Fünf Seen auf einmal – die Traumschleife „Fünfseenblick“

Am Sonntag versprach es bestes Wanderwetter zu geben. So machten wir uns auf den Weg zur Traumschleife „Fünfseenblick“ bei Bad Salzig. Wir fuhren bei frühmorgendlichem Sonnenschein los doch je näher wir unserem Ziel kamen, umso nebliger wurde es.

Traumschleife Fünfseenblick – Übersichtstafel am Start

So parkten wir dann in Bad Salzig am Kurpark und waren schon etwas traurig, da es doch sehr trüb am Rhein war. Doch das sollte sich im Laufe der Wanderung gehörig ändern. Am Kurpark begrüßt uns die Übersichtskarte und wir orientieren uns. Wir entschließen uns, die Traumschleife im Uhrzeigersinn zu laufen und so wandern wir zunächst Richtung Rhein. Schon bald erwartet uns eine Umleitung doch die ist schnell genommen. Es geht nun relativ steil bergan. Vorbei an Felsen erreichen wir schon bald den ersten Aussichtspunkt am Köppchen. Der Weg ist übrigens im ersten Teil identisch mit dem Rheinburgenweg.

Der Nebel lichtet sich

Der Nebel hat sich schon ein wenig gelichtet und so können wir den Blick auf Bad Salzig und den Rhein genießen. Und auch die „feindlichen Brüder“, die Burgen Sterrenberg und Liebenstein, sind auf  der gegenüberliegenden Rheinseite schon zu erkennen. Die Sonne drückt den Nebel immer stärker weg und so haben wir die Gewissheit, dass die Anreise sich doch gelohnt hat.

Herrlich wie der Nebel „verfliegt“
Im ersten Teil identisch mit dem Rheinburgenweg

Am Aussichtspunkt „Betende Nonne“ wärmt uns die Sonne sogar schon. Wir legen eine Picknickpause ein, genießen unseren heißen Tee und die Aussicht auf den Rhein. Herrlich! Gibt es besseres Wanderwetter als dieses knackig kalte aber trockene und sonnige?

Aussichtspunkt „Betende Nonne“
Picknickplatz in bester Lage!

Nach kurzem leichten Anstieg wandern wir nun bergab zur Weilerbach-Mühle. Gut, dass wir uns eben gestärkt haben, denn was nun folgt ist ein stetiger Anstieg von 161 auf 467 Höhenmeter. Bei der Mühle geht es rechts hinauf, zunächst immer einen kleinen Bach entlang, dann wieder rechts ab durch den Wald hinauf und schließlich über freies Feld zur Rheingoldstraße.

Ohne Moos nichts los 😉

Immer wieder beiten sich uns fabelhafte Ausblicke ins Mittelrheintal. Ja sogar in den Westerwald und den Taunus können wir sehen. Die Traumschleife führt uns nun noch weiter hinauf in Richtung Fleckertshöhe. Dort haben wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Auf einer Schautafel können wir sehen, wie es hier früher einmal aussah. Diese Schautafeln findet man übrigens den kompletten Weg entlang und wir finden sie sehr interessant.

Aussicht von der „Fleckertshöhe“

Von hier aus geht es nun 4,5 Kilometer nur noch bergab bis zum Parkplatz in Bad Salzig. Wenn da nicht der Aussichtsturm „Fünfseenblick“ wäre. Den müssen wir natürlich noch erklimmen um dann auch die „Fünf Seen“ anzuschauen. Wer nun erwartet fünf richtige Seen zu sehen, wird enttäuscht. Denn bei den Seen handelt es sich um Abschnitte des Rheins den man hier nicht komplett sondern nur mit Unterbrechungen sehen kann. Wir können heute nur vier zählen. Der fünfte wäre dann die Bopparder Hamm erklärt uns eine „Einheimische“. Die wäre aber nur bei Hochwasser zu sehen… Hmm… egal, die Aussicht von hier oben ist phänomenal!

Aussichtsturm „Fünfseenblick“
Blick in die Ferne

Und auch an der „Hochlei“ erwartet uns nochmals ein schöner Blick auf den Rhein und Bad Salzig. Nun geht es weiter durch den Wald hinunter zum Kurpark zurück wo wir etwas verfroren aber mit tollen Eindrücken wieder in das Auto einsteigen.

Aussichtspunkt Hochlei

Fazit: Eine fantastische Tour die genau richtig für dieses Wetter war. Denn mit 10,3 Kilometern war sie nicht zu lang und bei den Anstiegen (608 Höhenmeter hinauf und auch wieder hinunter) wurde es uns warm. Aber auch die Aussichten und die abwechslungsreiche Landschaft haben unser Herz erwärmt. Hinzu kommen die perfekte Beschilderung und die interessanten Schautafeln. Wir vergeben den Outdoorsuchtfaktor „4 Sterne“ – und natürlich hat die Tour bestimmt bei jeder Jahreszeit ihren besonderen Reiz.








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