Albigna Stausee Staumauer

Hoch hinaus – Wandern am Albigna Stausee

Der eine oder andere von Euch dürfte sie auf dem Weg vom Maloja-Pass nach Chiavenna schon mal gesehen haben: eine gigantische Staumauer hoch in den Bergen. Sie gehört zum Albigna Stausee. Doch warum vorbeifahren? Ein Besuch des Stausees lohnt! Und Wandern am Albigna Stausee macht richtig Laune.

Albigna Stausee
Der Albigna Stausee auf 2163 m Höhe – beeindruckend!

Seilbahn nehmen – keine Schande

Der Albigna Stausee liegt auf einer Höhe von 2163 m, die Talstation der Seilbahn auf ca. 1200 m. Also ein gutes Stück an Höhenmetern, welches es zu überwinden gilt.

Und obwohl Wanderer es ja im allgemeinen als ehrenrührig betrachten, in eine Seilbahn einzusteigen, empfehle ich es in diesem Falle. Denn der Weg hinauf, bzw. hinab ist beschwerlich, erfordert Konzentration und ist letztendlich nicht sonderlich spektakulär. Und die eingesparte Zeit kann man oben viel besser verbringen.

Seilbahn Albigna Stausee
Die Häuser werden immer kleiner
Staumauer Albigna Stausee
…und die Staumauer immer größer

Beste Aussichten – die Albignahütte

Mit der Seilbahn ist der Aufstieg ganz bequem und schon während der Fahrt haben wir eine tolle Aussicht ins Bergell. Immer kleiner werden die Häuschen, immer weiter können wir sehen. Unterhalb der Staumauer steigen wir aus. Und die sieht von hier aus wirklich gigantisch aus. auf einem gut begehbaren Weg geht es weiter nach oben. Was uns jetzt auffällt: hier sind extrem viele Menschen mit Kletterausrüstung unterwegs. Wir schauen uns kurz um und richtig: oben in einer Steilwand entdecken wir die ersten Kletterer. Die “Fiamma”, zu deutsch Flamme, ist ein spektakuläres und beliebtes Kletterobjekt. Die bizarre Granitnadel ist gleichzeitig auch ein Wahrzeichen des Bergells.

Fiamma
La Fiamma – bizarre Felsformationen

Wir aber lieben es eine Spur gemächlicher. Und so ist die Albignahütte unser erstes Zwischenziel. Wenn man genau hinschaut, kann man sie von der Staumauer aus schon erkennen. Auf der Staumauer selbst genießen wir aber zuvor noch den Blick ins Tal. Und dann kommen wir doch noch zu unseren Höhenmetern. Denn die “Capanna da l’Albigna” liegt auf 2336 m.

Blick ins Bergell
Blick von der Staumauer ins Bergell
Albigna Stausee Staumauer
Die gigantische Staumauer des Albigna Stausees

Die Hütte ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober bewirtet und verfügt über 90 Schlafplätze. Fließend Wasser und Duschen sind vorhanden. Ein idealer Ort also für alle Kletterer, Wanderer und Tagesausflügler. Wir sitzen auf der Terasse, schauen in die atemberaubende Bergwelt und tanken frische Bergluft. Von der Staumauer bis zur Hütte sind es ca. 45 Minuten und der Weg ist landschaftlich richtig schön. Immer wieder Alpenrosen, immer wieder Ausblicke. Wir sind begeistert!

Albigna Hütte
Dort oben ist die Hütte zu erkennen
Weg zur Albigna Hütte
Der Weg dorthin ist landschaftlich sehr schön

Rundweg mit Murmeltier-Garantie

An der Hütte beginnt dann ein kleiner Rundwanderweg, der mit gut 1,5 Stunden angegeben ist. Dieser führt zunächst in ostwärtiger Richtung auf einem guten Pfad den Hang entlang. Hier macht man noch keine großen Höhenmeter und wir sehen tatsächlich Murmeltiere. Diese sollen fast immer hier sein. Die possierlichen Tierchen lassen sich scheinbar sogar gerne fotografieren. Waren es die Murmeltiere oder die zahlreichen Geocaches, die uns abgelenkt haben. Auf jeden Fall befinden wir uns plötzlich inmitten eines großen Geröllfeldes. Wir kehren um und finden schließlich den Abzweig, der über offenes Wiesengelände nach oben führt.

Albigna Hütte
An der Hütte angekommen
Wandern am Albigna Stausee
Doris im Geröllfeld – hier geht es für uns nicht mehr weiter
Murmeltier am Albigna Stausee
Wie versprochen! Ein Murmeltier

Oben stoßen wir auf den blau-weiß markierte Wanderweg, der uns zu zwei idyllischen Seen und wieder hinunter zur Hütte führt. Dieser Weg ist nicht ganz einfach und man muss aufpassen, auf dem losen Untergrund nicht auszurutschen. Insgesamt ein schöner Bergspaziergang, der uns mit seinen vielen Alpenblumen, dem Blick in die bizarre Gletscherlandschaft und seiner Wildheit sehr gut gefallen hat. Wandern am Albigna Stausee macht Lust auf mehr!

Berglandschaft am Albigna Stausee
Diese Berglandschaft ist einfach großartig

Albigna Stausee – Zahlen und Fakten

Der Albigna Stausee dient zur nicht nur zur Energiegewinnung sondern bietet bei starkem Regen auch Sicherheit vor Überschwemmungen. Gebaut wurde die Staumauer in den Jahren 1955 bis 1959. Sie ist 115 m hoch und satte 759 m lang. Führungen in die Staumauer finden vom 19. Juni bis 9. Oktober (Daten für 2018) an jedem Dienstag statt. Die Seilbahn ab Pranzaira wird wie das Kraftwerk von den Bergeller Kraftwerken betrieben und überwindet einen Höhenunterschied von ca. 900 Metern. Die Fahrt hinauf oder hinunter dauert 15 Minuten. Weitere Informationen, Preise und Betriebszeiten findet Ihr hier.

Albigna Staumauer
Das Innere der Staumauer kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden

Nützliche Informationen Bergell

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Bergell - Hotel Pranzaira
Hotel Pranzaira – gemütliche Unterkunft im Bergell

Albigna – Diashow und GPX-Track

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Disclaimer

Outdoor Blogger Codex Siegel

Diese Reise wurde von Bregaglia Engadin Turismo, der Rhätischen Bahn, den Schweizerischen Bundesbahnen sowie der Deutschen Bahn unterstützt. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung aber in keinster Weise beeinflusst und es wurden mir keinerlei Vorgaben gemacht. Ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikeln, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.


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