Bergmähwiese im Vogelsberg

Wandern für einen guten Zweck – der Bergmähwiesenpfad im Vogelsberg

– Anzeige * – Wer auf dem Bergmähwiesenpfad bei Herchenhain im Vogelsberg wandert, kann damit auch etwas für einen guten Zweck tun. Denn für jede, auf diesem Wanderweg vollständig ausgefüllte Stanzkarte, spendet die Initiative “Nähe ist gut” 14 Euro an die Bewirtschafter der Bergmähwiesen im Vogelsberg. Somit trägt man wandernd zum Erhalt der Bergmähwiesen und ihrer Artenvielfalt bei. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum sich eine Wanderung auf den 2018 zertifizierten Premiumwanderweg lohnt.

Bergmähwiesenpfad - Opener
Bunt und voller Artenvielfalt – die Bergmähwiesen im Vogelsberg

Geniale Aussichten am Bergmähwiesenpfad

“Geniale Aussichten bis nach “Mainhatten”, sattes Grün, bunte Wiesen und das fröhliche Zwitschern der Vögel! Dazu noch eine perfekt durchdachte Wegführung, einwandfreie Markierung und viele interessante Infos am Wegesrand!” – so haben wir es nach unserer Wanderung kurz zusammengefasst und dies auf der Botschafterseite des Bergmähwiesenpfades kund getan. Der Bergmähwiesenpfad hat uns in seiner Gesamtheit begeistert und mit diesem Artikel möchte ich Euch ein wenig Lust machen, es uns gleich zu tun.

Das Wegelogo

Idealerweise steigt man in den Bergmähwiesenpfad am Eingang Hartmannshain oder auf der Herchenhainer Höhe ein. An beiden Punkten sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Hier findet man eine Übersichtskarte und in einem durchsichtigen Plastikkästchen auch die Stanzkarten. Diese kann man sich aber auch vorher herunterladen und ausdrucken. Und am Ende der Wanderung wirft man die vollständig ausgefüllte Stanzkarte einfach in den Briefkasten an den Eingangspunkten oder gibt sie in einer auf der Stanzkarte aufgeführten Annahmestellen ab.

Bergmähwiesenpfad - Eingangspunkt
Informationen und mehr… der Eingangspunkt auf der Herchenhainer Höhe

Die Sache mit den “Stelen”

Wir steigen bei herrlichem Wetter am Eingangspunkt Herchenhainer Höhe (Rasthausstraße 19, 36355 Grebenhain – Herchenhain) ein. Obwohl es sich beim Bergmähwiesenpfad um einen Rundweg handelt, den man prinzipiell in beiden Richtungen begehen kann, entschließen wir uns für die durch die Stelennummerierung vorgegebene Richtung gegen den Uhrzeigersinn einzuschlagen. Insgesamt gibt es auf diesem zertifizierten Premiumwanderweg acht Info-Stelen mit weiterführenden Informationen, Fotos und Grafiken. An Stele 1 erfahren wir beispielsweise alles zum vulkanischen Ursprung des Vogelsberges. Über QR-Codes lassen sich an den Stelen entsprechende Internetseiten aufrufen.

Bergmähwiesenpfad - Stele
Acht Infostelen, hier die am Ernstberg, informieren den Wanderer
QR-Codes Bergmähwiesenpfad
Gut vernetzt – über QR-Codes lassen sich viele weitere Informationen abrufen
Bergmähwiesenpfad - Ausblicke
Und schon auf den ersten Metern bieten sich Fotomotive

Passend dazu erreichen wir kurz nach der ersten Stele auch mit den Geotopen “Bonifatiuskanzel” und “Gesicht” sichtbare Anzeichen der vor 15 bis 18 Millionen Jahren aktiven Vulkane. Bizarre Basaltsäulen ragen hier aus dem Boden.

Bonifatiuskanzel im Vogelsberg
Das der Vogelsberg vulkanischen Ursprungs ist zeigt sich an der Bonifatiuskanzel…
Gesicht - Herchenhainer Höhe
…und auch an der Felsformation “Gesicht”

Durch den Wald wandern wir weiter zum Aussichtspunkt “Herchenhainer Höhe”. Beim Austritt aus dem Wald eröffnet sich uns ein herrliches Panorama. Und wir haben Glück, dass wir uns diesen sonnigen Tag ausgesucht haben. Denn in der Ferne erkennen wir tatsächlich die Skyline der Mainmetropole Frankfurt. Die Herchenhainer Höhe ist mit 773 m Höhe der vierthöchste Berg des Vogelsberges und bietet neben dem Blick auf “Mainhatten” auch Ausblicke bis in den Spessart, über die Wetterau und zum Großen Feldberg. Folgerichtig steht die hier befindliche Stele unter dem Motto “Naturschönheit und Weitblick”.

Bergmähwiesenpfad Herchenhainer Höhe
Aus dem Wald heraus und dann diese Aussicht!
Infostele Aussichtspunkt Herchenhainer Höhe
Klar, dass sich diese Infostele mit dem Thema “Weitblick” beschäftigt
Bergmähwiesenpfad Aussicht
Den Blick in die Ferne schweifen lassen
Aussicht auf die Skyline Frankfurt
Bei gutem Wetter ist “Mainhatten” in der Ferne erkennbar

Bergmähwiesen prägen das Landschaftsbild

Ab jetzt tauchen wir auch so richtig in die Welt der Bergmähwiesen ein. Nördlich von Herchenhain wandern wir auf gut markierten Wegen stetig bergab. Das satte Grün der Wiesen und die bunten Farbtupfer der Blumen erfreuen Auge und Herz. Stele 3 informiert uns über die Artenvielfalt auf diesen Wiesen und deren Bedrohung. Wir blicken uns nochmal in alle Richtungen um. Ja, es ist richtig: diese Landschaft muss genau so erhalten bleiben!

Idylle am Bergmähwiesenpfad
Wir wandern weiter, den Hoherodskopf im Blick
Bergmähwiesenpfad
Alles so schön grün!

Wasser für Frankfurt

Auf dem Bergmähwiesenpfad geht es weiter zur vierten Infostele. Hier erfahren wir, wie wichtig der Vogelsberg als Trinkwasserreservoir ist. Aufgrund der vielen unterschiedlich durchlässigen Schichten von Vulkangestein, werden hier riesige Grundwassermengen in ausgezeichneter Trinkwasserqualität gespeichert. So wird vom Vogelsberg aus seit vielen Jahren die Rhein-Main-Region mit Trinkwasser versorgt. Die vielen Quellen bieten zahlreichen kleinen Tierarten Lebensraum. Und so wandern wir weiter von Stele zu Stele. Die Stanzkarte füllt sich.

Bergmähwiesenpfad unterwegs
Der Bergmähwiesenpfad ist sehr abwechslungsreich
Die nächste Stele informiert zum Thema “Wasser und Quellen”
Bergmähwiesenpfad
Wanderlust! Wir haben die Tour genossen!

Auf dem Bergmähwiesenpfad über den Ernstberg

Nachdem wir auf den letzten Kilometern recht viel bergab gelaufen sind, geht es nun wieder aufwärts. Denn der Bergmähwiesenpfad führt uns hinauf zum Ernstberg. Seit mehr als 300 Jahren lassen hier die Bauern ihr Vieh weiden. So entstand eine Weidelandschaft mit einzelstehenden Bäumen und Feldgehölzen. Und diese Landschaft schmeichelt nicht nur dem Auge: aufgrund der großen Artenvielfalt steht der Ernstberg unter Naturschutz. Wir begegnem dem “Roten Höhenvieh”. Diese alte, robuste Rinderrasse, ist hier zuhause und fühlt sich sichtlich wohl.

Weidelandschaft am Ernstberg
Herrliche Weidelandschaft am Ernstberg
Rotes Höhenvieh am Ernstberg
Begegnungen mit dem roten Höhenvieh
Rotes Höhenvieh
Und auch die “Kleinen” fühlen sich hier wohl

Nach einer kurzen Pause auf der Bank an der Infostele geht es über den Ernstberg-Steig weiter hinauf. Der Anstieg ist allerdings nicht so steil wie die Bezeichnung “Steig” es vermuten lässt. Trotzdem freuen wir uns, oben eine Schutzhütte mit Relaxliege vorzufinden, an der wir eine weitere Rast mit wunderschöner Fernsicht einlegen.

Ernstberg-Steig
Über den Ernstberg-Steig wandern wir hinauf zum Ernstberg
Bank am Ernstberg
Und schon wieder eine idyllische Rastmöglichkeit
Pause am Ernstberg
Wir aber machen unsere Pause ganz oben am Ernstberg

Von Hartmannshain wieder hinauf

Wir schlendern weiter durch grüne Bergwiesen. Immer wieder wechseln die Aussichten. Was mir jetzt in den Sinn kommt: die Wegführung ist einfach genial! So abwechslungsreich, so viele Perspektiven. Das sind gute 9 Kilometer, die sehr viel Spaß machen. Bei Hartmannshain stoßen wir auf den Vulkanradweg. Und auch hier wurde mitgedacht: um Zusammenstöße zu vermeiden, wandert der Bergmähwiesenpfadwanderer auf einem Pfädchen parallel zur Radtrasse. Hier in Hartmannshain befindet sich auch der zweite Einstiegspunkt. Und dann führt uns die ausgezeichnete Beschilderung wieder hinauf zur Herchenhainer Höhe. Nochmal ein paar Höhenmeter und dann sind wir wieder am Parkplatz.

Bergmähwiese im Vogelsberg
Gemütlich schlendern wir durch Bergmähwiesen weiter
Bergmähwiesenpfad bei Hartmannshain
Nochmals Höhenmeter bei Hartmannshain
Wiesen und Aussicht am Bergmähwiesenpfad
Ein letzter Blick

Selfie nicht vergessen!

Ihr wollt es uns gleichtun und auch Botschafter des Bergmähwiesenpfades werden? Neben der ausgefüllten Stanzkarte bedarf es dann noch eines weiteren “Beweises” für Eure Wanderung. Unterwegs, und ich erwähne jetzt hier nicht genau wo, gibt es einen Selfiespot. Keine Angst, die Foto-Stele kann man wirklich kaum übersehen. Hier gilt es, einfach ein Selfie schießen und es zusammen mit einem kurzen Statement an die angegebene E-Mail-Adresse zu senden.

Selfiespot am Bergmähwiesenpfad
Nicht vergessen: Selfie machen!

Zu guter Letzt: Mattekuchen in der Vogelschmiede

Ach ja, die Stanzkarte! Wohin damit? Wie eingangs erwähnt, könnten wir sie einfach in einen der Briefkästen an den Eingangspunkten werfen. Aber da wir gerne noch einkehren würden, nehmen wir unsere Kärtchen mit in die Vogelschmiede auf der Herchenhainer Höhe. In der gemütlichen Gaststube werden wir super freundlich empfangen und aufgrund der ausgefüllten Stanzkarten kommen wir mit der Gastwirtin sofort ins Gespräch. Der Bergmähwiesenpfad sei eine tolle Sache und werde von den Wanderern gut angenommen, meint sie. Zu Recht, meinen wir. Bei leckerem Mattekuchen und Milchkaffee vertiefen wir unser Gespräch und bekommen weitere Informationen zu Wanderwegen in der Region und zum Bergmähwiesenpfad. Der wurde anlässlich des Bergmähwiesenfestes im Sommer 2017 eingeweiht. Auch in diesem Jahr, und zwar am 16.06.2019, findet wieder ein solches Bergmähwiesenfest im Vogelsberg statt. Bestimmt ein guter Anlass die Region zu besuchen und den Bergmähwiesenpfad zu erwandern!

Stanzkarte Bergmähwiesenpfad
Der Mensch sammelt gerne – hier darf “gestanzt” werden
Vogelschmiede Herchenhainer Höhe
Die Vogelschmiede auf der Herchenhainer Höhe lädt zur Einkehr ein

Unser Fazit zum Bergmähwiesenpfad

Ich hatte unser Fazit ja quasi schon vorweg genommen: der Bergmähwiesenpfad hat uns in seiner Gesamtheit begeistert. Die vielen Fernblicke in alle Himmelsrichtungen, die perfekte Ausschilderung, viele Rastmöglichkeiten – und alles ganz nah an der Natur. Wir sind gerne Botschafter des Bergmähwiesenpfades und möchten Euch diesen uneingeschränkt weiterempfehlen. Eine fantastische Tour, die ruhig noch etwas länger seine dürfte. Den Outdoorsuchtfaktor 4 Sterne hat sie sich redlich verdient!

Jörg und Doris vor der bunten Kuh
Die frisch gebackenen Botschafter des Bergmähwiesenpfades
Outdoor Blogger Codex Siegel

*Dieser Artikel ist in einer bezahlten Kooperation mit der Initiative Nähe ist gut entstanden. Die Zusammenarbeit hat weder meine Berichterstattung noch mein Fazit beeinflusst. Ich gebe hier meine ehrlichen, eigenständig vor Ort gewonnenen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung bei allem, was ich schreibe, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

10 Kommentare

  1. Moin, Jörg!
    Ich bin in Gedern aufgewachsen und finde es richtig gut, dass es diesen schönen Weg nun gibt, in meiner alten Heimat! Wäre vielleicht ein Grund, mal wieder hinzufahren ;)
    Gruss Gizmo

    1. Hallo Gizmo, ja, das wäre bestimmt ein Grund, Deine Heimat mal wieder zu besuchen. Uns hat es dort auf jeden Fall sehr gut gefallen!

      Beste Grüße, Jörg

  2. Hallo Jörg,
    das hört sich nach einem kleinen Abenteuer an, und da man von dort aus Frankfurt sehen kann, ist es nicht sehr weit. Aber vor allem bin ich auf Mattekuchen neugierig. Dankeschön für diesen schönen Bericht. Ich werde noch nach einer autofreien Verbindung in die Region im Netz schauen…
    Liebe Grüße. Natalia

    1. Frankfurt dürfte ca 100km entfernt sein, grob geschätzt. Ich bin in Gedern aufgewachsen und habe lange in Frankfurt gearbeitet. Waren mit dem Auto ca 90km einfach. Herchenhain ist aber noch ein Stück weiter im Vogelsberg.
      Mit Öffis bleiben eigentlich nur Busse, da die ganzen Bahnstrecken da oben vor langer Zeit stillgelegt wurden.
      Ich weiss, dass du mit der Bahn nach Büdingen, Nidda und Stockheim kommst. Ab da gehts dann aber nur noch mit dem Bus. Zu Linien und Abfahrtszeiten kann ich dir leider nichts sagen, dazu bin ich dort schon zu lange weg.
      Viel Spass auf dem schönen Weg!
      Gizmo

    1. Hallo Aurora,
      der Bergmähwiesenpfad ist tatsächlich super schön. Vielleicht verschlägt es Dich ja mal zufällig in die Gegend!
      Herzliche Grüße, Jörg

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