Donauwellen – auf dem Donauradweg von Passau nach Wien

Werbung* Der Donauradweg ist so etwas wie ein Klassiker unter den Radwegen. Und schon im Vorfeld unserer Radreise mit Eurobike hatten wir viel Gutes über diese Tour am zweitgrößten Fluss Europas gehört. Entsprechend groß war unsere Vorfreude. Sechs Etappen Donauradweg von Passau nach Wien, dank Eurobike ohne Gepäck. Das diese Radreise trotz der Corona-Pandemie tatsächlich stattfinden konnte, glich jedoch einem Wunder. Denn Mitte Mai waren in Österreich die Hotels für Touristen noch geschlossen. Aber zu unserer Freude konnten wir Anfang Juni losradeln!

Donauradweg in Passau
Bei herrlichem Wetter starten wir in Passau

Dreierpack – gleich drei Flüsse zum Auftakt

Unsere Radreise beginnt in Passau. Donau, Inn und Ilz – so heißen die drei Flüsse, die sich hier vereinigen und der Stadt den Beinamen “Drei-Flüsse-Stadt” geben. Wir checken im Hotel Passauer Wolf ein, stellen unser Auto im Parkhaus Bahnhofstraße (5,- Euro am Tag) sicher ab und machen einen ersten Erkundungsgang durch die malerische Altstadt. Wir schlendern durch die engen Treppengassen, bewundern den barocken Stephansdom und wandern an der Donaupromenade entlang. Im Hotel werden wir gleich noch unsere Räder bekommen und ein Eurobike-Reiseleiter wird uns über alles Wichtige zur Tour informieren.

Gasse in Passau
Auf zur blauen Donau!

Ich bekomme wieder das Leihrad Plus, ein hochwertiges KTM-Herrenrad mit 21-Gang-Schaltung und einigen technischen Finessen. Gleiches Modell hatte mich schon auf dem Alpe-Adria-Radweg überzeugt und ich habe es damals aufgrund seiner Farbe “schwarze Mamba” getauft. Doris bevorzugt Räder mit Rücktrittsbremse und so haben wir für sie das Unisex 7-Gang geordert. Martin, unser Reisebetreuer, ist ein echter Kenner des Donauradwegs. Umfassend sind seine Informationen über die Sehenswürdigkeiten am Weg. Und da der Donauradweg oft auf beiden Seiten der Donau entlang führt, gibt er uns wertvolle Tipps, wo wir wann am besten die Seite wechseln sollten.

Eurobike Räder am Hotel Donauschlinge
Eurobike bietet eine Vielzahl von Leihrädern an

Grenzkontrolle auf “Österreichisch”

Wir verabschieden uns an der Rezeption des Hotels Passauer Wolf. Die Freundlichkeit aller Hotelangestellten ist uns übrigens in dieser 4-Sterne Unterkunft besonders aufgefallen. Und dann beginnt unser Tag mit etwas negativem: wir müssen nämlich zunächst einmal einen Corona-Schnelltest machen. Den werden wir ab jetzt alle 48 Stunden erneuern, weil dies für unsere Hotelübernachtungen in Österreich erforderlich sein wird. Wie gesagt, dieser hier, an der Teststation in Passau, ist zum Glück negativ. Und so kann der Radlspaß beginnen. Weil wir das am Vorabend noch nicht geschafft haben, besuchen wir zunächst einmal den “Drei-Flüsse-Blick”. Der ist einfach ein Muss, wenn man in Passau ist.

An der Donau in Passau
An der Donau in Passau

Über die Marienbrücke verlassen wir die Stadt und radeln Richtung Österreich. Es ist wenig los auf dem Donauradweg. Wahrscheinlich sind viele Touristen wegen Corona noch etwas skeptisch. Es geht einen alten Bahngleis entlang und wir haben immer wieder schöne Blicke über den Inn nach Passau. Und schon bald sind wir dann an der Donau. Und in Österreich! Ein Zöllner begrüßt uns mit einem freundlichen “Saaaan´s geümpft, genääsen oder getääästet”? Wir können ruhigen Gewissens bejahen und weiter geht´s. Ganz gemütlich immer der Donau entlang.

Markierung Donauradweg Oberösterreich R1
Wir sind in Österreich!

Trappistenbier und Kraftakt im Kraftwerk

Am Kraftwerk Jochenstein, wo wir später die Donauseite wechseln wollen, fahren wir zunächst vorbei. Denn wir wollen uns das Kloster Engelszell in Engelhartszell anschauen. Hier soll es leckeres Trappistenbier geben, so haben wir es uns sagen lassen. Dieses gibt es auch im kleinen Klosterladen an der Pforte. Schade, wir hätten eigentlich so etwas wie einen Biergarten erwartet. Dafür lohnt sich die Besichtigung der Stiftskirche. Sie gilt als eine der der stilistisch reinsten Rokoko-Kirchen in Österreich. Und wir sind beeindruckt!

Kloster Engelszell
Kloster Engelszell bei Engelhartszell

Von Engelhardtszell aus fahren wir zurück zum Kraftwerk Jochenstein. Man könnte auch die Radfähre in Engelhardtszell nehmen, aber dazu sind wir irgendwie zu stolz. Also radeln wir auf der imposanten Staumauer des Kraftwerks entlang und wechseln so nicht nur die Donauseite, sondern auch wieder das Land. Mitten in der Donau verläuft hier nämlich die Grenze zu Deutschland. Jetzt steht uns aber noch ein Kraftakt am Kraftwerk bevor: Die Räder müssen 45 Stufen hinauf und natürlich auch wieder hinab geschoben werden. An den Seiten der Treppen sind Schienen angebracht, auf denen man schieben kann. Aber die Räder mit den Sattel und Lenkertaschen haben doch schon ein gewisses Gewicht. Gut, dass wir keine E-Bikes haben!

Donauradweg Kraftwerk Jochenstein
Am Kraftwerk Jochenstein ist Schiebung angesagt

Der Blick auf die Donauschlinge

In Deutschland bleiben wir nur ganz kurz. Wir ignorieren einen kleinen Regenschauer und radeln auf der idyllischen nördlichen Donauseite weiter bis nach Au. Unser Hotel Donauschlinge liegt auf der gegenüberliegenden Seite und wir setzen mit der Fähre über. Unser Gepäck wurde bereits angeliefert und wir haben vor dem Abendessen noch Zeit, die kurze Wanderung hinauf zum “Schlögener Blick” in Angriff zu nehmen. Die ca. 1,5 Kilometer bis dorthin haben es in sich. Aber die Anstrengung lohnt. Wir halten den Atem an und staunen. Der Ausblick auf die Donauschlinge ist eindrucksvoll und wir hätten definitiv etwas verpasst, wenn wir unten geblieben wären. Den Abend genießen wir bei einem herrlichen Sonnenuntergang auf der Hotelterrasse.

Blick auf die Donauschlinge bei Schlögen
Weltberühmt – der Blick auf die Donauschlinge bei Schlögen
Sonnenuntergang am Donauradweg
Sonnenuntergang am Donauradweg

Mindestens genauso beeindruckend wie der Sonnenuntergang ist der Nebel, der am Morgen noch über der Donau wabert. Wir satteln wieder die Räder und radeln an der südlichen Donauseite entlang. Wir erfreuen uns an der herrlichen Natur und wollen eigentlich auf dieser Donauseite bleiben, müssen diesen Plan aber bei Obermühl über den Haufen werfen. Der Fährmann fängt uns ab und teilt uns mit, dass der Donauradweg auf dieser Seite weiter unten aufgrund eines Bergrutsches gesperrt ist. Gemeinsam mit vielen anderen Radfahrern nehmen wir die Fähre und fragen uns, ob das nicht eventuell eine geniale Idee des Fährmanns zur Umsatzsteigerung ist. Am nördlichen Ufer geht es weiter bis nach Untermühl, wo wir dann wieder mit der Fähre auf die südliche Variante zurück wechseln.

Morgenstimmung an der Donau
Diese Morgenstimmung – einfach gigantisch!
Donaufähre
Fährmann hol über!
Schwan auf der Donau
Donauidylle mit Schwan

Linz – nur echt mit Torte

Bis Aschach radeln wir nun südlich der Donau, die wir dort auf der Donaubrücke wieder überqueren. Nun verlassen wir die Donau für einige Zeit und machen einen sehr ruhigen Schlenker über Feldkirchen. Das empfinden wir als gelungene Abwechslung. Dann führt uns der Donauradweg aber wieder zurück zum Fluss. Wie breit die Donau hier ist, das ist einfach irre! Das sind bestimmt satte 400 Meter. Den ca. 2 km langen Abschnitt von Dürnberg bis Puchenau finden wir allerdings gar nicht so schön. Uns wird bewusst, dass wir bislang fast ohne Verkehr und durch die Natur geradelt sind. Nun geht es an einer viel befahrenen Bundesstraße entlang und der Krach der LKWs nervt gewaltig.

Ab Puchenau ist der Radweg dann wieder etwas abseits der Hauptverkehrsstraße und viel ruhiger, so sind die letzten Kilometer nach Linz dann doch wieder ein Genuss. Im Arcotel checken wir ein und haben noch ein wenig Zeit, die Landeshauptstadt Oberösterreichs zu erkunden. Vor allem interessiert uns wieder einmal das Angebot an Covid-Teststationen, denn morgen früh brauchen wir erneut einen frischen Test. Das Arcotel in Linz ist übrigens ein riesiges Hochhaus und wir hätten nicht vermutet, dass man auf der Hotelterrasse mit Donaublick so gemütlich und gediegen Abendessen kann. Und der Nachtisch ist ausgesprochen stilecht: Linzer Torte!

Linzer Torte
Linzer Torte – ein Muss wenn man schon mal in Linz ist

(Kein) Hochwasser und ein Donnerschlag

Unser morgendlicher Corona-Schnelltest ist glücklicherweise wieder negativ und so können wir den dritten Radtag gut gelaunt beginnen. Vom Hauptplatz aus geht es über die Nibelungenbrücke auf die gegenüberliegende Donauseite. Die ersten Kilometer sind viel beschaulicher als wir es erwartet hätten. Im Grünen radeln wir am Pieschinger See vorbei. Nur der Blick über die Donau hinweg beweist, dass wir noch in der Nähe der Stadt mit ihrem großen Industriegebiet sind. Bei Mauthausen verlieren wir wegen fehlenden Markierungen und Bauarbeiten ein wenig die Orientierung. Dank des uns von Eurobike zur Verfügung gestellten Kartenmaterials stellen wir aber fest, dass wir noch richtig sind und kommen dann auch wieder ans Donauufer.

Donauradweg bei Mauthausen
Bei Mauthausen

Am Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen lädt uns eine gemütliche Radlerstation dazu ein, uns bei einem alkoholfreien Weizenbier ein wenig auszuruhen. Wir wechseln am Kraftwerk nicht die Seite, sondern fahren weiter die nördliche Variante entlang. Infotafeln weisen auf das Schicksal einiger Dörfer hin, die hier der ständigen Gefahr des Donauhochwassers weichen mussten. Beeindruckend auch die Hochwassermarken am Wegesrand und die inzwischen errichteten Hochwasser-Schutzanlagen. Der Himmel zieht sich bedrohlich zu, es grummelt und wir müssen uns etwas beeilen. Schade, die letzten sehenswerten Kilometer bis nach Grein können wir deshalb leider nicht richtig genießen. Dafür bleiben wir fast trocken und erreichen eine Bushaltestelle in der Ortsmitte, wo wir uns unterstellen können. Und dann fährt uns plötzlich Blitz und Donnerschlag förmlich durch Haut und Knochen. Was für ein gewaltiger Wumms! Aber alles gut, und ein Fahrer bringt uns und unsere Räder schließlich hinauf zu unserem Hotel auf der Burg Kreuzen.

Hochwassermarke am Donauradweg
Dort oben (grünes Schild) war im August 2002 das Hochwasser
Ausblick vom Turm der Burg Kreuzen
Ausblick vom Turm der Burg Kreuzen

Burgherr und Burgfräulein

Wie Burgherr und Burgfräulein dürfen wir uns im Hotel Schatzkammer fühlen! Denn das moderne Hotel wurde quasi in die historische Burg Kreuzen integriert. Zahlreiche Bilder dokumentieren den Umbau. Über den Burghof erreicht man das Restaurant, welches sich in den alten Gemäuern befindet. Und dann lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, auf den Turm zu steigen. Von hier hat man eine fabelhafte Aussicht über das Donautal und bis in die Alpen. Über die Zugbrücke verlassen wir am nächsten Tag wieder die Burg und rollen hinunter nach Grein.

Zugbrücke Burg Kreuzen
Übernachten wie Burgherr und Burgfräulein

Ab Grein radeln wir wieder am südlichen Donauufer. Von hier aus haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf die netten Ortschaften gegenüber. Die Donau verläuft hier in einem engen Tal und das hat einen besonderen Reiz. Vor Ybbs nehmen wir die große Brücke über den Fluss und radeln nun also wieder am Nordufer. Drei kurze Regenschauer hindern uns nicht daran, ganz gemütlich und beschaulich am Fluß entlang zu rollen. Auch ohne E-Bike: diese Tour ist selbst für Freizeitradler gut zu bewältigen. Und das nächste Highlight erscheint schon am Horizont. Stift Melk ist weithin sichtbar.

Donauradweg Stift Melk
Stift Melk in der Ferne

Kloster, Wein und das Tor zur Wachau

Das Städtchen Melk hat uns begeistert und ist auf jeden Fall ein Highlight am Donauradweg. Wir gönnen uns eine kleine Jause beim “Schmankerlfleischer” und schlendern danach zum Klosterstift Melk hinauf. Das Gelände ist riesig und leider können wir uns nicht alles anschauen. Definitiv sollte man für den Klosterbesuch einige Zeit mehr einplanen als wir es getan haben. Vor allem die Bibliothek soll beeindruckend sein, wir haben sie aber leider verpasst. Denn Melk hat ja nicht nur ein schönes Benediktinerstift sondern ist auch das “Tor zur Wachau”. Deshalb wollen wir unbedingt noch an der Weinverkostung teilnehmen, die zu dem bei Eurobike gebuchten Arrangement gehört.

Klosterstift Melk
Klosterstift Melk
Donauradweg Melk
Melk ist einfach sehenswert

“Wein und Wachau”, so heißt dann auch die gemütliche Vinothek mitten in Melk. Weinberaterin Ursula Hackl begrüßt uns freundlich und dann lernen wir eine Menge… Zum Beispiel das die Weinkategorien der Winzervereinigung “Vinea Wachau Nobilis Districtus” “Steinfeder”, “Federspiel” und “Smaragd” heißen. Wir sind überrascht, was man aus einem Wein alles herausschmecken kann. Und der Wein aus der Wachau mundet uns wirklich köstlich. Trotzdem schlagen wir nicht über die Stränge, denn wir müssen von Melk ja noch weiter radeln. Wir besichtigen zum Abschluss noch den Weinkeller, kaufen uns noch eine Flasche Wein für den Abend und verabschieden uns.

Weinprobe in Melk
Ein Besuch in der Wachau ohne Wein? Geht gar nicht!

Burgruinen und die Venus von Willendorf

Unser Hotel “Donauhof” liegt in Emmersdorf, also auf der nördlichen Donauseite. Auf dieser Seite bleiben wir auch am nächsten Morgen und freuen uns darauf, durch die malerische Wachau zu radeln. In Willendorf machen wir einen kurzen Abstecher zur “Venus von Willendorf”. Die ca. 25.000 Jahre alte Venusfigur gilt als bedeutender archäologischer Fund. Das “Venusium”, also das zum Fund gehörende Museum, ist heute leider geschlossen. Aber die Fundstelle schauen wir uns natürlich an. Das Original ist ca. 30.000 Jahre alt, nur 11 cm groß und wurde hier im Jahr 1908 gefunden. Es befindet sich nun im Naturhistorischen Museum in Wien. Und hier an der Fundstelle kann man die Figur in Übergröße bewundern.

Venus von Willendorf
Die Venus von Willendorf in Übergröße (rechts, links das bin ich)

Die Landschaft, durch die wir radeln, hat inzwischen den Charakter. Natürlich ist sie in der Wachau vom Weinbau geprägt. Und so durchqueren wir romantische Dörfer mit schmucken Weingütern, fahren an Weinstöcken vorbei und bewundern heimelige Gassen. Spitz ist ein Beispiel für ein solches Weindorf. Hier lassen wir die Räder kurz stehen und wandern hinauf zur Ruine Hinterhaus. Uns erwartet eine gigantische Aussicht in die Wachau und auf die Donau.

Blick von Ruine Hinterhaus  auf Spitz in der Wachau
Blick von Ruine Hinterhaus auf Spitz in der Wachau

Weiter geht es nach Krems. Vielleicht ahnt Ihr es schon, es sind mal wieder 48 Stunden vergangen und wir benötigen einen frischen Corona-Schnelltest. Den bekommen wir in einem Einkaufszentrum und zum Glück ist er wieder negativ. Der Test reicht jetzt für die letzten 48 Stunden unserer Reise. Hinter Krems wechseln wir auf die südliche Donauseite und radeln auf dem “Treppelweg” über den Hochwasserdamm immer die Donau entlang. Am Campingplatz biegen wir nach Traismauer ab, wo wir im Hotel Nibelungenhof übernachten werden. Hier heißt es mal mutig sein: zum Abendessen bestelle ich mir ein “Verhackerttörtchen” ohne zu wissen, was das eigentlich ist. So richtig weiß ich es nun immer noch nicht aber: es war super lecker! Die Spezialitäten des Hauses auf der Speisekarte sind sehr zu empfehlen.

Donauradweg - Wachau
Schön ist´s in der Wachau!
Das Verhackerttörtchen - verdammt lecker!
Das Verhackerttörtchen – verdammt lecker!

Viel Natur und ein “grünes” Atomkraftwerk

Der letzte Tag auf dem Donauradweg ist angebrochen. Vor uns liegt mit 73 Kilometern der längste Streckenabschnitt unserer Tour. Aber nur keine Hetze. Die vergangenen Tage haben uns gelehrt, dass alles gut zu schaffen ist und Eile nicht notwendig ist. Wir haben uns heute wieder einmal für das südliche Donauufer entschieden, weil uns dieses wegen der Ortschaften am Weg abwechslungsreicher erscheint. Der erste Teil der Etappe führt allerdings durch viel Natur. Zunächst einmal radeln wir von Traismauer zurück zur Donau. Das ist landschaftlich idyllisch und super schön. Danach sind wir wieder auf unserem Treidelweg. Links die breite Donau und rechts grüne Auwälder. Doch dann taucht unvermittelt ein großer grauer Klotz am Wegesrand auf.

Natur am Donauradweg
Viel Natur am Donauradweg
AKW Zwentendorf
Nie in Betrieb genommen – das AKW Zwentendorf

Es handelt sich um das nie in Betrieb genommene Atomkraftwerk Zwentendorf. Heute ist es das “sicherste Atomkraftwerk Österreichs” mit Schulungsräumen und Eventlocations. Und ein wenig Strom wird hier heute dann doch produziert. Grün und umweltfreundlich durch Sonnenkraft. Als nächstes Highlight begrüßt uns die Gartenstadt Tulln mit ihrer Blütenpracht! Wir können uns an den Farben kaum satt sehen. Es war eine gute Entscheidung, die Südvariante des Donauradweges zu wählen. Nun müssen wir uns aber losreißen, denn es liegen noch einige Kilometer vor uns. Vor Klosterneuburg werden wir von einem starken Regenschauer überrascht. Gemeinsam mit anderen Radlern finden wir aber in einer Unterführung Unterschlupf.

Gartenstadt Tulln am Donauradweg
In der Gartenstadt Tulln

In Klosterneuburg besuchen wir das Stift und schlendern ein wenig durch den beschaulichen Ort. In einem gemütlichen Gasthaus trinken wir ein Radler. Und das, obwohl ja Klosterneuburg als “romantische Weinstadt” bekannt ist. Was ein Frevel! Aber wir hatten einfach ordentlich Durst. Und dann radeln wir nach Wien hinein. Schon von weitem sehen wir die Skyline mit den gigantischen Hochhäusern auf der gegenüberliegenden Donauseite. Dort drüben liegt irgendwo unser Hotel und über die Reichsbrücke wechseln wir dann wieder einmal die Seiten. Fast 360 Kilometer liegen hinter uns. Und wir denken gerne an den Donauradweg zurück.

Stift Klosterneuburg
Stift Klosterneuburg
Skyline Wien
Die Skyline von Wien

Wien, Wien… nur du allein!

Der durch Eurobike organisierte Rücktransport steht erst um 14:00 Uhr an und so haben wir glücklicherweise noch etwas Zeit, uns Österreichs Hauptstadt anzuschauen. Das tun wir aber jetzt per pedes. Wir schauen in den Stephansdom, bewundern die Hofburg und erfreuen uns an der Blütenpracht im Volksgarten. Und dann kommt der “Höhepunkt” der Reise: wir steigen in das weltberühmte Riesenrad im Prater und schweben über der Großstadt. Blicken nochmals ins Donautal und denken an die Reise zurück.

Stephansdom in Wien
Stephansdom
Das Riesenrad im Prater
Das Riesenrad im Prater

Was haben wir nicht alles gesehen und erlebt! Wie viele unterschiedliche Landschaften wir durchradelt haben! Wir denken an die wunderschönen Klöster und den Wein in der Wachau. Wir erinnern uns gerne an die freundlichen und gemütlichen Hotels und an die liebevoll zubereiteten Speisen. Ja, der Donauradweg ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird.

Prater Riesenrad
Noch ein letzter Ausblick!

Donauradweg von Passau nach Wien in sechs Etappen

Donauradweg in der Wachau
Auf dem Donauradweg in der Wachau

Der Donauradweg ohne Gepäck – mit Eurobike

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Unterkünfte buchen, den Gepäcktransport organisieren oder alles am Rad mitführen? Bucht man eine Radreise mit Eurobike, braucht man sich um das alles nicht zu kümmern. Sogar Leihräder, ob herkömmlich oder mit elektrischer Unterstützung, können geordert werden. Über die Vorzüge einer Tour mit dem Unternehmen aus Österreich habe ich in meinem Artikel “Eurobike Radreisen – bequem und sorgenfrei radeln” berichtet. Und auf diese Weise habe ich im letzten Jahr den Alpe-Adria-Radweg und 2019 das Salzkammergut erkundet.

Auf dem Donauradweg radelt man weitestgehend “autofrei” von Passau nach Wien. Das hat uns sehr gut gefallen. Weitere Information über diese Radwanderung auf dem Donauradweg findet Ihr bei Eurobike Radreisen.

Bildergalerie und Disclaimer

Outdoor Blogger Codex Siegel

*Bei dieser Radreise am Donauradweg handelte es sich um eine individuelle Recherchereise, zu der ich von Eurobike eingeladen wurde. Dafür meinen allerherzlichsten Dank! Die Kooperation mit dem Veranstalter hat meine Berichterstattung jedoch in keinster Weise beeinflusst und ich gebe hier ausschließlich und ehrlich meine persönlichen Eindrücke wieder.

Transparenz und Offenheit sind mein Credo und somit Verpflichtung bei allem, was ich schreibe, dazu habe ich mich durch das Unterzeichnen des Outdoor Blogger Codex verpflichtet.

Outdoorsuechtig.de – seit vielen Jahren mit Eurohike und Eurobike unterwegs:

2017 – Von Meran an den Gardasee mit Eurohike

2018 – Salzburger Gipfel und Kitzbüheler Alpen mit Eurohike

2019 – Salzkammergut Rundfahrt mit Eurobike

2020 – Alpe-Adria-Radweg mit Eurobike

2021 – Donauradweg mit Eurobike

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