Malerweg Etappe 5 – über den großen Winterberg nach Schmilka

Nachdem wir bis zum die restliche Wegstrecke der vierten Etappe des Malerweges beendet hatten, schließen wir gleich die 5. Etappe an. Aber zunächst einmal steht die Besichtigung der Neumannmühle an. Diese historische Sägemühle sollte man sich unbedingt anschauen. Wir machen große Augen, als sich alle Räder in Bewegung setzen. Einen Eindruck davon könnt Ihr Euch im Video am Ende dieses Berichtes verschaffen.

Die Neumannmühle wurde auch schon von den Malern geschätzt

Für die Besichtigung der Mühle sollte man schon mindestens eine Stunde einplanen denn es gibt dort auch eine interessante Ausstellung über die Papierherstellung und eine Menge mehr. Doch wir erinnern uns daran, dass ja noch eine ganze Malerwegetappe vor uns liegt und so brechen wir auf.

Das Mühlrad
In der „Berghütte“ kann man auch übernachten

Bis zur Buschmühle geht es der Straße entlang. Dort angekommen biegen wir links ab. Nach kurzem Anstieg geht es gerade durch den Wald, immer parallel zur unten im Tal verlaufenden Straße. An der Kleinsteinhöhle machen wir einen kurzen Abstecher, bewundern die Höhle und ein paar Kletterer die gerade Instruktionen bekommen.

Imposant – die Kleinsteinhöhle

Danach wandern wir wieder hinunter zur Schandauer Straße und diese dann ein gutes Stück entlang bis zur Räumichtmühle. Dort geht es dann höhenmetermäßig mächtig ins Eingemachte denn wir müssen hinauf zum kleinen und danach zum großen Pohlshorn. Dort angekommen legen wir eine Pause ein, genießen die Aussicht und den Sonnenschein.

Hier hausen Hornissen – dabei hätten wir so dringend ein schattiges Plätzchen gebraucht
Am großen Pohlshorn
Die Seele baumeln lassen

Nun folgt ein Abstieg hinunter ins Kirnitzschtal. Wir überqueren den Bach auf einer kleinen Brücke und dann geht es wieder relativ steil bergauf. Doch das ist gar nichts gegen den Anstieg, der uns hinter dem Zeughaus erwartet. Von dort aus geht es nämlich nur noch bergauf bis zum großen Winterberg (543 m), dem zweithöchsten Berg der Sächsischen Schweiz. Gut, dass wir an der Goldsteinaussicht vorbei kommen, denn hier können wir erneut ein wenig in der Sonne verschnaufen.

Doris an der Goldsteinaussicht

Ich freue mich auf ein alkoholfreies Weizenbier am großen Winterberg. Die dortige Gaststätte soll bis 17:00 geöffnet sein und das werden wir sicher schaffen. Der Weg dorthin verläuft dicht an der tschechischen Grenze entlang aber ansonsten relativ unspektakulär. Aufgrund der Steigung sind wir froh, den Winterberg erreicht zu haben. Doris möchte zunächst auf den Aussichtsturm. Ok, es ist ja noch über eine halbe Stunde Zeit bis 17:00 Uhr. Die Aussicht ist nicht ganz so imposant wie erwartet und so steigen wir relativ schnell wieder die Treppen hinunter.

Wer erkennt hier auch eine Katze?

Unten werden wir schon von einem Kellner des Restaurants erwartet. Ob wir die letzten oben wären will er wissen, denn sie möchten den Turm UND das Restaurant heute etwas früher schließen. Und alles Betteln nützt nix, ich bekomme mein Bier nicht mehr!

Der Blick vom Aussichtsturm
Leider schon ein wenig zugewachsen

Gut, dass es jetzt die 2,5 Kilometer bis Schmilka nur noch bergab geht, denn unsere Flüssigkeitsvorräte sind aufgebraucht. Der Weg hinab ist allerdings recht beschwerlich. So freuen wir uns kurz vor 19:00 Uhr in der Ortschaft angekommen zu sein. Leider können wir den dortigen Biergarten nicht mehr genießen, da unser Abholer bereits wartet. Schmilka an sich wäre sicherlich einen Aufenthalt wert gewesen. Aber dadurch, dass wir morgens erst noch einen Teil der vierten Etappe erwandert haben, ist es einfach schon zu spät. Und wir haben 23 Kilometer und jede Menge Höhenmeter auf dem Tacho!

Die Stufen hinab nach Schmilka
Schmilka bietet einige Möglichkeiten zur Einkehr
Hinunter zur Elbe

Fazit: Im Rückblick gesehen eine der minimal schwächeren Malerwegetappen. Nicht wirklich schlecht aber halt nicht so reich an Höhepunkten wie die vorhergehenden. Die Neumannmühle, die Kleinsteinhöhle und die Goldsteinaussicht sind sicherlich sehenswert. Und auch Schmilka hat seinen Charme. Der große Winterberg hat allerdings, nicht nur wegen dem geschlossenen Restaurant, ein wenig enttäuscht. Insgesamt vergeben wir für diese Etappe den Outdoorsuchtfaktor „3 Sterne“. Das bedeutet: Hat Spaß gemacht. Und das hat es auch. Die Tendenz geht deutlich in Richtung vier Sterne, aber im Vergleich zu den anderen Etappen halt doch nicht ganz.


Übernachtet haben wir übrigens im Hotel Weißer Hirsch in Hohnstein! Hier wird eine Wanderpauschale angeboten, bei der man jeden Morgen zum Start gebracht und Abends am Ziel der Etappe abgeholt wird. Sehr praktisch!

Noch mehr Malerwegberichte? Die findet Ihr hier und auch im Blog vom HappyHiker! Ihr wollt bewegte Bilder sehen? Aber gerne… ein kleines Video habe ich im Anschluss auch noch für Euch. Weitere Videos findet Ihr im Outdoor-Kino!




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