Wäller Tour Augst – Meiner Natur ganz nah

„Meiner Natur ganz nah“ – so ist es auf der Wandertafel am Parkplatz bei Neuhäusel zu lesen. Und tatsächlich ist die Wäller Tour Augst sowohl der Zivilisation als auch der Natur ganz nah. Ganz nah ist man den Ortschaften Neuhäusel, Eitelborn, Arzbach und Kadenbach… und doch ist man mitten im Grünen.

Wäller Tour Augst – meiner Natur ganz nah

Vom Wanderparkplatz aus laufe ich den Zubringer zum Tennisplatz Kadenbach und von dort geht es durch Streuobstwiesen in Richtung Eitelborn weiter. Schon hier genieße ich die ersten wunderbaren Ausblicke. Es ist eine dieser Touren auf denen man gleich bei den ersten Metern den Eindruck hat, dass sie sehr schön wird. Dieser Eindruck verstärkt sich, als ich das Binnbachtal durchquere. Schließlich erreiche ich den Ortsrand von Eitelborn.

Herrliche Ausblicke
Das Binnbachtal liegt vor mir
Deshalb wandere ich so gerne

Eitelborn bleibt nun immer rechterhand, wobei ich von der Ortschaft eigentlich gar nichts mitbekomme. Ich laufe durch Mischwald und an Pferdekoppeln vorbei und genieße die Sonne bevor ich dann den Wald am Schlossberg erreiche. Ich freue mich schon auf die Sporkenburg die ich schon von einem früheren Ausflug her kenne. Dann steht die altehrwürdige Ruine mit einem Mal vor mir. Ich mache mich an der Infotafel schlau und beschließe oben an der Burg eine Picknickpause einzulegen.

Die Sporkenburg
Einblicke

Nachdem ich mich meine Butterbrote genossen und mich ausgiebig an der Sporkenburg umgesehen habe, wandere ich ganz gemütlich am Theilbach entlang abwärts. Wieder ein richtig idyllischer Streckenabschnitt. Dann erreiche ich doch mal wieder die Zivilisation denn ich muss die L 329 überqueren. An der Straße geht es auch über den Emsbach der dann ein ganzes Stück mein Begleiter bleibt. Ein Wegweiser kündigt mir das Bierhaus Arzbach an.

Interessierte Beobachter am Wegesrand
Der Stefansturm bei Arzbach
Arzbach in Sicht

Und dort lasse ich mich dann auch nieder und gönne mir ein alkoholfreies Weizen. Zwei ältere Herren setzen sich zu mir und wir kommen ins Gespräch. Verwundert hören sie, dass ich wandere. Als ich ihnen jedoch davon erzähle, wie schön der Weg von Neuhäusel zur Sporkenburg und dann durchs Tal nach Arzbach ist, pflichten sie mir bei. „Wenn man vor Ort wohnt, vergisst man manchmal wie schön man wohnt“ ist schließlich ihre Erkenntnis.

Das alte Bierhaus lädt zur Rast

Ich verabschiede mich von den beiden und mache mich auf die letzte Etappe. Es geht hinauf zum Mühlberg und ich freue mich über meine Entscheidung für das alkoholfreie Weizen. Denn hier geht es doch recht steil bergauf. Ab und an erhasche ich einen Blick auf den Stefansturm, einen rekonstruierten Limesturm, und auf Arzbach.  Oben angekommen wandere ich weiter in Richtung Grillhütte Kadenbach und von dort aus zur Kapelle Maria in der Augst. Immer wieder schöne, offene Ausblicke bis in den Taunus.

Lehrreiches am Wegesrand
Mach es wie die Sonnenuhr… zähl die schönen Stunden nur!

Und auch von der Kapelle bis zurück zum Tennisplatz Kadenbach laden immer wieder Bänke mit Fernsicht zum Verweilen ein. Und ehe ich es mich versehe, bin ich auch schon wieder zurück am Parkplatz. Eine äußerst kurzweilige und abwechslungsreiche Tour.

Ein letzter Blick zum Stefansturm
Ok, ein vorletzter… aber dieser Blick galt eigentlich der Kapelle

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Fazit: Ich schwanke zwischen Outdoorsuchtfaktor 3 und 4 Sterne… ein typischer Fall für 3 1/2 Sterne die ich aber eigentlich nicht vergeben will.  Die Tour ist kurzweilig, bietet mal weite Ausblicke, mal idyllische Abschnitte an Bächen entlang. Das Bierhaus ist eine tolle Einkehrmöglichkeit. Im Vergleich mit unseren „4-Sterne-Touren“ vergebe ich schweren Herzens nur 3 Sterne aber die sind ganz dick und fett. 3 Sterne bedeutet „hat Spaß gemacht“ – und das hat es auf jeden Fall.

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