Schönheiten Nordrumäniens – die zwölf Apostel

Der Nationalpark Călimani ist einer der zur Zeit 13 Nationalparks in Rumänien. Die Gebirgsformation „12 Apostel“ ist eines der Highlights dieser Region. Eigentlich sollte der „Spaziergang“ dorthin nur ein kleiner Abstecher als Ersatz für die aufgrund Wassermangels abgesagte Rafting-Tour werden. So starteten wir mit leichtem Gepäck und guten Mutes auf einem Wanderparkplatz direkt am Eingang zum Nationalpark.

Der Rudnweg wird geplant

Hier stehen Hinweistafeln und Lagepläne und Fedor, unser Reiseleiter von adventureslovakia möchte gerne einen Rundweg gehen. Deshalb prägt er sich die Karte genau ein. Natürlich kommt es am Ende ganz anders. Zunächst gehen wir an weiteren interessanten Schautafeln vorbei und überqueren einen kleinen Bach. Es geht bergauf und kurz danach versperrt uns ein Gatter den Weg. Dieses hätten wir leicht öffnen können, das Funktionsprinzip wird uns aber erst später klar.

Über eine wackelige Brücke geht es los
Aufgabe: öffne das Gatter

So verlassen wir den Pfad und gehen immer am Weidezaun entlang bergauf. Kein schlimmer Umweg denn kurze Zeit später sehen wir unseren Wanderwegweiser wieder. Über Almen geht es weiter bergauf. Hier müssen wir öfter mal Gatter öffnen und schließen. Dabei fällt schon mal ein „Barren“ und unter dem Gelächter der anderen verpflichtet sich der Übeltäter am Abend ein Bier auszugeben (was nicht ganz unrecht kommt denn wir haben alle zu viel Geld gewechselt und das Bier ist hier saubillig).

Über Almwiesen geht es weiter bergauf
Auch hier Pferde… aber diesmal wohl keine Wildpferde

Nach dem letzten Gatter geht es in einem Wald weiter bergauf. Wir machen ordentlich Höhenmeter bevor der Wald dann in Latschenkieferwald übergeht. Der Pfad wird zunächst immer schmaler und die Latschenkiefern kratzen an den Beinen. Aufgrund der Hitze waren kurze Hosen die richtige Wahl, hier oben wäre ein etwas schützenderes Beinkleid doch nützlich.

Mal ein wenig Flora
Hose kurz oder lang?
Unvermittelt tauchen sie vor uns auf… die zwölf Apostel!

Aber da sehen wir sie auch schon… die zwölf Apostel! Der Sage nach sind hier Mönche zu Stein erstarrt (so oder so ähnlich). Wirklich bizarre Steinformationen tauchen vor uns auf und wir suchen einen guten Platz zur Rast. Diesen finden wir schließlich auch, genießen die Landschaft und die Aussicht.

bizarre Felsformationen
Bestes Wanderwetter

Wie anfangs erwähnt, wollten wir gerne einen Rundweg aus der Tour machen. Deshalb folgen wir einem roten Wegweiser der eigentlich zum vereinbarten Abholpunkt führen soll. Aber irgendwo verpassen wir eine Abzweigung und so kommen wir nach einem ziemlich beschwerlichem Abstieg wieder in einer Ortschaft an. Fedor fragt am ersten Haus nach dem Weg. Hier zeigt sich die Gastfreundschaft der Rumänen. Kurzerhand steigt Fedor in das Auto des Hausbesitzers und dieser fährt ihn zum Bus. Wir gehen derweil schon mal zum nächsten Magazin. Hier wird das „Bierversprechen“ eingelöst und wir  lassen den Tag wie immer lustig ausklingen.

Erkennt Ihr hier auch ein Gesicht?
Der Weg ins Tal ist abenteuerlich

Falls Ihr auch mal zu den zwölf Aposteln wollt, habe ich mal auf gpsies.com eine schöne Rundwanderung für Euch ausgesucht. Der erste Teil dieser Tour stimmt mit unserer überein, der zweite macht meiner Meinung nach als Abstieg durchaus Sinn. So wäre die Runde knapp 16 Kilometer lang und man hätte einen Höhenunterschied von 650 Metern zu überwinden. Aber Achtung, Auf- und Abstieg sind schon knackig wie man aus dem Höhenprofil ersehen kann.

Fazit: Die zwölf Apostel sind schon sehenswert. Wieder einmal eine ganz andere Landschaft. Der Weg hinauf ist abwechslungsreich. Für den Rückweg würde ich die Variante von gpsies.com empfehlen. Ich habe die Reise bei adventureslovakia gebucht, unser Reiseleiter Fedor hat sich um alles gekümmert. Einfach hinterher wandern und genießen. Wer mehr über Land und Leute erfahren möchte, dem empfehle ich den Reiseführer Siebenbürgen. Und jetzt für Euch nochmal das Wichtigste in Kürze und eine kleine Diashow.

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