Pinzgauer Spaziergang

Almen im Glemmtal und Pinzgauer Spaziergang

[Werbung] Was für eine Woche! Nachdem mich der Pinzgau in den beiden ersten Tagen der Wanderung mit Eurohike mit Wetterspielen begrüßt hat, begleitete mich im zweiten Teil strahlender Sonnenschein durch die Kitzbüheler Alpen. Leider brachten die letzten beiden Tage Regen und Hochnebel, so dass mir die bestimmt spektakulären Aussichten verwehrt blieben. Dennoch haben mich das Glemmtal und der Pinzgauer Spaziergang ganz besonders beeindruckt.
Glemmtal und Pinzgauer Spaziergang - Saalalm
Glemmtal und Pinzgauer Spaziergang – mit einer Almenrunde ging es los

Aktiver Ruhetag im Glemmtal

Gut, dass Eurohike den “Ruhetag” für mich ins Glemmtal gelegt und das wundervolle Hotel am Reiterkogel für mich ausgesucht hat. Denn hier lässt es sich auch bei Regen prächtig aushalten. Das reichhaltige Frühstücksbuffet ist schon mal ein toller Start. Wieder am Zimmer, schaue aus dem Fenster und die schlechte Wetterprognose scheint sich zu bewahrheiten. Aber so gegen 10:00 Uhr soll sich das Wetter bessern – sagt jedenfalls meine Wetterapp.

Frühstücksbuffet im Hotel am Reiterkogel
Gut gestärkt den Tag beginnen – Frühstücksbuffet im Hotel am Reiterkogel

Vielleicht also doch die Gelegenheit für die empfohlene Almenrunde um Lengau nutzen? Wie immer bin ich zuversichtlich und wer mich kennt weiß: drinnen fällt mir die Decke auf den Kopf! Also packe ich ein weiteres Mal den Rucksack und begebe mich zur Bushaltestelle. Es scheint tatsächlich etwas aufzuklaren. Erwähnenswert: bei mehr als einer Nacht Aufenthalt im Hotel am Reiterkogel erhält man die Joker-Card und darf damit kostenlos den Wanderbus, einige Seilbahnen und vieles mehr nutzen.

Lengau im Glemmtal
Talschluss bei Lengau – so schlecht sieht das Wetter doch nicht aus, oder?

Almenrunde um Lengau

Als ich an der Bushaltestelle in Lengau im hinteren Glemmtal aussteige, hat sich der Wettergott dann schon wieder anders entschieden. Es regnet Bindfäden. Ich mache mich trotzdem auf den Weg in den Talschluss und komme schon sehr nass an der Lindlingalm an. Hier gibt es doch tatsächlich ganz Hartgesottene, die den Kletterwald und den Baumzipfelpfad benutzen? Nein, nichts für mich. Ich stelle mich ein wenig unter und warte ob es vielleicht doch etwas trockener wird.
Baumzipfelpfad Lengau
Wer hat bei solchem Wetter Lust auf den Baumzipfelpfad?
Regen im Talschluss Glemmtal
Es regnet Bindfäden
Und irgendwie habe ich ständig den Eindruck, das Wetter würde sich bessern. Also hinauf zur Ossmannalm. Oben kann ich sogar mal die Kapuze nach hinten schlagen. Aber nur kurz. Trotzdem schaue ich auf dem weiteren Weg zur Forsthofalm immer wieder ins Tal hinunter und die Aussichten lassen sich zumindest erahnen. Dann geht es steil bergab, wieder hinunter nach Lengau zur Bushaltestelle, wo ich mich in die Gruppe der vielen pudelnassen Wanderer einreihe.
Talschluss Glemmtal - Aussicht
Ganz hinten im Talschluss des Glemmtals – schon schön!
Blick ins Glemmtal
Immer wieder Hoffnung auf Wetterbesserung – Blick ins Glemmtal
Immerhin hab ich eine Runde von fast 10 km gedreht und für einen Ruhetag finde ich das gar nicht so schlecht. Da ist es auch gar nicht schlimm, dass ich den Nachmittag gammelnderweise im Hotel verbringe. Ein Käffchen in Ehren, ein kurzes Schläfchen und schwupps, schon ist es Abend und das Essen ruft!
Dessert im Hotel am Reiterkogel
Der verdiente Tagesabschluss

Auf zum Schattberg

Heute steht der Pinzgauer Spaziergang an. Auf den hatte ich mich schon vorher gefreut. Denn die Aussichten sollen wunderschön sein. Kein Wunder, denn auf diesem Wanderweg geht es ja quasi ständig auf ca. 2000 Höhenmetern und mehr entlang. Aber ja, Ihr ahnt es schon… das Wetter. Immerhin soll es heute trocken bleiben. Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Bus nach Saalbach. Mit dem Schattberg X-Press, einer Seilbahn, die ich mit der Joker-Card auch benutzen darf, verlasse ich das Glemmtal und fahre hinauf auf 2070 m.

Schattberg X-Press Seilbahn
Mit dem Schattberg X-Press hinauf zum Schattberg

Und tatsächlich habe ich oben eine wahnsinnig schöne Aussicht. Doch meine Wetterapp prophezeit schlechteres Wetter. Also mache ich mich auf und folge der Ausschilderung des Pinzgauer Spazierganges. Die ersten Kilometer sind wettermäßig auch nicht so schlecht. Immer wieder bewundere ich das Panorama. Salzburger Gipfel und Kitzbüheler Alpen rund um mich herum.

Schattberg - Aussicht
Aussicht vom Schattberg – Gipfelfieber rundherum
Startpunkt Pinzgauer Spaziergang
Hier startet der Pinzgauer Spaziergang

Doch nach ca. 5 – 6 Kilometern ist es entgültig Essig mit der Sicht. Es nieselt ein wenig und die Sicht ist fast gleich null. Ich sehe kaum die Hand vor Augen und markante Punkte wie Almhütten, Seilbahnmasten, etc. tauchen erst auf, als ich quasi schon da bin. Zwischenzeitlich kurze Hoffnungsschimmer. Als eine der Infotafeln am “Kaiserin Elisabeth Weg” erreiche, kommt mir in den Sinn, dass ich ja gewiß keine “Sissi” bin.  Aber dann bin ich doch froh, dass ich an der Bergstation der Schmittenhöhenbahn ankomme. Fotopoint – die Beschriftung einer Infotafel klingt für mich fast ironisch.

Wolkenspiele am Pinzgauer Spaziergang
Auch hier: vielleicht reißt es ja doch wieder auf?
Fotopoint Schmittenhöhe
Doch wie Sie sehen…
Fotopunkt Schmittenhöhe
…sehen Sie nichts!

Den See entlang nach Maishofen

Dann fahre ich mit der Seilbahn hinunter nach Zell am See. Hey, hier kann man ja wieder was erkennen! Und so entschließe ich mich, nicht wie empfohlen mit dem Bus nach Maishofen zu fahren, sonder am See entlang zu wandern. Das macht richtig Spaß und ich genieße den Blick über das Wasser.

Zell am See - Seeblick
Der Weg am See entlang war super schön

Kurz vor Maishofen entdecke ich Wegweiser der 24h Trophy. An dieser Veranstaltung habe ich 2016 im Harz teilgenommen und betitelte meinen Bericht: die 24h Trophy – ein ganz schöner Brocken.  67 km und 1634 Höhenmeter waren das damals. Ich mache mich im Internet schlau. In Maishofen sind es 65 km und 3300 Höhenmeter… Puh, da mache ich es mir doch lieber im Hotel Schloss Kammer gemütlich.

Markierung 24h Trophy
Die 24h gleich dranhängen? Ach ne, lieber doch nicht.
Hotel Schloss Kammer
Lieber gemütlich im Hotel Schloss Kammer nächtigen

Mein letzter Abend. Ein wenig packt mich die Wehmut. Ich habe in den vergangenen 6 Tagen wirklich einiges erlebt und nun bin ich wieder am Ausgangspunkt. Die Wirtin begrüßt mich mit den Worten: “Sie haben doch nicht etwa am Montag die Schwalbenwand versucht?” Ein wenig kleinlaut gebe ich zu, dass ich das hatte…

Schwalbenwand und Pinzgauer Spaziergang – Wiederholung erwünscht!

Insgesamt hatte ich eine tolle Woche mit Eurohike. Das organisatorische Drumherum war wieder perfekt. Mein Gepäck immer pünktlich, die Transfers haben geklappt, alles lief wie geschmiert. Das Wetter… tja, das ist halt so bei einem Outdoorhobby. Man kann es nicht ändern. Der Sommer 2018 war ja ein Megasommer. Und ich? Ich habe quasi vier Jahreszeiten in einer Woche durchlebt. Kann ja auch nicht jeder von sich behaupten. Und so bleiben eigentlich nur zwei Sachen offen: die Rechnung, die ich immer noch mit der Schwalbenwand habe und der Pinzgauer Spaziergang an einem Tag mit perfekter Sicht! Was bleibt mir als anderes übrig als nochmal wieder zu kommen?

Pinzgauer Spaziergang
Pinzgauer Spaziergang – das will ich unbedingt bei schönem Wetter nochmal sehen!

Die beiden Touren auf komoot

Ich habe die beiden Etappen auf komoot aufgezeichnet. Dort könnt Ihr Euch die entsprechenden GPX-Tracks herunterladen:

Disclaimer und weitere Fotos

Outdoor Blogger Codex Siegel

Bei dieser Reise handelte es sich um eine individuelle Recherchereise, zu der ich von Eurohike eingeladen wurde. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung jedoch in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung beim Verfassen aller meiner Artikel, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

Trotz des durchwachsenen Wetters habe ich noch ein paar Bilder für Euch, die die beiden Tage sehr gut wiedergeben. Also nehmt Euch noch 5 min Zeit:

Diese Diashow benötigt JavaScript.




2 Kommentare

  1. Hallo Jörg, schade dass es mit dem Wetter nicht so geklappt hat. Andererseits sehen diese Fotos über dem Nebelmeer im Tal wirklich superschön aus! Und es klingt ja so, als hättest du trotzdem jede Menge Spaß gehabt ;). Im Pinzgau war ich noch nicht, aber es sieht ganz so aus als wäre die Gegend eine Reise wert. Warst du diese Woche dort? Es liegt ja noch kaum Schnee!

    1. Hallo Hannah,

      Danke für Deinen lieben Kommentar. Und ja, ich hatte dort wirklich viel Spaß. Es war allerdings schon Ende August. Es waren insgesamt sechs Wandertage und zu den vorherigen vier hatte ich schon vorher was geschrieben. Brauche immer ein wenig für die Berichte und vor allem zum Sortieren der vielen Bilder.

      Liebe Grüße aus Limburg,
      Jörg

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.