturmspitzen die man jetzt in den umliegenden Dörfern sieht. Das weckt in mir Assoziationen: Weißwurst, Weißbier, Biergarten, Gemütlichkeit… aber alles zu seiner Zeit. Und so durchqueren wir Helchenried, überqueren das Flüsschen Mindel, wandern wieder durch ein Wäldchen, begegnen dort einem Reh und erreichen schließlich Köngetried. Von hier aus sind es nur noch 15 Minuten bis zur Mariengrotte und eine halbe Stunde bis zu unserem Etappenziel, der Katzbrui-Mühle.

Kurz vor Helchenried

Hinter der Mariengrotte kommt sie aber tatsächlich: die Steigung. Es geht sogar ein paar Treppen hinauf! Doch dafür dürfen wir anschließend im Wald wieder hinunter. Die Katzbrui-Mühle bei Mindelheim ist für mich eine große Überraschung. Nicht, dass es einen tollen Biergarten mit leckerem Essen gibt. Und auch nicht, dass man hier ein Mühlenmuseum bewundern kann. Nein, die eigentliche Überraschung ist die kleine Kapelle. Die ist nämlich nicht so, wie man sich eine Kapelle üblicherweise vorstellt. Als uns die Tür aufgeschlossen wird, eröffnet sich uns der Blick auf ein kleines „Amphitheater“ welches rund um einen Mühlstein errichtet wurde. Die Wände werden nicht von barocken Bibelszenen geziert sondern hier erzählt moderne Malerei Geschichten. Und dann der Sternenhimmel! Klasse.

Überraschung in der Kapelle der Katzbrui-Mühle

Hier endet unsere Wanderung auf der Wiesengänger Route leider schon. Von nun an geht es motorisiert weiter. Wir setzen unsere Tour mit einem Besuch der Mindelburg und einer Stadtführung durch Mindelheim fort. Und mit einem Besuch der Erich-Schicklling-Stiftung in Eggisried bei Ottobeuren ab. Beides liegt übrigens ebenfalls an der Wiesengänger Route.

Mindelheim mit der Mindelburg ist unser nächstes Ziel
Erich-Schickling-Stiftung

Wir übernachten heute im schönen Städtchen Ottobeuren, welches vor allen Dingen durch seine barocke Basilika bekannt ist. Im Brauerei Hotel Hirsch kommen wir bestens unter. Frühstück am nächsten Morgen in der Sonne vorm Hotel – herrlich. Und immer die Basilika im Blick. Wir bekommen gleich noch eine Führung durch das Kloster. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man sich die nicht entgehen lassen. Absolut beeindruckend.

Brauerei Hotel Hirsch
Die barocke Basilika im Blick

Wir beenden unsere leider zu kurze Wanderreise in Memmingen. Bei der Stadtführung wird uns klar, warum diese Stadt auch „Stadt der Tore und Türme, Giebel und Fassaden“ genannt wird. Die sind nämlich überwältigend. Wir beschließen unseren Rundgang vor einer der ältesten Kirchturmuhren Deutschlands.

Memmingen – Stadt der Tore und Türme…
…der Giebel und Fassaden

Nun heißt es leider schon Abschied nehmen vom Allgäu. Sehr schade, es gäbe hier noch so viel zu entdecken. Aber das Allgäu ist ja nicht aus der Welt und sicherlich komme ich irgendwann wieder! Sorry für die Bilderflut, es waren unglaublich viele Eindrücke die ich mitnehmen durfte. Meine weiteren Berichte zur Wiesengänger Route findet Ihr in meinem Special Wiesengänger Route.


Wanderführer Wandertrilogie Allgäu (Amazon-Partnerprogramm):


Informationen auf einen Blick:

Wandertrilogie Allgäu

Etappen

Prospekte und mehr

Gerne möchte ich Euch auch die lesenswerten Artikel meiner Mitwanderer Claudia, Gabi und Petra, empfehlen:

Aktiv durch das Leben:

Wandertrilogie Allgäu – Das Kloster Irsee – Porta patet, die Tür steht offen!

Die Wandertrilogie Allgäu – Unterwegs auf der Wiesengänger Route Teil 1

Wandertrilogie Allgäu – Die Wiesengänger Route – Wo schlafen und essen in Bad Wörishofen?

Toureal:

Vom Wiesengänger zum Kneipp

Passenger on Earth:

Wandertrilogie Allgäu – Wiesengänger Route: grüne Terrassen, Hügel, Flüsse, Moore, historische Orte

Wiesengänger Etappe 02 der Wandertrilogie Allgäu: Kloster Irsee, Kneipp, Blüten

Wiesengänger Etappe 03 – Glückswege unter den Füßen – Wandertrilogie

Kloster Ottobeuren & Basilika – Meisterwerk des europäischen Barock

Memmingen, Mindelheim, Bad Wörishofen, Ottobeuren – Glückswege Helden erzählen ihre Geschichte

Outdoor Blogger Codex Siegel

Zu dieser Reise wurde ich von der Allgäu GmbH eingeladen. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung aber in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikel, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.




6 Kommentare

  1. Hallo Jörg,

    als „Wanderer von Mittelerde“ bin ich über Dein gefällt mir auf Deine Seite gestoßen. Und siehe da, die Katzbrui-Mühle taucht auf. Das liegt so kurz ums Eck und ein bisschen geradeaus „direkt“ vor meiner Tür. Und wirklich mit sehr schönen Bildern ausgeschmückt. Umso mehr hat es mich überrascht einen Limburger im Allgäu zu treffen. Aber schön, freut mich.

    Und da ich nicht nur virtuell durch Mittelerde wandere sondern als Allgäuer auch mal in der freien Natur unterwegs bin, werde ich mir von Deiner Seite Inspirationen holen und mal `ne Tour probieren.

    Viel Spaß beim Wandern und immer gute Wege, wie wir in Mittelerde sagen 🙂

    Liebe Grüße aus dem Allgäu

    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      mein Abstecher ins Allgäu ist schon eine Weile her aber vielleicht wiederhole ich das im nächsten Jahr nochmal. Die Kratzbrui-Mühle war ne echte Überraschung. Total urig. Und jetzt schaue ich mal, wo du in Mittelerde wanderst!

      Liebe Grüße aus Limburg an der Lahn,
      Jörg

    1. Hallo Nina,

      vielen herzlichen Dank für das Kompliment! In Deinen Blog schaue ich auch immer wieder gerne rein.

      Liebe Grüße, Jörg

  2. Hallo Jörg,
    ein toller Bericht. Katzbrui hat mich auch total begeistert! Mir fehlen derzeit leider aus Stressgründen die Worte und da wir nun in den Urlaub fahren, habe ich deinen Bericht schon mal gelesen 🙂 Nach dem Urlaub werde ich dann auch wieder los legen 😀
    Liebe Grüße aus dem Hunsrück
    Claudia

    1. Hallo Claudia,

      na das Dir die Worte fehlen!? 😉 Ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub. Erholt Euch gut!

      Liebe Grüße aus Limburg,
      Jörg

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