Auf dem Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub

Aufgrund der Wettervorhersage hatten wir uns, wie im Beitrag über die Wanderung von Kaub nach Assmannshausen beschrieben, dazu entschieden, am Sonntag auf dem Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub zu wandern. Denn diese Rheinsteigetappe sollte noch mehr und vor allem spektakulärere Aussichten bieten. Und das war dann auch so! 26 wunderschöne Wanderkilometer lagen also am Sonntag Morgen vor uns.

Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub
Auf der Loreley

St. Goarshausen im Frühnebel

St. Goarshausen begrüßt uns noch mit Frühnebel. Damit muss man im Februar rechnen, das ist klar. Aber dieser Nebel kündigt ja auch oft herrliches Wetter an. So sind wir am Dreiburgenblick zwar noch etwas enttäuscht, weil wir die Hand fast nicht vor Augen sehen, geschweige denn eine der drei  Burgen. Doch dann sieht man die Sonne schon ab und an durchschimmern. Auf  einem kleinen Bergpfad wandern wir wieder hinunter nach Richtung Rhein, durchqueren nochmal St. Goarshausen. Dann geht es hinauf zur Burg Katz.

Rheinsteig - Dreiburgenblick
Der Dreiburgenblick als “Keinburgenblick”
Rheinsteig - Burg Katz
Burg Katz taucht aus dem Nebel auf

Die erste Aussicht auf den Rhein

Als wir oberhalb der Burg Katz ankommen, reißt der Himmel endlich vollkommen auf. Und so blicken wir zum ersten Mal hinunter auf den Rhein! Die Burg Katz liegt unter uns und wir sind begeistert von dieser Aussicht. Weiter geht es durch die Ortschaft Heide und wir genießen die Sonne. Die Vorfreude auf die weltberühmte Loreley steigt.

Rhein mit Burg Katz
Die erste richtige Aussicht auf den Rhein

Auf der Loreley

Doch aufgrund von Bauarbeiten am Loreley-Besucherzentrum wird der Rheinsteig in diesem Bereich zur Zeit leider umgeleitet. Und so überlegen wir hin und her, ob wir den Abstecher zum Loreley-Felsen doch noch wagen sollen. Das sind noch einmal ein paar hundert Meter extra. Aber die lohnen sich wirklich. Wir schauen auf den Rhein hinunter, sehen die Schiffe vorbei ziehen… ein alter Schlager schleicht sich in unsere Ohren. Und dann finden wir noch eine Bank in der Sonne vorm Besucherzentrum. Herrlich! Und das Mitte Februar!

Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub - Loreley
Blick vom Loreley-Felsen

Die Sonne wärmt schon wunderbar aber es liegen ja noch einige schöne Kilometer vor uns. Und so raffen wir uns auf und wandern weiter. Es geht ein kurzes Stück durch einen Weinberg und schon erwartet uns das nächste Highlight. Von der Hütte auf dem Spitznack-Felsen haben wir einen tollen Blick auf den Loreley-Felsen. Wir erkunden noch ein wenig die bizarre Felsformation. Wunderschön!

Rheinsteig - Spitznackfelsen und Loreley
Aussicht vom Spitznack

Durch die Rheinhänge zum Roßstein

Nun spazieren wir weiter durch die Rheinhänge. Zum Urbach müssen wir nochmals steil hinunter. Wir überqueren den Bach über ein kleines Brückchen und beim folgenden Aufstieg wird uns bewusst, dass der Winter doch noch nicht so ganz vorbei ist. Denn der Weg hinauf zum Roßstein ist im Waldabschnitt noch mit Schnee bedeckt. Doch dann kommen wir nochmals in die Sonne. Der Weg bekommt hier einen leicht alpinen Charakter mit Halteseilen und Eisentritten.

Rheinsteig - Roßstein
Alpin wird es am Roßstein

Bei der Schwedenschanze genießen wir die allerletzten Sonnenstrahlen. Es wird halt doch noch relativ früh dunkel im Februar. Und dann wandern wir noch den Panoramaweg entlang und hinab nach Kaub. Es hat sich gelohnt. Der Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub hat uns sehr viel Spaß gemacht!

Kaub mit Pfalzgrafenstein
Kaub in Sicht

Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub – unser Fazit

Aufgrund der vielen spektakulären Aussichten und dem abwechslungsreichen Charakter vergeben wir für den Rheinsteig von St. Goarshausen bis Kaub den Outdoorsuchtfaktor 4 Sterne. Und die holt er ganz locker! Er gehört damit zu den gefühlt lohnenswertesten Wanderungen, die wir je gemacht haben => eine fantastische Tour!

Das Wichtigste in Kürze und Diashow

Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kaub - das wichtigste in Kürze

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8 Kommentare

  1. Ah, Nostalgie! Hier war ich vor vielen, vielen Jahren zu Beginn meines Studiums, um die Burgen zu erkunden. Den ein oder anderen Kilometer bin ich dabei auch gewandert ;-)

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