Kirchenruine Landstein im Taunus

Wandern im Taunus – Romantische Ruinen bei Altweilnau

Getreu unseres Mottos Aktiv sein bei Schmuddelwetter verschlug es vor kurzem zum Wandern in den Taunus. Karl-Georg hatte uns mit seinem Buch Wanderungen für die Seele (Rheingau/Taunus) zur Rundwanderung “Romantische Ruinen” bei Altweilnau inspiriert. Ruhige, einsame Waldabschnitte, ein Aussichtsturm, eine Kirchenruine und eine Burg warteten auf uns.

Eiskunstwerke
Outdoorblogger bei der Arbeit – es gab viele Motive

Start an der Erbismühle

Die Wanderung beginnt am ehemaligen Sporthotel Erbismühle bei Altweilnau. Hier sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Ein kleines Stück folgen wir der Staße und dann geht es über eine kleine Brücke dem Ortsteil Neuweilnau entgegen. Wandern im Taunus bedeutet auch, dass immer einige Höhenmeter zu überwinden sind. Und so geht es jetzt recht steil bergauf in den Wald. Vorher können wir aber noch eine schöne Aussicht auf Altweilnau mit seiner Burg genießen.

Brücke bei Neuweilnau
Los geht es über die kleine Brücke Richtung Neuweilnau
Wandern im Taunus - Altweilnau
Blick auf Altweilnau mit Burgruine

Eiskunstwerke im Wald

Bizarre Eiskunstwerke am Wegesrand
Bizarre Eiskunstwerke am Wegesrand

Und im Wald erwartet uns ein kleines Naturwunder. Überall an den Felsen haben sich Eiszapfen gebildet, die uns mit ihren zum Teil bizarren Formen begeistern. Hinter dem Waldstück geht es hinunter nach Finsternthal. Wer hat sich bloß diesen Namen für dieses schmucke Örtchen ausgedacht? Wir bestaunen den schönen kleinen Brunnen und das wunderschön restaurierte “alte Rathaus”.

Wandern im Taunus - Eiszapfen
Das kann nur die Natur
Fachwerkhäuschen in Finsternthal
Fachwerkidyll in Finsternthal

Wandern im Taunus – auf dem Schinderhannessteig

Wandern im Taunus - bei jedem Wetter
Wandern im Taunus – bei jedem Wetter!

Hinter der Ortschaft wandern wir langsam aber stetig bergauf in Richtung Schmitten. An einer großen Wegespinne steht eine Schutzhütte. Die Hälfte der Wanderung liegt hinter uns und hier ist der perfekte Ort für eine Rast. Und hier treffen wir auf den Schinderhannessteig, den wir dann bis Altweilnau auch nicht mehr verlassen. Aber zunächst einmal müssen, bzw. dürfen wir noch über den Pferdskopf wandern.

Wandern im Taunus - Schutzhütte Weißer Stein
Orientierungspause an der Schutzhütte Weißer Stein

Hinauf auf den Pferdskopf

Hier steht auf 663 m Höhe noch ein 34 m hoher Aussichtsturm. Es fehlen uns also nur noch 3 Meter und wir wären über 700 m hoch. Das merken wir oben auf dem Turm auch, denn es zieht ganz schön. Trotzdem lassen wir den Blick in die Ferne schweifen. Interessiert schauen wir uns die Ortsangaben an und versuchen sie den Orten in der Ferne zuzuordnen. Irre, wie weit man hier bei guter Sicht sehen kann. Oder besser “sehen könnte”, denn unsere Sicht ist heute wetterbedingt etwas eingeschränkt.

Aussichtsturm Pferdskopf im Taunus
Angekommen am Aussichtsturm Pferdskopf
Aussicht vom Pferdskopf im Taunus
Aussicht vom Turm – etwas trübe aber man kann erahnen, wie schön es hier ist

Tag der geschlossenen Tür in Treisberg

Der Schinderhannessteig führt uns im Anschluss hinab nach Treisberg. Vorsicht ist angesagt, denn der bislang breite Weg wird nun zum Pfad. Und bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt ist es hier an vielen Stellen gehörig glatt. Aber wir erreichen Treisberg wohlbehalten. Im Ort gibt es mehrere Gaststätten, doch die sind heute Nachmittag alle geschlossen. So erfreuen wir uns an den vielen Tafeln mit den “Hausnamen” der Einwohner, die an den Häusern angebracht sind. Tolle Idee!

Tafel mit Hausnamen in Treisberg
Jedes Haus hat einen Namen und eine Geschichte… gesehen in Treisberg

Die Kirchenruine Landstein

Kirchenruine Landstein im Taunus
Die Kirchenruine Landstein

Unser Wanderausflug in den Taunus geht nun mit einem langen und wiederum steilen Bergab-Stück weiter. Sind wir wirklich vorher so viel bergauf gegangen? Schon bald erreichen wir die Kirchenruine Landstein. Sie gehört zu einer Wüstung, die um 1350 erstmalig erwähnt wurde und sich 1515 zu einem lokalen Wallfahrtsort entwickelt hatte. Die Ruine des Westturms der Kirche ist noch erhalten. Nebenan befindet sich die Landsteiner Mühle, ein Restaurant mit Biergarten, welches aber wohl im Moment für längere Zeit geschlossen ist. Wir finden uns damit ab, dass wir heute ohne Nachmittagskaffee bleiben werden.

Kirchenruine Landstein
Alte Gemäuer haben was, oder?

Albertsruhe und Burg Altweilnau

Uriger Wegabschnitt "Albertsruhe"
Uriger Wegabschnitt “Albertsruhe”

Dafür kommt nun ein landschaftlich besonders reizvoller Abschnitt. Ein kleiner Pfad windet sich im Wald steil hinauf bis zur Albertsruhe. Hier sollte man unbedingt den kleine Abstecher über die zahlreichen Stufen machen, denn oben hat man hat einen schönen Blick auf die Burg Altweilnau. Dieser geht es im Anschluss entgegen. Wir beeilen uns, weil es schon langsam dunkel wird und wir eigentlich noch den Burgturm besteigen wollen. Hätten wir mal genauer in unserem Wanderführer gelesen: natürlich ist die Burgruine in den Wintermonaten geschlossen.

Schutzhütte Albertsruhe
Hoch oben auf dem Fels – die Schutzhütte Albertsruhe
Durch den Ortskern Richtung Burg Altweilnau
Durch den Ortskern Richtung Burg Altweilnau

3 Sterne für die Romantischen Ruinen

Ein kurzes Stück noch den Berg hinunter und schon sind wir wieder an der Erbismühle. Trotz der vielen verschlossenen Türen: diese kleine Wanderung im Taunus hat uns viel Spaß gemacht. Und von daher vergeben wir den Outdoorsuchtfaktor “3 Sterne”. Vielen Dank an Karl-Georg für die Inspiration. Mal schauen, es sind ja noch 19 weitere Touren im Rheingau und im Taunus im Buch. Jede Menge Wanderungen für die Seele!

Burg Altweilnau im Winter geschlossen
Leider einmal mehr verschlossene Türen

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4 Kommentare

  1. Danke für diese nette Zusammenfassung. Da bekommt man richtig Lust zum Wandern, auch wenn die Sonne sich nicht so oft sehen läßt, und wenn die Aussicht etwas begrenzt is. Die Eiszapfen sind wirklich ganz wunderschön.

    1. Dankeschön für den Kommentar liebe Tanja. Klar ist die Wanderung bei schönem Wetter bestimmt noch viel schöner… aber die Eiszapfen hätten wir nicht erlebt ;-)

      Liebe Grüße, Jörg

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