Blumen am Filzmooshörndl

(Großarl)tig – Wandern im Tal der Almen

[Werbung] Berge, Wandern und meine Lieblings-Wandersocken… Als ich die Einladung erhielt, ein paar Tage im Großarltal zu verbringen, musste ich nicht lange überlegen. Denn das “Tal der Almen” war mir schon vorher als großartiges Wandergebiet ein Begriff. Die Internetrecherche steigerte meine Vorfreude und dann war es endlich soweit: ich machte mich auf die Reise nach Großarl.

Alm im Großarltal
(Großarl)tig – Wandern im Tal der Almen

Großarl – das Tal der Almen

“Das Tal der Almen” – das Großarltal hat sich diesen Namen aufgrund der hohen Dichte von Almen verdient. Rund 40 bewirtschaftete Almhütten gibt es dort.

Ob Brettljause, selbst gebrannter Schnaps oder Übernachtung – die Almhütten bieten einiges für den Wanderer. Und schön ist es im Großarltal sowieso. Die saftigen Almwiesen, die hohen Berge, rauschende Wasserfälle, herrliche Natur… hier lässt es sich (großarl)tig wandern.

Blick vom Filzmooshörndl
Im “Tal der Almen” geht es auch mal hoch hinauf

Die Karseggalm – Käseherstellung auf traditionelle Art

Die Karseggalm ist eine dieser Almen. Nein “eine dieser” wäre zu pauschal. Denn mit ihren 400 Jahren ist sie die älteste Alm im Großarltal. Die Karseggalm ist ein beliebtes Wanderziel. Leider setzt uns auf dem Weg dorthin der Regen ein wenig zu. Umso gemütlicher ist es dann in der Hütte, wo wir herzlich empfangen werden. Über dem offenen Feuer hängen zwei Kupferkessel. Einer mit kochendem Wasser gefüllt, der andere für die Käsezubereitung. Der Boden der Hütte ist mit Lehm ausgelegt. Es gibt keinen Strom. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein! Staunend schauen wir uns um, dürfen uns auch die Schlafgelegenheiten im “oberen Stockwerk” anschauen. Alles total urig.

Karseggalm
Die Karseggalm erreichen wir bei Regen
Die Karseggalm ist 400 Jahre alt
“Kasn” auf der Karseggalm

Und dann geht es ans “Kasn”, wie man hier die Käseproduktion nennt. Einmal pro Woche kann man hier zusehen. Die Termine findet man im Veranstaltungskalender des Tourismusverbandes Großarl. Beim Kasn auf der Karseggalm zählt noch echte Handarbeit und im Anschluss dürfen wir natürlich probieren. Die Brettljause mit reichlich selbstgemachtem Käse ist ausgesprochen lecker. Und zur Verdauung noch einen Enzian! Da ist der Regen draußen schon so gut wie vergessen.

Übernachtung auf der Losbühelalm

Wenn man schon im Tal der Almen ist, muss man natürlich stilecht auch einmal auf einer Almhütte übernachten. In diesem Fall war das die Losbühelalm. Wie die Karseggalm liegt die Losbühelalm am Salzburger Almenweg, ist also eine gute Übernachtungsmöglichkeit für Weitwanderer. Sie liegt auf 1769 m und von der Terasse hat man einen beeindruckenden Blick ins Großarltal. Die Losbühelalm wurde 2011 durch einen Brand zerstört und wieder aufgebaut.

Losbühelalm - Aussicht ins Großarltal
Blick von der Terasse der Losbühelalm
Wandern im Großarltal - Losbühelalm
Hüttenabend auf der Losbühelalm

Auf der Losbühelalm ist man “per du” und so fühlt man sich direkt willkommen. Hier gibt es Zimmer für insgesamt 42 Personen – vom Doppel- bis zum Sechsbettzimmer. Alle sauber und urgemütlich. Einen Fernseher sucht man hier vergeblich. Das macht aber gar nichts, denn so verbringen wir den Abend mit Karten spielen und musizieren. Nach einem solchen Abend fühlt man sich wieder “geerdet”. Beim reichhaltigen Frühstück verwöhnt man uns mit hauseigenen Produkten wie z.B. Almbutter und Ziegenkäse.

Über den Filzmoossattel zum Filzmooshörndl

Am nächsten Morgen verspricht der Blick aus dem Fenster einen etwas trockeneren Wandertag. Regen können wir auch nicht gebrauchen, denn heute soll es auf den 2356 m hohen Draugstein gehen. Zunächst aber geht es ohne große Steigungen hinüber zur Filzmoosalm. Dieser Abschnitt des Weges führt größtenteils durch den Wald. Die Filzmoosalm liegt dann sehr idyllisch umgeben von Bergen.

Die Filzmoosalm - umrahmt von Bergen
Die Filzmoosalm – umrahmt von Bergen

Hier beginnt der Aufstieg zum Draugstein. Höhenmeter um Höhenmeter kämpfen wir uns hinauf. Auf dem Pass angekommen folgt eine schwierige Entscheidung. Es hat sich nämlich wieder zugezogen und es geht ein kräftiger Wind. Unser Guide Thomas schlägt aus Sicherheitsgründen vor, den Draugstein auszulassen. Ein Teil der Wandergruppe besteigt den Gipfel dann aber doch in eigener Verantwortung. Ich überlege hin und her. An und für sich traue ich mir den Aufstieg schon zu aber auf der anderen Seite bin ich am Berg doch auch ein “Schisser”. Und so gehe ich mit Thomas und den anderen über den Filzmoossattel und die Filzmooshöhe zum Filzmooshörndl. Aus der Ferne sehen wir unsere “Bergsteiger” die inzwischen oben auf dem Draugstein angekommen sind.

Bergsteiger auf dem Draugstein
Unsere “Bergsteiger” auf dem Draugstein
Blumen am Filzmooshörndl
Aber auch vom Filzmooshörndl hat man eine schöne Sicht

Aber auch das 2189 m hohe Filzmooshörndl hat einiges zu bieten. Inzwischen hat es wieder etwas aufgeklart und so haben wir eine schöne Aussicht. Ich steige zum Gipfelkreuz und bin erstaunt, wie steil der Berg doch auf der anderen Seite abfällt. Das ist nicht ungefährlich. Im Fels entdecken wir Edelweiß – ein begehrtes Fotomotiv. Thomas spendiert einen “Gipfelschnaps” und schon verabschieden wir uns vom Hörndl.

Über die Bichelalm hinunter nach Großarl

Vom Filzmooshörndl geht es über den “Großen Himmel” weiter. Wir wandern über einen eindrucksvollen Grat. Dieses Stück des Weges gefällt mir richtig gut. Und dann noch eine Begegnung am Berg! Der Männerchor aus Hüttschlag kommt uns entgegen. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Schöner könnte man es eigentlich gar nicht “scripten”. Unser Guide Thomas kennt einige, oder ich glaube sogar alle, Chormitglieder und überredet diese uns ein Ständchen zu bringen. Musikantenstadl am Seiserkopf. Tolle Stimmen vor traumhafter Bergkulisse. Ich gebe es zu, das geht mir sehr nah. Heimlich drücke ich ein Tränchen heraus.

Großarltal - Männerchor Hüttschlag
Begegnungen am Berg

Über den Remsteigkopf, von dem wir bei immer besser werdenden Wetter eine tolle Aussicht haben, geht es zur Bichelalm. Auf der Sonnenterasse genießen wir die Brettljause, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und es uns gut gehen. Im Anschluss wandern wir über die steile “Himmelsleiter” hinunter nach Großarl.

Wandern in Großarl - Remsteigkopf
Tolle Aussicht vom Remsteigkopf
Brettljause auf der Bichelalm
Brettljause auf der Bichelalm

Die Tour zum Nachwandern findet Ihr auf Komoot:

Hotel Alte Post, Wandersocken inklusive

In Großarl übernachten wir im Hotel Alte Post. Diese 4-Sterne Hotel liegt mitten im Ort und wurde schon im 15. Jahrhundert erstmals erwähnt. Toni und Maria Knapp führen es mit Herz und Leidenschaft. Besonders die Wanderer haben es ihnen angetan. An der Rezeption zeugt ein Wanderbuch von vielen schönen Wanderungen. Am großen Bildschirm laufen die Bilder der Touren der vergangenen Tage. Wie Vater Toni senior ist auch der Sohn Toni junior passionierter Wanderer. Fast folgerichtig gehört das Hotel zu den “Best alpine” Wanderhotels.

Zertifikate Alte Post Großarl
Das Hotel Alte Post – Wanderhotels “Best Alpine”

Zum Service gehören der kostenlose Verleih verschiedener Ausrüstungsgegenstände füs Wandern. Der Wanderbus hält direkt vor der Tür und die Alte Post bietet neben Tourenvorschlägen auch geführte Wanderungen an. Und als besonderes Schmankerl gibt es für jede Direktbuchung ab 4 Übernachtungen ein Paar Wrightsock Wandersocken als Geschenk. Als Leser dieses Blogs wisst Ihr vielleicht, dass ich seit Jahren auf diese Marke schwöre. Das doppel-lagige Anti Blasen System dieser Strümpfe hat mich voll überzeugt und seit ich Wrightsock kenne, trage ich beim Wandern keine anderen Socken mehr. Während des Aufenthaltes in Großarl hatte ich Gelegenheit mehrere Modelle zu testen. Meine Favoriten sind die Modelle Escape und Stride.

Mit Toni zum Talschluss Hüttschlag

Am letzten Tag der Tour führt uns Toni senior zum Talschluss bei Hüttschlag. Auf der Fahrt zum Startpunkt entpuppt sich Toni als echte Frohnatur. Er haut einen Witz nach dem anderen raus und so kommen wir gut gelaunt in Hüttschlag an. Hüttschlag gehört zum Schutzgebiet des Nationalparkes Hohe Tauern. Dieser ist mit 1.856 km² das größte Schutzgebiet in den Alpen und der größte Nationalpark in Mitteleuropa. Darüber hinaus zählt Hüttschlag zu den sogenannten Bergsteigerdörfern. Das sind Orte, deren größte Potentiale in ihrer Ursprünglichkeit, ihrer Tradition und Kultur liegen.

Abstecher zum Kreealmwasserfall
Der Kreealmwasserfall ist schon imposant
Hüttschlag-Wanderung mit Toni
Toni senior kennt sich aus und ist ein echtes Original
Talschluss Hüttschlag
Natur pur im Talschluss Hüttschlag

Nach einem Abstecher zum imposanten Kreealmwasserfall geht es weiter Richtung Talschluss bis zum Ötzlsee. Eine echte “Entschleunigungstour”. Denn es geht sehr gemütlich vonstatten und die Ruhe der Natur überträgt sich auf mich. Hinter dem Ötzlsee kehren wir um und Toni führt uns auf der anderen Seite des Tales wieder zurück nach Hüttschlag. Auch diesen kleinien Spaziergang könnt Ihr bei Komoot nachverfolgen:

Disclaimer und weitere Fotos

Outdoor Blogger Codex Siegel

Diese Reise wurde von der Sourceplan GmbH, dem Tourismusverband Großarltal und dem Hotel Alte Post in Großarl unterstützt. Die Kooperation mit diesen Partnern hat meine Berichterstattung aber in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikeln, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

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Meine Mitwanderer im Tal der Almen

Ich war nicht alleine im Großarltal unterwegs! Und auch meine Mitwanderer haben interessante Berichte über das Tal der Almen verfasst. Schaut doch einfach mal rein:

Conny, die Streunerin: Bergregion Grossarltal und Hotel Alte Post
Andreas von Gipfelfieber: Hotel Alte Post
Mona von den Berghelden: Wanderwochenende im “Tal der Almen”

17 Kommentare

  1. Wow, da bekomme ich ja total die Bergweh!! War zwar vor kurzem erst in Südtirol wandern, aber das ist schon wieder eine Woche her :-P Ich liebe die Berge und dein Bericht ist wirklich super! Danke dir ;) LG

    1. Danke Dir für den Kommentar. Allerdings liegt das Großarltal nicht wie der Wortstamm vermuten lässt im Vorarlberg sondern Salzburger Land. Liebe Grüße!

    1. Ah ja, das stimmt natürlich. In Österreich sagt man Alm, in Bayern heißt es Alp. Hätte ich vielleicht noch erklären können. Aber es ist ja wohl doch klar geworden. Danke für Deinen lieben Kommi!

      Jörg

    1. Liebe Aurora,

      danke für Deinen Kommentar. Ja, das Großarltal ist richtig schön. Wie ich es mache, dass ich eingeladen werde? Na ja, Outdoor- und Wanderblogs wie meiner – und übrigens auch schöne Blogs wie Deiner – bieten Produktherstellern und Tourismusregionen schon eine gute Plattform. Auch wenn niemand das Wort “Influencer” hören will, so beeinflussen und inspirieren wir Blogger unsere Leser doch mit unseren Berichten.

      Wichtig ist es, dem Leser gegenüber ehrlich zu bleiben. Deshalb kennzeichne ich bezahlte Berichte mit “Werbung” und erläutere das im “Disclaimer” entsprechend. Und auch, wenn es Werbung ist, achte ich sehr darauf, meine eigenen Eindrücke in den Berichten zu schildern um die Leser nicht zu enttäuschen. Stell Dir vor, jemand fährt aufgrund meines Berichtes ins Großarltal und findet es gar nicht (Großarl)tig. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren und auf Dauer würde das meinem Blog schaden.

      Liebe Grüße, Jörg

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