Wandern am Rodderberg – Balkon zum Siebengebirge

Das Siebengebirge ist unter Wanderern gleichsam bekannt wie beliebt.  Doch wie sieht es auf der linksrheinischen Seite aus? Wir haben es mal ausprobiert und waren zum Wandern am Rodderberg bei Bonn – Mehlem. Dieser bot uns herrliche Ausblicke auf die sieben beliebten rechtsrheinischen Gipfel.

Wandern am Rodderberg - Broichhof
Aussicht vom Rodderberg auf das Siebengebirge

Wandern am Rodderberg – Ausgangspunkt Mehlem

Wir haben Bonn – Mehlem als Start für die gut 12 Kilometer lange Runde gewählt und sind diese entgegen des Uhrzeigersinnes gegangen. Das hatte den Vorteil, dass wir mit dem Rodderberg das Highlight zum Schluss hatten. Wir parken im Langenbergsweg und auf diesem geht es dann auch gleich los. Der Langenbergsweg geht in einen schönen Hohlweg über, der recht steil bergauf führt. Kurz vor Ließem biegen wir links ab.

Hohlweg bei Mehlem
Durch diese hohle Gasse…

Die ersten Blicke auf Siebengebirge

“Siebengebirgsstraße” steht auf einem Straßenschild… und der Name ist Programm. Denn nun haben wir schon die ersten schönen Ausblicke aufs Siebengebirge. Der Drachenfels ist zu sehen, der Petersberg zeichnet sich in der Ferne ab. Erinnerungen an unsere Bloggerwanderung 2017 werden wach. Doch auch linksrheinisch gefällt es uns. Es geht nun hinunter in Richtung Niederbachem und dann durch den Wald am Dächelsberg nach Oberbachem. Kurz vor Oberbachem legen wir mit Blick auf das kleine idyllische Dörfchen eine kleine Pause ein.

Wandern am Rodderberg - Wegemarkierungen
Viele Wege… der von uns begangene Rundweg ist aber nicht durchgängig beschildert
Blick aufs Siebengebirge
Die ersten Blicke aufs Siebengebirge

Im Anschluss wandern wir durch Oberbachem, wir überqueren den Mehlemer Bach und die L123. Parallel zu dieser wandern wir dann wieder Niederbachem entgegen. Wir sind jetzt auf dem “Eselsweg” und von einer entsprechend geformten Infotafel erfahren wir, dass auf diesem Weg einst das Vulkangestein Trachyt für den Bau des Kölner Domes transportiert wurde. Und schon erreichen wir wieder die Ausläufer von Niederbachem.

Blick auf Oberbachem
Oberbachem

Hoch zum Rodderberg

Von Niederbachem wandern wir hinauf zum Rodderberg. Der Anstieg bringt uns schon ein wenig ins Schnaufen. Oberhalb von Niederbachem schlendern wir an einem Gehöft vorbei und erreichen schließlich den Parkplatz am Rodderberg. Hier wird der Wanderweg ein wenig voller. Kein Wunder, das Wetter ist schließlich bestens.

Wir genießen den Blick auf den Broichhof, der früher mal eine Wasserburg war, und die Reitschule, die im “Krater” des erloschen Vulkans liegen. Und an einer Infostele dürfen wir uns sogar ein kleines Stückchen Vulkangestein mitnehmen.

Rodderberg - Broichhof
Der Broichhof liegt im ehemaligen Vulkankrater

Der Rodderberg

Noch ein kleines Stück bergauf und schon sind wir oben auf dem Rodderberg. Rund 196 Meter ist er hoch und wir haben eine herrliche Fernsicht auf das Siebengebirge und auf Bonn. Die letzte Eruption liegt übrigens 250.000 – 300.000 Jahre zurück. Das beruhigt ja einigermaßen. Ein kleines Stück wandern wir nun den Berg hinab und dürfen hier Reste eines Lavaganges in einer Tuffgrube bewundern. Wirklich imposant und das hätten wir hier nicht erwartet.

Wandern am Rodderberg - Aussicht
Aussicht vom Rodderberg
Rodderberg - Lavagang
Der Lavagang am Rodderberg

Vom Rodderberg wandern wir ganz gemütlich durch Niederbachem und errreichen auch bald wieder unseren Ausgangspunkt in Mehle.

Wandern am Rodderberg – unser Fazit

Wandern am Rodderberg - das Wichtigste in Kürze

Eine überraschend schöne Wanderung die nicht einheitlich markiert ist, also besser vorher unsere GPX-Datei von komoot herunterladen. Aber die Wegführung ist sehr schlüssig. Sie bietet viele schöne Aussichten ins Umland und am Schluss noch etwas Geologieunterricht. Hat Spaß gemacht => Outdoorsuchtfaktor 3 Sterne!

GPX-Track und Diashow




 

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6 Kommentare

    1. Danke Dir Lutz… ist in der Kombination IPhone/Gimbal entstanden. Und leider nicht von mir ;-) – da hab ich mir extra einen “Kameramann” gegönnt.

      Liebe Grüße und kommt gut nach Hause!
      Jörg

  1. Toll, mit der Schönheit dieser Wanderroute habe ich auch nicht gerechnet. Man kennt immer nur die andere Seite. Ich finde, die Jahreszeit eignet sich fürs Wandern prinzipiell sehr gut, denn die Temperaturen sind moderat. Und überall entdeckt man kleine Überraschungen in Form von sprießenden Pflänzchen. Die Natur erwacht und ist noch unberührt und frisch. Herzlichen Dank für deinen Artikel.

    1. Danke für den lieben Kommentar Angela! Ja, Du hast recht… man kann ja eigentlich zu jeder Zeit raus gehen. Aber im Moment macht es sehr viel Spaß! Liebe Grüße, Jörg

  2. Hallo Jörg,
    wann genau ward ihr dort? Ich bin erst vorgestern am Rodderberg wandern gewesen – auf einer Recherchetour für ein Wanderbuch! Mein Aufstieg vom Bahnhof Rolandseck über den RheinBurgenweg hat mir alles nicht so zugesagt und da ich auch die Feuerroute (Dächelsberg etc.) kenne, wollte ich den Weg noch von Wachtberg kommend umplanen. Und – ta da! Du zeigst mir eine schöne Alternative. Dankeschön!
    LG
    Aurora

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