Blasen adieu – mit der richtigen Vorbereitung und mit Wrightsock!

Was habe ich mich früher mit Blasen an den Füßen herumgequält. Jeder Leistungsmarsch bei der Bundeswehr war eine Quälerei. Heute weiß ich: es lag am Schuhwerk und an den Socken. Denn die Kampfstiefel und die grauen, später olivgrünen Stricksocken waren einfach nichts für lange Märsche.

Drei paar Socken zur Auswahl

Vorbemerkung:

Ohne richtige Vorbereitung nützen aber natürlich auch das beste Schuhwerk und die besten Socken nichts. Die Füße müssen bereits vor der langen Wanderung gut gepflegt werden. Dazu gehört das regelmäßige Entfernen der Hornhaut, z.B. mit einem Hornhautschwamm, und das  ebenfalls regelmäßige Schneiden der Fußnägel.  Mein absoluter Geheimtipp für die Fußpflege ist Hirschtalg-Creme, die macht die Füße wunderbar geschmeidig und hilft Druckstellen sowie Wundscheuern zu verhindern.

Was mann dann unbedingt bei jeder Wanderung dabei haben sollte sind Blasenpflaster. In möglichst vielen Variationen, denn die helfen wirklich sobald sich dann eventuell doch die erste Druckstelle gebildet hat.

Für die Füße:

Was man an den Füßen trägt ist natürlich entscheidend. Ohne die richtigen Wanderschuhe macht das Wandern keinen richtigen Spaß. Natürlich müssen sie passen wie angegossen. Und zwar nicht nur zu den Füßen, sondern auch zum Gelände. Da hat wohl jeder Wanderer so seinen Favorit. Bei mir sind es eindeutig die Lowa Renegade GTX mid. Diese Schuhe sind echte Allrounder, sie sind leicht und solange es nicht ins Hochgebirge geht, bieten sie mir ausreichend Halt. Ich habe mir gerade ein neues Paar gekauft – schon das dritte, das sagt doch eigentlich alles, oder? Einen ausführlichen Testbericht gibt es demnächst hier im Blog. Nun aber zu den Socken: Socken waren mir lange Zeit nicht wichtig. Klar, es sollten schon Wander- oder Trekkingsocken sein aber der Rest war mir ziemlich egal. Seit der 24-Stunden-Wanderung auf dem Moselsteig bin ich aber von den Socken der amerikanischen Marke Wrightsock begeistert. Ein paar Socken dieser Marke hatte ich vom Veranstalter zur Verfügung gestellt bekommen und war echt beeindruckt. Und so begann ich mich für diese Marke besonders zu interessieren

Die Marke:

Der Name Wrightsock ist ein Wortspiel denn vor das „right“ (richtig) setzte die Gründerfamile „Wrightenberry“ noch das „W“ aus ihrem Familiennamen.  Gegründet wurde WRIGHTSOCK 1948 von Ellis Bill & Alline Wrightenberry. Ende der 90er Jahre ist Wrightsock in eine starke Wachstumsphase eingetreten welche sie jetzt jährlich über 6 Millionen Paar doppel-lagige Socken weltweit verkaufen lässt (Quelle Wrightsock).

Wie es funktioniert:

Das Funktionsprinzip (Quelle Wrightsock)

Die Praxis:

Keine Blasen, keine Schweißfüße – Wrightsock hat sich also ein ambitioniertes Ziel gesetzt.  Ich hatte die Socken in den letzten Wochen ausgiebig „in Betrieb“.  Sie wurden mehrfach bei längeren Wanderungen getragen und dementsprechend auch oft gewaschen. Der Gesamteindruck: alles passt! Die Socken sind ihr Geld wert.

Ausgiebig getestet

In meinem Testpaket befanden sich je ein Paar „Merino Coolmesh II“ (dünn),  „Merino Stride“ (mitteldick) und „Escape“ (mitteldick). Das gute Gefühl fängt schon beim Auspacken und der ersten Berührung an. Die Socken fühlen sich innen wie außen sehr weich an. Dreht man sie „auf links“ erkennt man, wo  die innere Socke an die äußere genäht ist. So wird verhindert, dass die innere Lage in der äußeren rutscht.

Über dem Knöchel und oberhalb der Zehen sind äußere und Innere Socke verbunden

Und das funktioniert super. Man läuft quasi wie auf einem Teppich! Auch nach 20 km keinerlei Druckstellen, meine Füße fühlen sich total entspannt an. Und das mit allen drei Modellen. Aufgrund der Witterung  habe ich allerdings meistens zum Modell „Escape“ gegriffen. Dieses sieht mit der aufgestickten Jakobsmuschel nicht nur  gut  aus , sondern ist aufgrund der Dicke im Winter eine Wohltat. Auch die „Merino Stride“ erachte ich für Winterwanderungen als sehr gut. Die „Merino Coolmesh II“ dann wohl doch ein wenig dünn. Aber auf die bin ich natürlich im Sommer gespannt.

Nasse Füße hatte ich bislang mit den Wrightsock auch noch nicht. Ok, meine Lowa sind auch gut imprägniert und halten Feuchtigkeit von außen ab. Aber das Versprechen „Adieu  Schweißfuß“ halten die Wrightsock, bei mir zumindest, auch. Die Wrightsock kann man ruhig zwei- oder dreimal anziehen ohne sie zwischendurch zu waschen. Keine Spur von unangenehmen Geruch!

Meine Lowas und die Wrightsock Escape – Ein starkes Doppel!

A propos Waschen: Ich hatte die Socken natürlich auch öfter in der Wäsche. Die „Escape“ wurden jetzt vier mal gewaschen und sehen aus wie neu. Wie im „Beipackzettel“ erwähnt, sollten die Socken immer „auf  links“ gewaschen werden. Dadurch lösen sich die Hautschuppen, welche man verliert, leichter aus der Faser und zudem bleiben die Socken dann länger schön. Maximal sollte man 40° warmes Wasser verwenden. Ein Schonwaschgang ist gut, muss aber nicht sein.

Mein Fazit:

Die Wrightsock sind mit Preisen um die 20 bis 30 Euro nicht gerade billig. Dafür erhält man aber ein geniales System in hoher Qualität an dem man lange Freude haben wird. Nicht nur ich habe gute Erfahrungen mit den Wrightsock gemacht. Auch meine Frau  trägt sie beim Wandern regelmäßig. Sie hat eher Probleme mit Blasen an den Füßen als ich sie habe, seit sie die Socken von Wrightsock trägt, sind diese Probleme passé. Und auch im Gespräch mit Bekannten stellte sich heraus, dass sie mit den Wrightsock  zufrieden sind. Ich spreche hier also eine ganz klare Empfehlung aus!

Die Socken sind in allen erdenklichen Größen, Ausführungen und Designs erhältlich. Bezugsquellen sind der Wrightsock-Shop, amazon (affiliate) und natürlich auch der freundliche Händler vor Ort.

Outdoor Blogger Codex Siegel

Die Firma Sourceplan GmbH, der Europavertrieb von Wrightsock, hat mir die Wandersocken für den Produkttest kostenlos zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle vielen Dank dafür! Die Kooperation mit Wrightsock hat mein Testergebnis in keiner Weise beeinflusst.

Bei einigen der Links handelt es sich um Affiliate-Links zum Amazon-Partnerprogramm an dem ich mit meinen Blogs teilnehme.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung bei allen meinen Produkttests, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

P.S.: Eine echte Bewährungsprobe steht mir und den Socken noch bevor! Am 18./19.06.2016 werde ich gemeinsam mit drei anderen Bloggern am Oxfam Trailwalker teilnehmen! Dort heißt es 100 km in 30 Stunden zu absolvieren:

15 Kommentare

  1. Servus Jörg, vielen Dank für die tollen Info’s! Das wird auf unserer Dolomitentour im Juni 2016 gleich mal ausprobiert!

    Gruß
    JENS von Natur erleben

  2. Lieber Jörg,

    danke für deine ausführliche Einschätzung.
    Entweder wasche ich falsch, oder ich bin zu schwer für diese Socken, meine verschleißen jedoch recht schnell. Ich hatte mir nach dem Moselsteig auch ein zweites paar zugelegt, weil sie sich so angenehm tragen lassen, habe auch hier das Problem des extrem schnellen verschleißens.
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Guten Morgen liebe Elke,

      Danke für Deinen Kommentar. Hmmm… ich hab das allererste Paar auch noch, sehr oft getragen und finde sie noch ok. Brauch dich ja nicht fragen, ob Du dich an die Pflegeanleitung hältst. Immmer schön auf links waschen. Nimm doch einfach mal Kontakt zur Fa. auf, ich denke Du weißt ja wie Du an die ran kommst 😉

      Liebe Grüße und einen schönen Tag!
      Jörg

  3. Ich hatte mal ein Paar gehabt, fast 1 1/2 Jahre haben sie gehalten und viele Kilometer in den Wanderschuhen durchgehalten. Kann jetzt nicht mehr sagen, ob ich mit ihnen eine Blase an den Füßen bekommen habe. Eine äußere „Socke“ hatte ein Loch bekommen, deswegen habe ich sie entsorgt.
    Was ein bissl komisch ist, sind die Größen. In dem Shop war die Größe L angegeben, bei Wrightsocks ist das 41,5 – 45. Und ich habe Schuhgröße 42.

    1. Hallo Lutz, vielen Dank für Deinen Kommentar. Das erste paar Socken habe ich jetzt fast ein Jahr. Ist noch gut im Schuss. Meine Schuhgröße ist 44, ich komme mit 41,5 – 45 gut zurecht. Wackelt nichts 😉

  4. Hallo, danke erstmal für deinen Erfahrungsbericht über die Socken.
    Welche Sockenart würdest du empfehlen damit ich im Sommer (August) ne 100 km Wanderung in 24 Std. (hoffentlich ohne Blasen) gehen kann.
    Schuhe werde ich wahrscheinlich ein paar Trekking nutzen.

    Über eine Antwort deinerseits würde ich mich freuen.

    Grüße und mach weiter so

    1. Hallo Sascha… Als ich im letzten Jahr die 80 km am Moselsteig gelaufen bin, hatte ich die Coolmesh II und war damit sehr zufrieden. Denke, das ist ein guter Allrounder. Und im August ist ja wahrscheinlich warm, da reichen dünnere Socken ja aus.

      Darf ich fragen wo du die 100 km läufst?

      Gruß Jörg

      1. Super danke für deine schnelle Antwort. Werde mir dann mal ein paar zum ausprobieren bestellen.
        Klar darfst Du fragen 😉 Ich nach Belgien / Bornem zum Dodentocht. Hier mal noch die Internetseite des Marsches.

        http://www.dodentocht.be/de

        Grüße und vielleicht kommst du ja auch.

        1. Wow… über 12.000 Teilnehmer im letzten Jahr! Na, ich schau erstmal wie ich die 100 km im Spessart überleben werde 😉

          Gruß Jörg

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.